Konflikte im Team – Wann ist Zusammenarbeit nicht mehr sinnvoll?

In meiner Arbeit mit engagierten Kita- und Schulteams hat sich immer wieder herausgestellt, dass jenseits aller persönlichen Ab- und Zuneigungen es ein paar ganz grosse Stolpersteine gibt, die zu hohem Energieverlust, ständige Reibereien, ungelösten Konflikten und mangelnder Effizienz im Team führen.

Im pädagogischen Alltag hat die Erfahrung gezeigt, dass Pädagogen auf drei Ebenen Kompetenzen mitbringen müssen, damit ihnen ihr Beruf gelingt:

    1. fachliche Kompetenz (Wissen, Vermittlungswissen)
    2. eine bewusste pädagogische Haltung (will ich Erziehung oder Beziehung?, müssen Kinder zum Lernen gezwungen werden oder lernen sie intrinsisch?, brauchen Kinder Führung oder Selbstbestimmung?, braucht es Lob/Strafe oder Anerkennung? usw.)
    3. Beziehungskompetenz
      da Arbeit im Team und Lernen immer in zwischenmenschlichen Beziehungen stattfindet, entscheidet diese Kompetenz darüber, ob ich diese Beziehungen bewusst gestalten kann

Leider scheint es im Alltag oft so zu sein, dass eine rein fachliche Kompetenz der PädagogInnen ausreichend scheint. Nur dies ist Einstellungsvoraussetzung seitens des Schulamtes. Bis vor kurzem schien die pädagogische Haltung Privatsache zu sein und die Beziehungskompetenz ein Talent, dass einem zufällig gegeben wurde oder nicht.

Diese Einschätzung ändert sich langsam. Und ich kann allen pädagogischen Einrichtungen nur empfehlen, bei Einstellungsgesprächen auf alle drei Ebenen der Fachlichkeit gleichermaßen zu achten.

Es gibt Teams, in denen pragmatisch nebeneinanderher gearbeitet wird, aber eine echte Teamarbeit, in der Menschen cokreativ Neues entstehen lassen können und sich selbst in Wachstumsprozesse begeben – das ist nur möglich, wenn im Team die Menschen auf allen drei Ebenen der Fachlichkeit zusammenpassen.

Cokreativität & Selbstorganisation braucht ein Passung im Team auf allen 3 Ebenen der Fachlichkeit.

Damit müssen wir anerkennen, dass es bei jedem Einzelnen bestimmter persönlicher Voraussetzungen bedarf, damit aus einem Gegeneinander ein Miteinander im Team und mit den Kindern wird.

Niemand ist perfekt und auch ErzieherInnen und LehrerInnen sind nur Menschen, dennoch braucht es im pädagogischen Alltag berufliche Kompetenzen, die unabdingbar sind. Genau wie Arzt über medizinisches Wissen verfügen MUSS und dies nicht eine Frage des persönlichen Geschmacks sein darf.

Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht

Gilt diese Weisheit auch für moderne Teams? Dürfen Teams sich abgrenzen, klar sein und sagen: „Du bist ein wunderbarer Mensch, vielleicht sogar fachlich sehr kompetent, aber zur Zeit hast Du diese und diese Beziehungs-Kompetenz nicht und deshalb können und wollen wir nicht mir Dir zusammenarbeiten.“? Meine Standpunkt dazu ist JA. Dies braucht eine Einrichtung um klar zu sein und sinnorientiert zusammenarbeiten zu können.

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Unter der pädagogischer Haltung (Beziehung statt Erziehung) verstehe ich:

  • Die für die Organisation gültigen Werte. Nach meiner Empfehlung wären es  die vier Werte nach Jesper Juul: Integrität, Selbstverantwortung, Authentizität und Gleichwürdigkeit, diese Werte müssen wichtiger im Alltagshandeln sein als gutes Benehmen, Harmonie, Nettigkeit,  Ansehen, Strategie u.v.m.
  • Der Glaube, dass es persönliche Grenzen gibt und diese sinnvoll sind
  • Die Einstellung, das Kinder Führung auf Augenhöhe von Erwachsenen mit persönlichen Grenzen brauchen statt grenzenloser Freiheit
  • Die Einstellung, das ich als Erzieher/Lehrer auch nur Lernender bin, besonders in Bezug auf Selbstverantwortung und den Umgang mit meinen persönlichen Grenzen

