Wie wir ganz werden –
Schritte der Trauma-Auflösung

Wovon träumst Du? Wonach sehnst Du Dich tief in Deinem Herzen?

Ist es eine friedliche Welt ohne Krieg und Streit?

Ist es Liebe? Eine aufregende Liebe oder eine glückliche Partnerschaft?

Ist es dass, Du Dich wichtig und gesehen fühlst, dass Du etwas Sinnvolles auf dieser Welt tust oder beiträgst?

Ist es Ruhe und Enspannung, dass Du aus dem Hamsterrad des Alltags aussteigen kannst und Deinen ganz eigenen Rhythmus findest?

Wir alle sind auf der Suche nach Glück, Frieden oder unserem Selbstgefühl – denn wir nehmen alle in dieser Welt Schaden als Kind, selbst wenn wir behaupen eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.  Wir fühlen uns selten ganz und vollkommen glücklich – so ist das Leben neben dem Überlebens-Alltag auch immer eine Art lange Reise, in der wir hoffen uns selbst oder irgendwas anderes da draussen (wieder) zu finden!

Als Beziehungs-Beraterin weiss ich, dass wir Menschen nur innerhalb von konstruktiven Beziehungen unser Glück und unseren Lebenssinn finden können – kein Geld der Welt und keine Supertalent kann uns das „in Beziehung sein mit uns selbst und anderen“ ersetzen! Konstruktive, verbindende Beziehungen sind das Gegenteil von Trauma – der Trennung von uns selbst und anderen aufgrund grosser Schmerzerfahrungen. Wenn wir also glückliche Menschen und mehr Frieden auf der Erde wollen, dann dreht sich am Ende alles darum, wie wir unser persönliches und kollektives Trauma heilen können.

In diesem Blogartikel will ich Dir sowohl die Schritte der Trauma-Auflösung als auch Märchenbilder vorstellen, die Dich inspirieren können, wenn Du mit Trauma-Auflösung zu tun hast. Diese Impulse allein werden kein Trauma heilen können – in der Regel brauchst Du dazu ein therapeutisches Setting. Aber diese Impulse können Dich ermutigen, „loszugehen für Dich selbst“ und Dich in Deinem Weg unterstützend begleiten.

Inhaltsverzeichnis

Lebendigkeit ist Flow

Ganzheit, Lebendigkeit und Durchlässigkeit sind Zustände, wonach sich alle Lebewesen sehnen. Peter Levine, der sein Leben lang zum Thema Traumaauflösung gearbeitet hat und das Verfahren „Somatic Experience“ entwickelt hat, beschreibt den Zustand maximaler Lebendigkeit so:
 
„Menschen, die leidenschaftlich leben, verfügen über einen Fluss an kreativer Energie, der inspirierend wirkt, und es ist aufbauend, in ihrer Nähe zu sein. Es ist lebensbejahend. Sie gelten als „saftig“. Wer um sie herum ist, saugt ihren Funken und ihren Überfluss auf.“
(Peter A. Levine, Vom Trauma befreien, S.87)
 
Wenn wir dem modernen Menschenbild zustimmen, dass der Mensch an sich (wie jedes Lebewesen) gut ist, dann ist alles, was unsere Lebensenergie blockiert und uns in Folge destruktiv handeln lässt, die Folge von Trauma. Wenn die Lebensenergie, die uns natürlicherweise durchströmt, nicht mehr zum Ausdruck kommen kann oder darf, entstehen Blockaden. 
 
Lebensenergie, die durch uns durchfliesst und sich ausdrücken kann, ist Lebendigkeit, Lebensenergie, die blockiert ist und sich aufstaut, macht uns langfristig krank. 
Das ist eine Erfarhungserkenntnis, die Menschen schon vor langer Zeit so ausdrückten:
Wenn Du hervorbringst, was in Dir ist, dann wird das, was in Dir ist, Dich retten!
Wenn Du nicht hervorbringst, was in Dir ist, dann wird das, was in Dir ist. Dich zerstören!
 “ (Gnostisches Evangelium)
 
Als ich meine Qigong-Ausbildung gemacht habe, konnte ich dieses Wissen körperlich erfahren und seitdem nutze ich Sheng Zhen Gong Übungen, um meiner Lebensenergie sozusagen von Zeit zu Zeit die Zähne zu putzen und sie wieder besser fliessen lassen zu können. Qigong oder auch Yoga wirkt deshalb so heilsam auf uns, weil es viele Körperübungen gibt, die unsere Lebensenergie besser fliessen lassen und unsere Durchlässigkeit erhöhen. Zum anderen wird zumindest beim Sheng Zhen Gong damit gearbeitet, dass wir verschiedene Energiestufen ausdrücken können. Nur wenn wir flexibel und angepasst unsere Energie nutzen können, sind wir frei und lebendig. Trauma hingegen sorgt dafür, dass wir bestimmte Energiestufen (meistens die Extreme, sei es zart oder sehr stark) meiden und nicht mehr ausdrücken können.
 
Apropo Menschenbild: Wenn Du mehr darüber wissen, willst, wie wichtig das Menschenbild ist und warum wir verschiedene Menschenbilder haben, dann empfehle ich Dir das Buch oder den Podcast „Im Grunde gut“. 
 
 
 

Wie zeigt sich Trauma?

Trauma (vom griechischen Wort für Verletzung) ist ein komplexer mentaler und vor allen Dingen körperlich-neurologischer Zustand nach einer Verletzungserfahrung, die mit dem Gefühl der Ohnmacht einherging.
 

Deshalb ist Trauma nie das äußere Ereignis, was uns zustößt, sondern immer das innere Gefühl der Überwältigung. Es muss uns also etwas „Schreckliches“ zustossen und gleichzeitig müssen wir uns innendrin absolut ohnmächtig fühlen und keine Hilfe erfahren. Erst dann wird das äußere Ereignis, ob gross oder klein, zum inneren Trauma führen.

Wenn wir Schmerz empfinden, der im Moment zu gross ist, als dass wir ihn aushalten und verarbeiten können, dann verfügt unser Körper über einen evolutionär cleveren Notfallmechanismus. Wir spalten diesen zu grossen Schmerz ab und vermeiden fortan jeglichen inneren Kontakt zu diesem Schmerz. Das kostet uns einen Teil unserer Lebendigkeit, aber es sichert unser Überleben in  dem Moment!

Schocktraumata können leicht durch Unfälle oder Naturkatastrophen ausgelöst werden – ein Ereignis, dass uns überrascht und überwältigt kann z.B. ein Verkehrsunfall sein, aber auch ein Sturz vom Kinderstuhl, das fast-Ertrinken beim Planschen oder das Festgehalten werden als Kind im Krankenhaus für Behandlungszwecke.