 

Unter fachpersönlichen Beziehungskompetenzen verstehe ich:

  • Umgang mit Überforderung
    die Fähigkeit zu erkennen, wann ich überfordert bin = existenziell ängstlich/hilflos werde und innerlich aussteige und die Fähigkeit dazu wenigstens eine Meldung im Team zu machen/Rückmeldung von anderen dazu anzunehmen (denn Angst ist kein guter Handlungsgrund in einer Vertrauenskultur, aber das Reden über meine Angst kann ein
    wunderbarer Motor für Begegnung, Prozesse und Veränderungen sein)
  • Umgang mit Konflikten
    • Die Einstellung, das Konflikte zwar Angst machen, aber das ich meinen Mut zusammennehmen kann und aktiv in Konfliktlöseprozesse gehen kann. Dazu braucht es
      • die Fähigkeit jedes einzelnen, Verhalten und Person innerlich zu trennen und sein Verhalten verhandelbar zu machen.
      • den Mut, persönlich und konkret meine Perspektive zu schildern, Aussagen über mich zu machen und auch noch neugierig zu sein auf die Perspektive des Anderen (nicht entrüstet und empört, wie der andere so sein kann).
    • Es braucht unbedingte Ergebnisoffenheit für einen Dialog, keine Vorwegnahme der Lösung/Entscheidung.
      Bewertung und Interpretation von meiner Wahrnehmung zu trennen und zu mir zunehmen
      • den Mut, sich vom Richtig/Falsch-Denken und Moral zu lösen und nach innerer Stimmigkeit (Authentizität) zu suchen und diese auszudrücken – was immer für ein Gefühl/Gedanke da ist, ist subjektiv richtig und darf ausgesprochen werden! Dies bringt emotionale Wahrheit und Transparenz in Gruppen, es darf auch das Unmögliche (über mich selbst! – in persönlicher Sprache ) gesagt werden.
      Abschied vom Nett-Sein, sondern Liebe zu den vier Werten Jepser Juuls (Integrität, Selbstverantwortung, Authentizität und Gleichwürdigkeit)
      und die Erfahrung, dass diese Werte die Basis eines tiefen Miteinanders sind und Menschen zueinander, nicht auseinander bringen
      • den Mut, dass ich nicht von allen gemocht werden werden muss
      • den Mut, Fehler zu machen und dazu hinterher zu stehen
      • den Mut, sich nicht zu verbiegen, auch wenn man die/der Einzige ist, der…
      Präsenz in der Gruppe zeigen
      Den Mut, unbedingt präsent zu sein, Resonanz/Anerkennung zu geben und den Raum zu halten, was auch immer in der Gruppe passiert (jeder, der sich innerlich verabschiedet geht aus seiner persönlichen Verantwortung und wird Mit-Täter durch Nichts-Tun) – wenn dies nicht möglich ist, dann hat jeder einzelne die persönliche Verantwortung zu melden, dass er überfordert ist und Hilfe braucht
      Erfahrung mit Vertrauenskultur
      Vertrauenskultur braucht ein Mindestmaß an positiven Grunderfahrungen in andere Menschen / in persönliche Prozesse und Gruppenprozesse. Wer das nicht mitbringt, ist im Opfer/Tätermodus gefangen. Dann braucht es das Wissen/die Empathie der Anderen, dass zu grosse existenzielle Angst vor Ablehnung/Vernichtung in Beziehungen einen echten Kontakt, Begegnung und Dialog verhindert. Für diese Menschen muss zuerst emotionale Sicherheit hergestellt werden bevor eine Zusammenarbeit mit Dialog und offenen Konflikten überhaupt möglich ist.

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Es gibt Menschen, die diese Punkte nicht unterschreiben würden oder zwar unterschreiben, aber durch ihre tatsächlichen Handlungen alltäglich konterkarieren. Wir brauchen alle diese Fähigkeiten nicht perfekt zu können – aber wir brauchen die Einstellung, dass ich genau das lernen will – nicht theoretisch, sondern genau beim nächsten Konflikt. Ohne diesen Wunsch, mich dahin zu entwickeln hat Zusammenarbeit in einem Team keinen echten Sinn.