Was aber die meisten Menschen eint, sind reichlich Entwicklungstraumata in der frühen Kindheit. Diese Traumata werden nicht durch ein grosses und klar benennbares Ereignis ausgelöst, sondern z.B. durch die ständige Atmosphäre streitender Eltern. Da wir als Kinder unsere Eltern immer als „normal“ erleben, sind diese Traumata für uns viel schwieriger zu erkennen und zu greifen. Hier sind einige der häufigsten Umstände, die bei Kindern mit hoher Sicherheit Entwicklungstraumata hinterlassen:

  1. destruktiv streitende Eltern
  2. Elternteil, dass nicht authentisch und echt handelt
  3. gewalttätiges oder gewaltbereites Elternteil (selbst wenn es tatsächlich praktisch nie gewaltätig war!)
  4. Abwertung durch ein Elternteil
  5. Elternteil, dass durch eigene Traumata selbst nicht präsent und achtsam sein kann
  6. ablehnendes/verleugnendes Elterteil
  7. Elternteil, dass selbst psychisch krank oder süchtig ist und Verantwortung auf das Kind überträgt
  8. Elternteil, das jemanden verrät/in den Rücken fällt
Alle diese –  insbesondere für Kleinkinder – schmerzhaften Ohnmachts-Erfahrungen beeinflussen unsere Bindungs- und Beziehungserfahrungen massiv.  So werden Überlebensmuster bzw. innere Beschützer aktiviert, die dafür sorgen, dass wir unsere Kindheit überstehen. Oft begegnen mir Menschen mit schweren Kindheitstraumata, die von sich selbst sagen, dass sie z.B. nicht weinen können – in diesem Fall ist das Nicht-Weinen das Überlebensmuster geworden, das ihnen früher als Kind geholfen hat, Familienkämpfe der Erwachsenen zu überstehen. 
 
Aber als Erwachsener ist das Nicht-Weinen können sehr hinderlich, denn es schneidet uns von einem Teil unserer Lebendigkeit ab, schränkt unser Verhalten ein oder verzerrt unser Verhalten. Deshalb ist es so wichtig, dass wir Überlebensmuster aus der Kindheit transformieren können, damit wir wieder ganz werden können.
 
Welche Bereiche in Deinem Leben könnten durch Trauma blockiert sein? Denke an alles, wo Du ziemlich pauschal von Dir sagst: „Also das kann ich überhaupt nicht, das geht gar nicht“ oder auch das Gegenteil „Ich muss unbedingt das machen“. Das kann sein:
  • nicht weinen können
  • nicht nein sagen können
  • nicht kraftvoll oder nicht zart handeln können
  • nicht klar sein können
  • nicht freundlich sein können
  • Ängste in bestimmten Lebensbereichen
  • zwanghaft bestimmte Handlungen ausführen müssen
  • sich als Opfer oder Täter im Leben fühlen
Fassen wir noch mal zusammen, was ein Bindungs-Trauma ist:
 

Trauma ist, wenn Deine Eltern in einigen Lebensbereichen „Mist gebaut haben“,
das bedeutet, sich in bestimmten Bereichen destruktiv verhalten haben und Dir damit als Kleinkind nicht die emotionale Sicherheit bieten konnten, die Du für eine ganzheitliche Entwicklung eigentlich gebaucht hättest. So ist das Fliessen der Lebensenergie in einigen Bereichen blockiert, der Flow gelingt nicht und Du selbst kannst es, egal wie klug Du bist, nicht auflösen.

Wichtig zu wissen: Eltern tun dies nie aus Absicht, sondern immer, weil sie selbst durch Traumata unfrei sind. Da es keine perfekten Eltern gibt auf der Welt, haben die meisten Kinder bei ihren Eltern eine unbewusste Mischung aus fantastischer Liebe und destruktivem Verhalten erfahren. 

Erwachsensein bedeutet zumindest in unserem Kulturkreis sich auf einen lebenslangen Heilungsprozess der kindlichen Bindungstraumata einzulassen. Ein Trick, ein Plop oder Wunder wird es also nicht geben – aber einen Weg, wie Du Dir immer wieder und immer mehr Lebendigkeit in Dein Leben (zurück)holen kannst.  

Serientipp: Rain or Shine

Beziehungsthemen: Überwindung von Schocktrauma durch Unfall, den eigenen Entwicklungs-Weg finden

Eine einfühlsame und sanfte Serie über zwei Menschen, die ein schrecklicher Unfall verbindet. Hier wird gezeigt, wie sich persönliches Trauma nicht sich nur auf die Personen selbst sondern auch auf ganze Familiensysteme zerstörerisch wirkt, wenn z.B. keine Hilfe bereitgestellt wird. Und wie ein langsamer, aber beharrlicher Weg der Überwindung aussehen könnte, indem Menschen sich verbinden und gemeinsam schmerzhafte Schritte gehen.

Mehr dazu, warum ich bestimmte Serien als Beziehungs-Expertin empfehle, findest Du im Kapitel „Die  pychotherapeutische Wirkung hochwertiger Serien“ siehe unten.

Trauma-Auflösung – Wie finden wir in die Verbundheit mit uns selbst und anderen zurück?

Heilung vom Trauma bedeutet, dass wir uns selbst anfangen ganz zu lieben und annehmen können, so wie wir gerade sind. Wenn wir mit nichts, was in uns ist, im Widerstand sind, dann kann sich alles in uns frei ausdrücken. Das ist die frei fliessende Lebensenergie, sei es z.B. Freude oder Trauer. 

Das hört sich leicht an, aber stell Dich vor den Spiegel und sei ehrlich mit Dir selbst: Was Du da siehst, gefällt es Dir? Magst Du alles an Dir oder hast Du eine geheime Verbesserungsliste? Willst Du bestimmte Eigenschaften und Gefühle an Dir lieber weghaben? Wärst Du lieber geduldiger statt so aufbrausend? Wärst Du lieber schlanker statt so dick am Bauch? Und so weiter…

Nur sehr wenige Menschen, die ich kenne, lieben sich selbst wirklich. Die meisten sind mit Verbesserungstechniken beschäftigt, wie sie besser auf andere wirken könnten als sie wirklich sind. Wie sie einiges an den ungeliebten Eigenschaften an sich verstecken könnten. Oder alternativ rechtfertigen könnten. Und wenn sie nicht den Fokus auf Selbst-Verbesserung legen, dann liegt es am Partner, an der Familie oder irgendjemandem, dass es einem selbst gerade schlecht geht. Dann muss der Andere sich dringend verbessern und anders werden, damit es mir besser geht. Mit diesem Thema landen streitende Paare bei mir im Beratungszimmer:  „Wenn der Partner nur endlich… so machen würde, dann wären unsere Probleme gelöst.“ So die Hoffnung, die sich erfahrungsgemäß immer als Sackgasse erweist.

Erst wenn wir uns wieder ganz mit uns selbst verbinden können, auch mit den gefürchteten Anteilen, die in unserer Kindheit niemand an uns ausgehalten hat, dann erfahren wir einen Wachstumsschub unserer Persönlichkeit. Dann erleben wir die verwandelnde Kraft der Liebe, die sagt „Es ist, was es ist“ wie im Gedicht von Erich Fried. Und genau diese Annahme, dass es so sein darf, wie es gerade ist führt zu Veränderung, Wachstum, Kreativität und Entwicklung.
Was für ein Paradox!