Ich kenne viele Menschen, die aus nachvollziehbaren Gründen zur Zeit nicht in der Lage sind, Konflikte aktiv anzugehen oder wahrzunehmen, wann ihr Nervensystem in den Panikmodus kommt. Oder das Menschenbild der handelnden Personen weicht zu weit voneinander ab und dieser tieferliegende Konflikt wird nicht transparent geklärt. Damit sind jenseits von Sympathie, Antipathie und persönlichem Stil berufliche Probleme in der Teamarbeit und in der Arbeit mit Menschen vorprogrammiert.

Wenn es uns nicht gelingt, diese Menschen einzuladen, sich auf den Weg zu machen diese Kompetenzen & Werte erwerben zu wollen (und das reicht schon), dann ist es fair und besser für alle Beteiligten nach dem Versuch darüber ausreichend in Dialog zu gehen, zu sagen: Eine Zusammenarbeit ist unter den gegebenen Bedingungen nicht sinnvoll und wir trennen uns im Guten.

 

Beziehungskompetenz mit Deinem Hund lernen

Letztes Jahr bin ich noch extra bis nach Hessen gefahren, um an einem solchen ungewöhnlichem Hundeseminar teilzunehmen… jetzt präsentiere ich stolz das erste MENSCH WIE HUND Seminar (inspiriert durch Maja Nowak) in Biesenthal, nur 35 km nördlich von Berlin!

„Wie findest Du zurück zu Deinen Potenzialen und damit zu Deiner Echtheit? Und wie kann Dein Hund Dich dabei unterstützen und Du daraufhin auch Deinen Hund? …. Eine respektvolle Beziehung und Kommunikation auf Augenhöhe sind das Ziel dieser Seminare. Ein Beziehungsfundament, auf dem eine wertschätzende und achtsame Verbindung wachsen kann. “
Simona Cappai, Verbund der Unabhängigen Wegbereiter Mensch wie Hund im Team von Maja Nowak

Hier kannst Du Videos von Maja Nowak und ihrem Ansatz sehen: www.youtube.com/user/DogInstitutBerlin/

Mehr Information & Anmeldung hierlang

Weitersagen und Interesse bekunden: www.facebook.com/events/535261710662279

Rückmeldekultur statt Beschwerdemanagement

Eltern-Team-Themenabend

„Rückmeldekultur statt Beschwerdemanagement“

Wenn für uns im Alltag der Schule die vier Werte für das Miteinander (von Jesper Juul und Helle Jensen) handlungsleitend sind, dann erscheint uns ein „Beschwerdemanagement“ nicht mehr der richtige Weg auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren.

Aber wie kann es dann gelingen, dass SchülerInnen, PädagogInnen und Eltern gut im Kontakt und Austausch sind? Wie können wir unsere verschiedenen Ansichten und Bewertungen miteinander thematisieren ohne eine hierarchische Instanz, die das „von oben“ regelt oder maßregelt? An wen wenden sich Eltern, wenn sie Not haben und die MentorIn des Kindes nicht als die geeignete AnsprechpartnerIn erscheint? Wie kann die Organisation sicher stellen, dass Rückmeldungen nicht folgenlos sind oder im Sande verlaufen? Und welche Kompetenzen brauchen PädagogInnen und Eltern, um den Mut zu authentischen Rückmeldungen aufzubringen?

Ein Eltern-Team-Themenabend für engagierte Kitas & Schulen, die gemeinsam auf Augenhöhe arbeiten wollen. Termine Di und Do Abends nach Absprache buchbar bei Katrin Paul unter buero@mirabellenhof.de.

Elternabend „Wieviel Wahrheit braucht mein Kind?“

Von kleinen Lügen, großen Lasten und dem Mut zur Aufrichtigkeit in der Familie. Viele Eltern sind unsicher, welche Wahrheiten sie ihren Kindern z.B. im Fall von Trennungen oder Schicksalschlägen mitteilen sollen. Viele kleine Lügen schleichen sich manchmal unbemerkt in den Alltag ein. Ist dies zum Schutz oder Schaden von Kindern? Was brauchen Kinder, um sich zu entwickeln? Welche Rolle spielt die Aufrichtigkeit, also die Authentizität der Eltern, für die kognitive Entwicklung ihres Kindes? Und wie können Eltern schmerzhafte Wahrheiten kindgerecht kommunizieren?