Wenn wir die Liebe in uns selbst wiederfinden:

  1. nehmen wir uns selbst absolut ernst 
  2. tragen wir für unsere Bedürfnisse selbst Verantwortung und brauchen daher nicht jammern, meckern, Vorwürfe machen
  3. können uns ohne schlechtes Gewissen klar abgrenzen
  4. haben wir vor nichts, was wir in uns spüren, Angst
  5. können wir Schmerzen aushalten und für uns sorgen
  6. können wir Hilfe in Anspruch nehmen
  7. wollen wir an uns nicht verändern, verbessern oder weg haben
  8. brauchen wir vom Gegenüber keine Liebe als Beweis oder Bestätigung
  9. können wir Konflikte wagen, da wir uns nicht abhängig fühlen
  10. verschenken wir Liebe an andere, weil sie einfach aus uns herausströmt
Interessanterweise ändern sich durch diese Art der echten Selbstliebe alle unsere Beziehungen. Denn wir nehmen z.B. unseren Ärger jetzt ernst und setzen unsere persönlichen Grenzen für uns anstatt gegen den Anderen. Das stoppt den Kampf und eröffnet Möglichkeiten der dialogischen Begegnung. Im Dialog zeige ich mich selbst (so bin ich gerade) und lasse auf mich wirken, wer der Andere ist (wer bist Du?). 
 
Wenn ich mich selbst zeige und persönlich über mich spreche, dann kann ich auf übergriffige Erwartungen, Anklagen und Forderungen verzichten. Dann brauche ich nicht die Bestätigung vom Anderen, dass ich richtig liege, denn ich bin mir meiner selbst sicher. 
 
Ich habe für die folgende Erkenntnis  viel eigenes Coaching und lange Jahre Berufserfahrung gebraucht, aber nun kann ich es mit Überzeugung sagen: 
 
Anstatt auf die Liebe des Anderen zu warten, übe Dich in Selbst-Liebe, in Selbst-Annahme und authentischem Selbst-Ausdruck – und Du wirst Wunder der Liebe erleben! Setze Dich mit allem auseinander, was Dich in Dir hindert, Deine Gefühle zu spüren, klar auszudrücken und Dich echt zu zeigen.
 
Handwerkszeug und Alltagstipps, wie Du das in Deiner Beziehung leben kannst, findest in meinem Onlinekurs „Es lebe der Unterschied – Wege in eine gleichwürdige Partnerschaft.“
 

Filmtipp: Hectors Reise

Basierend auf dem Bestseller von Francois Lelord sucht hier ein Psychiater, der scheinbar alles erreicht hat im Leben, nach dem echten Glück. Und findet Antworten, die zeitlos sind…

14 Schritte der Trauma-Auflösung

Genauso wie es für das Entstehen von Traumata bestimmte Bedingungen gibt so folgt auch die Auflösung eines Traumas bestimmten notwendigen „Naturgesetzen“.

Zuallererst ist es natürlich, dass die Natur bzw. unser Körper Trauma auflösen will, wenn die Bedingungen dafür gegeben sind. Denn etwas zurückzuhalten und zu hemmen bzw. immer im „Kampfmodus“ in Beziehungen zu sein, ist anstrengender als mit dem Flow zu gehen – allein schon aus Energiespargründen ist es für jeden Organismus sinnvoller ohne Trauma zu leben. Und deswegen können wir uns darauf verlassen, dass der Körper Selbstheilungskräfte in Gang setzt, wenn die Voraussetzungen für Traumaauflösung gegeben sind.

Erwachsensein bietet die Chance auf Traumaheilung
Denn als Erwachsener sind wir – anders als ein Kleinkind – nicht von anderen Menschen, auch nicht mehr von unseren Eltern, abhängig. Damit wir unsere Eltern nicht mehr als „Götter“ sehen, sondern als normale Menschen mit Stärken und Schwächen, brauchen wir etwas Abstand zu ihnen. Erst dann können wir es wagen, einiges an ihnen in Frage zu stellen und in den Konflikt mit ihnen zu gehen. Traumaauflösung innerhalb einer Familie kann in der Regel nur durch systemische Familientherapie und Familienberatung gelingen.

Damit ein abgespaltener Pesönlichkeitsanteil wieder zurück in unsere Ganzheit findet, lassen sich in der Praxis folgende Schritte beobachten:

  1. sicheres Setting finden
    Traumaheilung kann überhaupt nur gelingen, wenn das Gegenteil von dem vorliegt, was der Auslöser war, nämlich Sicherheit statt Gefahr.
    Nur wenn wir Personen und eine Umgebung finden, in der wir uns aufgehoben und emotional absolut sicher fühlen, werden sich die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren lassen.
  2. Beistand finden und annehmen 
    Bindungs-Trauma entsteht in Beziehungen und kann nur in Beziehungen aufgelöst werden, niemals allein! Du brauchst ein Gegenüber als Zeugen und zur Unterstützung, das kann eine TherapeutIn oder ein sicheres Setting sein (z.B. eine Gruppe mit verlässlichen Regeln).
  3. persönliches Schutzsystem würdigen
    Damit unsere Eltern uns als Kind lieben konnten, haben wir alle gelernt, bestimmtes Verhalten zu unterdrücken. Denn unsere Eltern wären mit uns, wenn wir alles von uns gezeigt hätten, überfordert gewesen. Als Erwachsener tut sich die Chance auf, unsere Überlebensmuster zu erkennen. Oder anders ausgedrückt, unsere „inneren Beschützer“ als einen wichtigen und damals unentbehrlichen Teil von uns neu zu erleben. Meistens können wir diese Richter, Kritiker, Vermeider oder Aggressoren in uns wenig leiden und wünschen sie uns weg. Aber wenn wir verstehen, dass diese Persönlichkeitsanteile früher unsere Rettung waren in einem traumatisierten Familiensysem zu überleben, können wir wertschätzender mit ihrem Engagement umgehen und sie gleichzeitig nicht mehr übermächtig werden lassen.
  4. Neue Beziehungs-Erfahrungen machen
    Erst wenn ein erwachsenes, reifes Gegenüber mich gut mit dem verbannten Anteil aushalten kann, lerne ich mich selbst mit diesem Gefühl auszuhalten! Wir können nicht leben (und weitergeben), was wir zuvor nicht selbst erfahren haben. Genau an dieser Stelle scheitern Freunde oder Liebende oft, sie meinen es gut, wollen für uns da sein und sind doch nicht in der Lage, uns auszuhalten. Wenn Dich also jemand tröstet oder Dir gute Tipps gibt, dann kann er/sie gerade nicht aushalten, dass Du so starke Emotionen hast – dann darf das so sein, denn wir können es von niemandem verlangen – aber diese Beziehung hilft Dir dann eben im Moment nicht bei Deiner Traumaauflösung.
  5. Mut, das Tabu zu brechen und alles in Dir authentisch zu zeigen
    Viele destruktive Verhaltensweisen, wie anschreien, Vorwürfe machen, Meckern, Jammern usw. verhindern effektiv, dass ich mich offen zeige.  Wir sind dann nicht authentisch, sondern im sprachlichen „Abwehr-Kampfmodus“. Diese Verhaltensweisen schützen uns selbst davor, uns verletzlich zu zeigen!
    Erst wenn wir es wagen, persönlich zu sprechen, uns radikal ehrlich mitzuteilen, also uns authentisch mit allem zu zeigen, was gerade in uns ist, verlassen wir das Trauma.  Und werden dann sozusagen automatisch auch das zeigen (und eventuell ausführen), was uns als Kind in unserer Familie „verboten“ oder „gefährlich“ war, z.B. uns hilflos oder stark zu zeigen, nein zu sagen oder sich zu öffnen. (Achtung, Authentizität ist etwas wunderbares in therapeutischen und allen gleichwürdigen Beziehungen, aber in machtbasierten Beziehungen kann es gefährlich sein, also zeige Dich nicht unbedingt offen und verletzlich bei einem öffentlichen Auftritt oder in der Beziehung zu Deinem Chef!)
  6. Flow wieder erleben
    Traumaauflösung führt zur starken körperlichen Aktivierung des Nervensystems durch Kontakt mit altem Schmerz. Das ist wie die sogenannte Erstverschlimmerung bei bestimmten Medikamenten, das Lösen nach einer Blockade der Energie fühlt sich beängstigend und verstörend an – erst später wirst Du die Erleichterung erleben, wenn Deine Energie wieder „normal“ fliesst. 
  7. Langsamkeit & Feinheit zulassen
    Trauma bringt unser Nervensystem in den Alarmzustand und führt oft zu Hektik und zwanghafter Schnelligkeit. Traumaauflösung braucht Entspanntheit und Ruhe: es braucht eine behutsame, angepasste und langsame Prozessgestaltung.  Traumaauflösung erfordert Feinheit und sehr kleine Schritte. 
  8. Spüren statt bewerten lernen
    Wenn wir uns wieder erlauben, alles an uns auszudrücken, dann wird das in uns eine starke körperliche Reaktion auslösen, es kann zu grosser Aufregung, Zittern, Schwitzen oder anderen Symptomen kommen. Jetzt hilft bewusstes und bewertungsfreies Spüren dessen, was in Deinem Körper bei dieser Aufregung vor sich geht, also ein achtsames Gewahrwerden dessen, was gerade ist. Raus aus dem Kopf, rein ins körperliche Erleben. Das bringt uns gleich zum nächsten Punkt: Dein Gegenüber!
  9. Pendeln und portionieren lernen
    Angesichts der Grösse und Übermächtigkeite des Schmerzes, der früher ein Trauma ausgelöst hat, braucht es die Fähigkeit, emotionalen Schmerz in kleine Portionen zu teilen und so erlebbar und aushaltbar zu machen. Auch hier brauchen wir ein Gegenüber – deshalb ist hier der therapeutische Rahmen doch oft angebracht – das sich von unserem Schmerz nicht wegspülen/verängstigen lässt, sondern mit uns diesen Schmerz „halten“ kann.
  10. Für Deine echten Bedürfnisse sorgen
    Du lernst jetzt immer mehr, stimmig für Deine persönlichen momentanen körperlichen Bedürfnisse sorgen zu können. Du kannst Dir Ruhe, Wärme, Berührung, Bewegung gönnen und organisieren, ohne Dich von anderen abhängig zu fühlen.
  11. Üben, Fehler machen & Experimentieren
    Denke nicht, dass durch das Lösen der Blockade alle Deine Lebens-Probleme gelöst sind. Durch die Hemmung bestimmter Verhaltensweisen konntest Du genau mit diesen Verhaltensweisen bisher im Lebenwenig Erfahrungen sammeln, du bist sozusagen in diesem Gebiet „Analphabet:in“. Nachdem Du den Mut aufgebracht hast, Neues und Verbotenes zu wagen, kannst Du jetzt in diesem Feld, dass lange abgespalten war, Fehler machen, üben, daneben liegen, forschen. Du darfst es wagen, dich ungewohnt und ungelenk zu verhalten. Das ist der Weg neues Verhalten im Alltag etablieren: z.B. sich selbst zu schützen, anderen Grenzen zu setzen, sich zu zeigen und/oder Streit zu wagen.
  12. Expert:in werden
    Ein Paradox wird hier fast immer erlebbar: Durch das viele bewusste Ausprobieren und die Reflektion, was gelang und nicht gelang werden wir genau für den Bereich, wo wir uns lange unfähig fühlten mit der Zeit Expert:in!
  13. Rückfälle erleben
    Bindungs-Traumaauflösung ist ein langer Weg und kein Knall oder Wunder. Immer wieder wertschätzend mit dem eigenen Schutzsystem und dem kindlich bedürftigen Anteil in mir umgehen können gehört also zum Prozess und ist ein Zeichen, dass Du auf dem Weg bist. Oft durchläufst Du die Schritte mehrfach im Leben, stell es Dir als eine Spirale vor – obwohl Du immer wieder mal die Schritte erlebst, entwickelst Du Dich weiter und tiefer hinein in zunehmende Lebendigkeit.
  14. Ruhe erleben
    Traumaauflösung bedeutet auch, dass wir von einer grossen inneren Unruhe im Leben in die Ruhe kommen. Die traumatische Energie, die bisher aufgestaut im Körper blockiert war, kann sich erst jetzt immer mehr auflösen. Wir spüren immer mehr Frieden und Klarheit im Hier & Jetzt, können leichter meditieren oder andere Dinge in Ruhe erleben oder ausführen.

Märchenhafte Bilder für Trauma-Auflösung und Persönlichkeitsentwicklung

Im folgenden möchte ich Dir ein paar märchenhafte Bilder vorstellen, die mich immer wieder inspirieren in meine Ganzheit und mehr in den Flow zu kommen. Vielleicht findest Du ganz andere Bilder… zum Glück ist der Vielfalt an Bildern hier keine Grenze gesetzt!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, deshalb ist ein Bild, was Du in Dir trägst viel stärker als ein paar weise Worte. Bilder inspirieren uns ganzheitlich und so kann ich nur empfehlen, mit Bildern, die Dich innerlich ansprechen und bewegen, im Alltag zu arbeiten. Innere Bilder sind für andere Menschen unsichtbar, können Dir aber helfen, in eine neue und ungewohnte Haltung zu finden. Sie erinnern Dich immer wieder im Alltag an bestimmt Gefühle und geben uns mehr Umsetzungs-Kraft als unser Verstand das kann.

Gerade Geschichten, Märchen bieten uns Bilder an, die uns berühren. Das kann ein bestimmter Filmcharakter sein, in dem sich etwas verdichtet, was Du bisher in Deinem Leben wenig zugelassen oder gelebt hast. Diese Charaktere können uns als Rollenvorbilder dienen. Und da wir alle eher destruktive als konstruktive Rollenvorbilder im echten Leben erlebt haben, sollten wir hier die Nachhilfe aus dem Filmuniversum dankend nutzen. 

Ich zum Beispiel hatte einen Vater, der wenig präsent war und viel überfordert war – kein gutes Rollenvorbild für meine eigenen inneren männlichen Anteile als Frau.  In einigen Serien finde ich nun Männerbilder, die mir helfen meine eigene innere Männlichkeit (als Frau) zu leben  und auszubauen.  Wenn es z.B. um Mut, Klarheit, Weichheit oder Grenzensetzen geht, dann helfen mir manchmal Filmcharaktere, in die notwendige Haltung hineinzuspüren, die ich brauche, um diese Qualitäten selbst im Alltag zu leben.

Hier möchte ich Dir noch einige Bilder vorstellen, die mich in meiner Beratungsarbeit inspirieren und die ich gerne persönlich oder beruflich nutze:

  1.  Aggression als Deine Schutzkraft lieben lernen
  2. Scheiten als der Weg zur Stärke
  3. Lerne Hilfe anzunehmen – denn allein kannst Du es niemals schaffen
  4. Unglück als Deinen Entwicklungsmotor lieben lernen
  5. Mit der Angst Kaffee-Trinken
Aber vorab noch einiges, was Du generell über Märchen wissen solltest. 

Hintergrundwissen: Sind Märchen naive Geschichten für Kinder?

Dazu beziehe ich mich mal auf ein Genie, dessen Vorträge und Bücher ich als junge Erwachsene verschlungen habe und mir große Inspiration für mein Leben war. Auch heute noch sind seine zahlreichen Bücher sehr zu empfehlen: Eugen Drewermann.

Er hat viele Märchen tiefenpsychologisch analysiert und schon das Lesen dieser warmherzigen Deutung fand ich immer eine Wohltat für die Seele. Von meiner damaligen Gestalttherapeutin habe ich die Praxis des Traumdeutens gelernt: denn Träume und Märchen nutzen die gleiche symbolische Bilderwelt und bieten Entwicklungsimpulse für das persönliche Wachstum, das funktioniert bei Kindern unbewusst aber als Erwachsene können wir dieses Arbeiten mit inneren Bildern auch bewusst nutzen.

Eugen Drewermann geht von einer im Alltag eher unbekannten Tragweite der Bedeutung von Märchen aus, sehr gut zusammengefasst hier im Vorwort seines Taschenbuchs „Rapunzel, Rapunzel, lass Dein Haar herunter – Grimms Märchen tiefenspychologisch gedeutet“. Er schreibt im Vorwort:

„Märchen sind eher Erzählungen für Erwachsene als für Kinder. Was sie zu sagen haben, entstammt zum überwiegenden Teil einer Bilderwelt und Weisheit, der man bereits in den Mythen des Altertums und in Erzählungen der Naturvölker begegnet…

Ihre Sprache ist die Sprache der Träume, ihre Symbolik fußt in der archetypischen Bilderwelt des Unbewußten und so bedarf es einer Art kindlichen Nachträumens, einer neuen Unmittelbarkeit der Einfühlung und des Erlebens, um als Erwachsener die Märchen zu verstehen… im Grunde sprechen die Märchen von Gegensätzen und Konflikten der menschlichen Psyche.

Sie beschreiben in zeitlosen Bildern den mühsamen Weg, den es kostet, von einem Kind zu einem Erwachsenen zu werden; sie schildern die Belastungen und Schwierigkeiten, die jemand aus den Eindrücken seiner Kindheit ins Leben mitnimmt und in irgendeiner Weise überwinden muss;

und in all dem vermitteln sie den Mut, trotz aller Angst und Schuldgefühle an die Berechtigung des eigenen Lebens zu glauben und bedingungslos der Wahrheit des eigenen Herzens zu folgen. So sind die Märchen in sich selbst Wegweiser und Richtmarken des Unbewussten…“

Wie Du ja vielleicht schon aus meinem anderen Blogartikel weisst (10 unterhaltsame Spielfime über Gleichwürdigkeit in Beziehungen, da ist übrigens das Kunstmärchen der Sternwanderer dabei), schaue ich Filme immer mit einem grossen Augenmerk daraufhin an, ob die Beziehungsdynamiken für mich glaubhaft und ermutigend sind.

Drewermann beschreibt es als die Fähigkeit, ohne Angst und Schuldgefühle zu leben. Dazu müssen wir die Fähigkeiten entwickeln, die vier Werte Integrität, Selbst-Verantwortung, Authentizität und Gleichwürdigkeit zu leben.
Das ist es, was uns Lebendigkeit und den Flow im Leben schenkt!

Vier Prinzipien, die glückliche Menschen in Beziehungen leben

Serien als Inspiration für Trauma-Auflösung und Persönlichkeitsentwicklung

Bestimmte Serien sind meiner Meinung nach eine moderne Form des Märchens und damit Trauma-Heilungsgeschichten. In einer Beziehungs-Drama-Serie ist Action, Gewalt oder Szenerie nicht Selbstzweck , sondern alles dreht sich um die Gefühlswelt der FilmheldInnen. Ihre Entwicklung wird märchenhaft inszeniert, in Bildern ausgedrückt und zu einem Happy-End gebracht. So wie Märchen enden mit Sätzen wie „und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage“. 

Viele K-Drama Serien sind mir deshalb als Beziehungs-Beraterin so sympatisch, weil es sich meiner Meinung nach um psychologisch stimmige Kunst-Märchen handelt, die mit hohem Unterhaltungswert umgesetzt werden.

Wenn SerienheldInnen bemüht sind die vier Werte Integrität, Selbst-Verantwortung, Authentizität und Gleichwürdigkeit zu leben und ihre holprige Entwicklung dahin mit einer Prise Humor aufgezeigt wird, dann empfinde ich das als inspirierend für mein eigenes Leben. 

So sind diese von mir hier vorgestellten Serien nicht real in dem Sinne einer genauen Milieustudie oder der oft traurigen Wirklichkeit, in der Menschen sehr viel mehr Opfer der Umstände sind oder in ihren Beziehungsmustern feststecken.

Doch glaube ich, daß diese Serien, die ich hier als Beziehungsexpertin empfehle, musterhaft sehr gut universelle Beziehungsprinzipen „lehren“ und was mir besonders wichtig ist: sie ermutigen, sie öffnen die persönliche Gefühlswelt und machen Hoffnung, wenn man sich darauf einlässt, mitzuschwingen. Und Märchen bieten unserer Seele stimmige Bilder an, was uns wiederum hilft, unsere innere Gefühlswelt auszudrücken und Entwicklungen bewusst zu erleben.

 Anders als Spielfilme lassen Serien Dich ja mehr Zeit mit den Filmhelden und Filmheldinnen verbringen. Du tauchst für 10 bis 30 Stunden in ein Universum ein und erlebst die Gefühle und Entwicklungen der Menschen mit. Das scheint mir vom Rhythmus eher unserer emotionalen Aufnahmefähigkeit zu entsprechen als ein zweitstündiger Spielfilm, den wir an einem Abend sehen. Hier bist Du einige Tage oder Wochen mit den Emotionen Deiner Filmheld*innen verbunden und setzt Dich damit auch länger Gefühlen aus, die Du im Alltag vielleicht meidest.

Inzwischen gibt es Erfahrungen mit Psychodelika in therapeutischen Sitzungen (Gregor Hasler: Higher Self, S. 79), die die gleichen Effekte haben können wie ich sie mit guten Serien erlebt habe. Ein Patientin beschreibt: „Mit … war es so, als würde ich in meine Vergangenheit zurückgehen und sie erneut mit verschiedenen Gefühlen und Interpretationen ausprobieren, fast so, also würde ich sie ein weiteres Mal leben. Im Moment denke ich, dass mir das erlaubt hat, mit bestimmten Dingen in meinem Kopf Frieden zu schließen, und das ist schon sehr viel.“

Damit dieses Verschmelzen mit der Filmgeschichte so einen heilsamen Effekt auf Dein Leben hat, ist es natürlich wichtig, dass die Filme realistische Beziehungsdynamiken und Wege des Gelingens aufzeigen. Manchmal hilft das Fantasy Genre dabei Themen zu verdichten oder anschaulicher zu machen.

Das sind meine Ansprüche an heilsame Beziehungs-Serien:

  1. Authentisch verdichtete Charaktere, die sich im Film persönlich stetig weiter entwickeln. So wenig Kitsch wie möglich – das bedeutet, Charaktere, die sich glaubwürdig so verhalten, wie ihnen zumute ist und nicht vorrangig Rollenbilder der Gesellschaft erfüllen.

  2. Durchgängig und konsequent angewandte Werte wie Wahrhaftigkeit und Integrität, Selbst-Verantwortung,  Authentizität und Gleichwürdigkeit.

  3. Alle Serien sind Geschichten des Gelingens!
    Mein Motto „Miteinander mehr erreichen“ wird hier vorgelebt- dieses Weltbild von Vertrauen und Kooperation zieht sich durch alle hier von mir empfohlenen Serien. Immer wird gezeigt, wie wir durch Vertrauen auf Wahrhaftigkeit und Kooperation weiter im Leben kommen als durch Ellbogenmentalität.

  4. Die Serie ist eine abgeschlossene Geschichte mit einem Anfang und Ende. Anders als es viele Serien mit unendlich vielen Staffeln wird hier nicht ein spezielles Thema immer wieder inszeniert, sondern es wird einen Entwicklungsverlauf der Persönlichkeitsbildung gezeigt, der ein echtes Ende hat. 

  5. Ein Happy End allein ist für mich übrigens noch keine Geschichte des Gelingens, denn wenn sich reale Schwierigkeiten plötzlich durch „Wunder“ oder Superkräfte auflösen, dann gibt mir das wenig Inspiration für das echte Leben. Die SerienheldInnen der hier vorgestellten Serien lösen ihre Probleme, weil sie sich selbst weiterentwickeln und reifen. Sie durchlaufen die oben vorgestellten Schritte der Trauma-Auflösung und werden deshalb am Ende glücklich. 

  6. Stimmiger Spannungsaufbau über 16 oder 30 Folgen mit einer nicht zu einfach oder flach gestrickten Geschichte der Beziehungsverflechtungen.

  7. Gelungene Mischung der Genre (Romanze plus Krimi plus Action).

  8. Hochwertiges Spielfilm-Niveau, was Kameraführung, Bildgestaltung, Schauspielerei usw. angeht.

 

Die Serien, die ich hier vorschlage kann man unter vielen Gesichtspunkten auch kritisieren, es findet sich z.B. sehr selten gleichgeschlechtliche Liebe unter den Charakteren. Dabei weiss ich aus meinem eigenen Leben und aus der Beratungspraxis, daß es bei den Prinzipien der Beziehungsführung keinen Unterschied macht, an welches Geschlecht sich die Liebe richtet.

Auffällig gegenüber westlichen Filmen ist auch die oft fehlende Körperlichkeit der Liebe.

Aber das alles hat mich persönlich nicht gehindert, die Serien unter dem Aspekt der Gefühls- und Beziehungsinszenierung zu genießen.

Märchenbild 1: Schutzkraft Aggression

In meinen Supervisionen und Fortbildungen spielt Aggressivität bei Kindern in Kita und Schule eine grosse Rolle. Manche Kinder fallen durch aggressives Verhalten auf und werden schnell als „Problemkinder“ gesehen, nicht nur vom Fachpersonal sondern auch von besorgten Eltern, die um ihre Kinder fürchten.
Ein Problem ist das grosse Tabu, dass in unserer Gesellschaft auf aggressivem Verhalten liegt. Wir fürchten und verurteilen es, wir bringen Kindern Regeln bei wie „Wir hauen und schlagen nicht, sondern reden hier“. Aber manchmal hilft kein Reden und keine Regeln, Kindern hauen, beissen und schubsen so schnell und immer wieder, dass es zu einer Belastung für alle Beteiligten wird.
Irgendwann entsteht bei fast allen Erwachsenen das Bedürfnis, diese Gewalt und Aggression „weg haben zu wollen“. Aber wie immer gilt in der Pychologie, dass es nicht möglich ist ein Gefühl oder Bedürfnis „weg“ zu machen. 
 
In meinen Fortbildungen erarbeite ich einen anderen Weg mit den Fachkräften im sozialen Bereich: Aggression als Schutzkraft wertschätzen zu lernen und Kindern neue und konstruktive Strategien zu zeigen, wie sie selbst für ihre Sicherheit sorgen können. Denn Aggression ist unsere Superkraft, die für seelische Sicherheit sorgt. Die Evolution hat uns mit dieser Superkraft ausgestattet, damit wir in gefährlichen Situation nicht „drauf gehen“ sondern die Kraft zum Kämpfen und damit zum Überleben aufbringen können. Ohne Aggression wären wir nicht in der Lage gesunde Grenzen für uns selbst zu setzen. Nicht unsere Aggression ist das Problem im Miteinander, sondern die mangelnde Erfahrung, wie wir unsere Aggression für uns und nicht gegen andere einsetzen. Und das zweite Problem ist unsere mangelnde Erfahrung, dass wir ernst genommen werden und unsere Grenzen respektiert werden.
Erfährt ein Kind diesen Respekt nicht genügend,  wird aus dem Kind ein kleiner Angriffskrieger, der wütend gegen die Welt kämpft. Erst wenn wir das Kind mit seiner Aggression wieder lieben lernen und dem Kind konstruktive Wege aufzeigen, wie es sich selbst schützen kann, wird es friedlich werden. Denn Aggression hat keine Quelle mehr, wenn wir uns mit uns selbst und anderen sicher fühlen.
Dieses Motiv durchzieht auch die Fantasy-Serie „The Alchemy of Souls“, deswegen stelle ich es Dir hier etwas ausführlicher vor.
 

Serientipp: The Alchemy of Souls

Ein Fantasy-Historiendrama, daß dem Kunstmärchen per se entspricht: Eine Mischung aus Romantik und Intrigengeschichte mit unvergesslichen symbolischen Bildern. Die Serie verliert sich weder in aufwändiger Action, Kostümierung oder Gewalt. Die Beziehungs-Geschichte der Hauptcharaktere ist ausgetüftelt und folgt den kleinteiligen Schritten von Traumabewältigung in märchenhaften Bildern. In den zwei Staffeln gibt es sozusagen zwei Liebesgeschichten, die aufeinander aufbauen… ein besonderer Clou der Serie.

Wenn man mal die Rahmenhandlung aussen vor lässt, dann bekommst Du in dieser Serie  jede Menge märchenhafte, symbolisch-archetypische Bilder, welche Schritte es braucht, damit Menschen ganz werden und ihr volles Potential ausleben. 

Der Held ist ein Aussenseiter, der nichts als Ärger bereitet (quasi ein herausforderndes Kind, siehe auch pädagogischer Teamtag „herausfordernde Kinder“). Grund dafür ist sein verschlossenes Energieportal, ein treffendes Symbol für die Situation, wenn wir nicht auf unsere volle Lebenskraft zurückgreifen können, also durch Traumatisierung abgeschnitten sind von unseren natürlichen Kräften. Insbesondere die Aggression, als unsere Schutz- und Kampfkraft, steht uns dann nicht zur Verfügung. In der Serie kann der Held deswegen seine Energie nicht nutzen und nicht zaubern. Er ist wie zahnloser Tiger, schlau aber nicht in der Lage in seine Kraft zu finden.

Da niemand ihn unterrichten will oder seine Blockade lösen will, sucht er nach unkonventionellen Methoden und bekommt die richtige Eingebung, dass die mächtige Zauberin Naksu, eine gefährlich mordende Attentäterin,  die einzige ist, die die Macht hat, ihm zu helfen.

Kleinschrittig und recht genau am Traumabewältigungsprozess orientiert erleben wir als Zuschauer:innen hier die Heilungsgeschichte der beiden Hauptcharaktere in symbolischen Bildern. Der Held wird lernen, die personlisierte Aggression zu lieben und zu schützen und dafür wird ihm Naksu helfen, seine Energie in den Flow zu bringen und kämpfen zu lernen.

Dieser Prozess ist natürlich abenteuerlich und nicht ungefährlich. Fehlgeleitete Aggression kann alles zerstören und Dir ein Schwert in die Brust rammen, wenn Du es am wenigsten erwartest. Auch gibt es zahlreiche Aussenstehende, die die gefährlich aggressive Naksu umbringen wollen anstatt sie zu befrieden.

Märchenbild 2: Scheitern als der Weg zur Stärke

Ich komme aus einer Familie, in der man keine Fehler machen durfte. Irgendwie stand darauf die Todesstrafe, das fühlte ich schon als Kind, ohne dass jemand je tatsächlich aussprach, ich dürfe keine Fehler machen. Vielleicht wurde sogar das Gegenteil rein rethorisch behauptet. Das Geschlagen werden, wenn man einen Fehler machte, durchzog sowohl meine Familie mütterlichseits wie väterlichseits. 
Ich war ziemlich gut in der Schule und habe alles sehr schnell begriffen, heute würde ich sagen, dass es auch daran lag, dass ich diese unbewusste enorme Angst vor Fehlern hatte und deswegen sozusagen präventiv „schlau“ war. Als Erwachsene bin ich dann an Grenzen gestossen mit meinem Überlebensmuster „keine Fehler machen“. Immer wenn ich Bewertung erahnte, wurde ich blockiert und gehemmmt und konnte die Dinge, die ich gern getan hätte, z.B. frei tanzen, nicht vor anderen Menschen machen.
Meine Beratungstätigkeit entspringt dem Paradox, dass ich unter Punkt 11 der Traumaauflösungsschritte benannt habe:
Heute arbeite ich so „gut“ und „erfolgreich“ als Coach, gerade weil ich alle möglichen Fehler im Leben gemacht habe und mich deswegen gut auskenne auf der Landkarte des Lebens. Ich kann empathisch sein mit allen möglichen Menschen, weil ich meine eigenen Ängste, mein Stolpern und Versagen annehmen kann und die Gefühle, die meine Klient:innen bewegen, gut nachvollziehen kann. Ein perfekter, glücklicher und supererfolgreicher Mensch wäre mit Sicherheit kein guter Therapeut – denn wie sollte sich ein Mensch ohne Makel in die Schwächen und Nöte eines Hilfesuchenden einfühlen können? Erst als ich lernte meine Schwächen zu lieben wurde mir persönlich ein neuer Weg im Leben möglich. Ich fühle mich heute meistens „stark und weise“ – nicht weil ich keine Fehler mehr mache, sondern weil ich Fehler machen darf und daraus unendlich viel lerne. In der Fantasy-Serie „The Alchemy of Souls“ wird der psychologisch stimmige Weg der Traumaheilung und das Wachsen in Ganzheit inszeniert. Und insbesondere das „Fehler machen“ spielt hier eine grosse Rolle.
 

Nochmal der Serientipp: The Alchemy of Souls

Anders als in vielen anderen Fantasyfilmen wird hier gerade die intrinsische Motivation und das Scheitern und Fehlermachen als Weg zur Stärke dargestellt. Das entspricht genau dem heutigen Wissenstand, wie wir am besten lernen (was in traditionellen Schulen ja hartnäckig ignoriert wird). Der normale Bildungsweg bleibt dem Held verschlossen, der sich dann selbstorganisiert weiterbildet und am Ende genau deswegen über alle hinaus wächst. Eindrucksvoll in der Serie ist ein Duell gegen 10 Gegner und unser Held wird jede Runde verlieren – um dann am Ende, mit all der gesammelten Erfahrungen aus gescheiterten ! Kämpfen der „stärkste Mann“ der Welt zu werden. Dieses Märchenbild mag ich wirklich, denn es ist das Gegenteil dessen, was in meiner Ursprungsfamilie zum Thema Fehler gelebt wurde.

Während im ersten Teil noch menschliche Charaktere miteinander ringen, beeindruckt der zweite Teil mit zwei Hauptdarsteller:innen, die jeweils den Archetyp schlechthin von Mann und Frau darstellen. Hier wird dargestellt, wie wunderbar eine Liebesbeziehung wird, wenn beide Partner in ihre Mitte und Ganzheit finden. Und dass Parnerschaftsglück keine Gleichheit braucht, sondern auf Unterschieden beruht, die sich ergänzen. Mehr dazu findest Du in meinem Onlinekurs Es lebe der Unterschied – Wege in eine gleichwürdige Partnerschaft.

Märchenbild 3: Lerne Hilfe anzunehmen – denn allein kannst Du es niemals schaffen

Und wie bei allen Märchen gilt die Regel „Du schaffst es niemals allein“. Immer braucht es gute Freunde oder hilfreiche Menschen bzw. Tiere, damit die Held:innen nicht vom Weg abkommen. 

Auch dieses Motive findet sich in der Serie „The Alchemy of Souls“: Die enorme Kraft des Helden wird hier sehr sympathisch gerade nicht als Lösung aller Probleme dargestellt, sondern nur das Verbünden mit Gegenspielern und die Integration dieser Macht in gemeinsames Handeln einer Gemeinschaft. Wie sich die beiden Konkurrenten verbünden ist ebenfalls ein ganz wunderbarer Erzählstrang der Serie, denn hier kommen die typisch hilfreichen Tiere des Märchens zum Einsatz. In diesem Fall ebnet eine Schildkröte den Weg in eine Freundschaft, die fast zur Feindschaft geworden wäre.

 

Märchenbild 4: Kaffeetrinken mit der Angst

Wer Angst hat, wird vorsichtig und aufmerksam. Angespannt sind wir auf das Schlimmste gefasst und so auch gut vorbereitet, schnell zu fliehen oder zu kämpfen. So hat es die Natur vorgesehen. Was aber, wenn Deine Angst sich hundertmal im Alltag meldet und es scheinbar gar keine reale Gefahr da draußen gibt? 

Wenn einkaufen oder Bahnfahren zur Tortur wird, wenn Schulsituationen unerträglich werden oder Prüfungen unüberwindbar erscheinen? Dann verfluchen wir unsere Angst und fangen an, diese Situationen zu meiden. Das aber führt zu starken Einschränkungen und dem Gefühl, dass Du eigentlich nicht mehr frei entscheiden kannst, was Du tun und lassen willst, sondern nur noch die Angst diktiert, was geht und was nicht geht.

Vielleicht klammern wir uns dann an Personen, die uns Sicherheit vermitteln. Das macht uns abhängig von Anderen und ist eine Belastung für eine Freundschaft oder Partnerschaft.

Vermeiden von Situationen, die uns gruseln, bringt langfristig keine Lösung. Es geht darum, einen Weg zu finden, wie Du mit Deiner Angst durchs Leben gehen kannst und vor allen Dingen, wie Du Deine Angst nutzen kannst, um gute Grenzen um Dich herum zu etablierenDenn wer Angst hat, hat in der Regel in der Kindheit erfahren, dass zwischenmenschliche Beziehungen nicht sicher sind und es keinen Schutz vor Verletzung gibt. Deshalb braucht es neue Erfahrungen, die Angst im Körper zu spüren und die Bedürfnisse nach Sicherheit, die unser Körper funkt, ernst zu nehmen. Auch hier brauchen wir in der Regel neue Strategien wie wir einen sicheren emotionalen Raum in einer zwischenmenschlichen Beziehung schaffen können. Wie wir gesunde Grenzen für uns setzen. Wie wir Macht über uns bekommen, so dass unser Gegenüber nicht mehr übermächtig erscheint. Praktisch erleben kannst Du das z.B. beim pferdegestützten Angst-Coaching.

Serientipp: The Master´s Sun

Beziehungsthemen: Angst vor der inneren Gefühlswelt, sich vom Partner abhängig machen

In dieser psychologisch stimmigen und warmherzigen Serie hat die Heldin eine Angststörung, sie sieht Geister von Verstorbenen und findet so keine Ruhe und Sicherheit im Alltag. Als sie entdeckt, dass sie keine Angst hat, wenn sie den Filmhelden berührt, führt das zu einer ungleichen Partnerschaft, in der sie abhängig ist. Die Serie begleitet die beiden Charaktere, wie sie sich ihren jeweilgien Ängsten stellen und wie die Filmheldin lernt, mit ihren Geistern Kaffee zu trinken. So verlieren die Geister ihre Macht über sie und sie kann jetzt  eine gleichwürdige Partnerschaft eingehen, in der sie nicht mehr emotional abhängig ist.

Märchenbild 5: Unglück als Entwicklungsmotor

Ob wir glücklich werden im Leben hängt im wesentlichen von unserer Einstellung zum Unglück ab! Es gibt Schicksalsschläge, für die wir nichts können und dennoch müssen wir damit umgehen lernen, der Tod eines lieben Menschen gehört zum Beispiel zu dieser Kategorie. Und es gibt hausgemachtes, systemisches Unglück, dass ich durch meine eigenen Beziehungsmuster immer wieder unbewusst reproduziere.

Was ist heute an meinem Leben anders als mit 20 oder 30 Jahren? Früher hat mich Unglück im Leben einfach getroffen, mein Leben war oft eine Achterbahnfahrt. Himmelhochjauchzend oder total verzweifelt, ziemlich anstrengend. Das Unglück in meinem Leben hat mich einfach gebeutelt und ich wäre nie auf die Idee gekommen, mir Hilfe zu holen, wenn es mir schlecht geht. Da komme ich schon durch, sagte ich mir und schaffte es auch irgendwie. 

Heute ist das anders. Wenn es mir schlecht geht, hole ich mir Hilfe. Ich lasse mich immer mal wieder beraten, wie ich mit einer bestimmten schwierigen Situation umgehe oder wenn ich das Gefühl habe, etwas ist aussichtslos. Ich untersuche in diesen Beratungen, was in meiner Macht steht zu ändern und womit ich lernen muss zu leben. Aber vor allen Dingen bin ich nicht mehr allein mit meinem Leid und geteiltes Leid ist tatsächlich leichter zu tragen als unausgesprochener Schmerz. Heute nutze ich mein Unglücklichsein als Motor für Veränderungen in meinem Alltag anstatt nur Durchzuhalten oder zu jammern. 

Unglück ist das, was Menschen in Beratungen und Coaching treibt und dafür bin ich dankbar! Wir entdecken zusammen neue Perspektiven und Möglichkeiten, bekommen ein tieferes Verständnis für Beziehungsdynamiken und Naturgesetze des Lebens. Das ist am Ende beglückend, obwohl die Ausgangslage oft traurig war!

Serientpp: Doom at your Service (Unheil zu Ihren Diensten)

Beziehungsthemen: Selbstverantwortung statt Überverantwortung, Trauer verarbeiten, Mut zur Authentizität

In diesem Kunst-Fantasy-Märchen gibt es das Unheil und Gott als Person. Die todkranke Filmheldin entdeckt im Angesichts des Todes, dass es nur einen Ausweg gibt, sie muss lernen, das Unheil in Form eines fremden Mannes zu lieben. Das Unheil „zwingt“ sie ihre Wahrheit nicht mehr zu verdrängen sondern auszusprechen. Auch hier findet sich das Thema „nicht weinen können“ als Traumafolge. Und folgerichtig verändert sich nicht nur das Leben der Filmheldin sondern auch das Unheil selbst transformiert sich. Eine wunderbare leichtfüssige Fantasy-Romanze, die aber durchaus tiefgründige Persönlichkeitsentwicklung zum Thema echt und authentisch leben zeigt.

Weitere Beziehungsdramen, die Heilungswege aufzeigen

Gespaltene Persönlichkeit

Serientipp: Hyde, Jekyll, Me

Beziehungsthemen: Umgang mit Gewalterfahrungen, gespaltene Persönlichkeit

 

Wenn Du anders bist, weil Dir etwas fehlt

Serientpp: Still 17

Beziehungsthemen: Entwicklungsdefizit, Unfall und Behinderung

Soziale Angst überwinden

Serientipp: My holo love

Beziehungsthemen: soziale Angst und Einsamkeit

Seitensprung, Schuld & Scham überwinden

Serie: Upright

Beziehungsthemen: Seitensprung, Schuld & Scham, Familienbande, Selbst-Verantwortung übernehmen

Die australische Serie Upright erzählt mit viel Humor und Menschlichkeit die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zweier Außenseiter, die durch Zufall mitten in der Wüste aufeinandertreffen und gemeinsamen auf einen turbulenten Roadtrip gehen.

Hier wird ohne Klischees mit allen möglichen Vorurteilen aufgeräumt und der Roadtrip zur Reise zum wahren Selbst. Die Geschichte beeindruckt mit der Auflösung einer verwickelten traumatischen Familiengeschichte. Realistisch wie im echten Leben wird hier gezeigt, wie schnell das Miteinander im Leben „unmöglich“ werden kann und wie dennoch am Ende sogar eine wunderbare Lösung gelingen kann, wenn alle sich Schuld, Schmerz und Verantwortung stellen.

Workshops für Beziehungskompetenz auf dem Mirabellenhof

Wenn Du mehr Liebe & Leichtigkeit in Deinen Beziehungen erleben willst, dann kannst Du hier Dein Handwerkszeug dazu erweitern: Unsere pferdegestützten Workshops bieten Dir in kleiner Gruppe und geschütztem Rahmen die Erforschung und Erweiterung Deiner individuellen Beziehungsmuster. 

Auch unser „Energieportal“ ist oft noch halb geschlossen, wir bremsen uns selbst aus, denn unsere wahre Größe macht uns anfangs oft Angst. In den pferdegestützten Workshops kannst Du in einem geschützten, sicheren Setting körperlich erleben, wie es sich für Dich anfühlt, wenn Du ganz DA bist und Deine volle Kraft nutzt. Wie Du für Deine Grenzen sorgst, klar bist in Konflikten und gerade dadurch echte Friedlichkeit ausstrahlst.

Beratungen und Workshops für Beziehungskompetenz helfen Dir privat wie beruflich Beziehungen aktiv auf Augenhöhe zu gestalten. Erfahre, welchen Unterschied es für Deine privaten wie beruflichen Beziehungen macht, wenn Du Dich grenzsicher, selbst-verantwortlich und authentisch verhältst. 

Live auf dem Mirabellenhof

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