Buchtipp:

Abschied von Zeugnis und Bewertung in der Schule

Während andere Schulen im Zeugnisfieber sind und damit Kinder ungleichwürdig von oben nach unten bewerten, geht die Naturschule Barnim neue Wege des Lernens auf Augenhöhe und in Gemeinschaft.

Deswegen gibt es dort zwei Wochen lang die – glauben wir – im Format noch einmaligen Jahresabschlussgepräche für alle Schüler*innen und Lernbegleiter*innen! Inspiriert von Jesper Juuls Grundgedanken haben wir ein Feedback-Verfahren mit jeweils 3 einfachen Fragen (siehe Foto unten) entwickelt, das wertschätzend von Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen angewandt werden kann. In einem würdigen Rahmen, vor der ganzen Gemeinschaft, schätzt sich jeder selbst ein und hört, wie er von anderen wahrgenommen wird. Hierbei gibt es keine Kritik – die halten wir für gesundheitsschädlich – aber sehr wohl schöne wie unbequeme Sichtweisen, in persönlicher Sprache formuliert.


Es erfordert Mut, es ist aufregend und es ist eine einmalige gemeinschaftliche Erfahrung von selbstorganisierten Lern- und Lebenswegen.
Voraussetzung dafür ist die Ausbildung aller Lernbegleiter*innen in „persönlicher Sprache nach den vier Werten Jesper Juuls (integer, authentisch, verantwortlich und gleichwürdig)“ und ein hohes Maß an emotionaler Sicherheit, die die Erwachsenen für die ganze Gemeinschaft hersstellen können müssen – wir möchten ausdrücklich davor warnen, diese Grundidee „einfach so“ in anderen Kontexten anzuwenden! Es ist unsere Erfahrung, dass die Fähigkeit Selbst- und Fremdwahrnehmung vereinbaren zu können das Lernen & Leben sehr bereichert. Die Gespräche sind so verschieden wie die Menschen, aber alle gehen aufrechter, um ein ein „paar Zentimeter gewachsen“ aus diesen Gesprächen.

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Wer sich für die Ausbildung der Lernbegleiter*innen interessiert, dem empfehlen wir die Weiterbildung am Deutsch-Dänischen Insitut für Familienberatung in Berlin oder Teamfortbildungen von beziehungskompetent.de

 

Elternabend: integer handeln in Familie, Kita & Schule

Durch den gesellschaftlichen Wandel ist der Umgang mit unseren Grenzen in zwischenmenschlichen Beziehungen einer der Bereiche, die sich in den letzten Jahrzehnten am stärksten verändert haben. Durch den Abschied von Gehorsam und Anpassung brauchen wir eine neue Orientierung im Zusammenleben. Kinder wachsen heute immer angstfreier auf – das ist wunderbar. Und zeitgleich fällt auf, dass es immer mehr Kindern schwer fällt, andere Menschen respektvoll zu behandeln und sowohl auf die eigenen als auch auf die Grenzen anderer Acht zu geben. Es scheint so, dass die Angst weggefallen ist, aber etwas Neues noch nicht wirklich angekommen ist: Die Wahrnehmung der persönlichen Grenzen als Grundlage für Respekt und ein gutes Miteinander auf Augenhöhe ist bei Erwachsenen wie bei Kindern nur rudimentär entwickelt. Uns allen fehlen Vorbilder, wie man ohne Autoritätskultur respektvoll miteinander umgeht. Viele Eltern und PädagogInnen waren früher viel zu streng, heute sind viele viel zu nett. Wie können wir also neue Wege für ein tragfähiges Miteinander und liebevolle Führung unserer Kinder finden?
Ein Elternabend zum Thema „Integer handeln in Familie, Kita & Schule“ kann Eltern neue Wege aufzeigen, inspirieren und ermutigen.


Elternabend:

Mein Raum, meine Grenzen, meine Unversehrtheit
Integrität als wichtigster Wert für ein neues Miteinander in Familie & Kita/Schule

Früher gab es klare Rollenverteilungen und unantastbare Autoritäten, die das Zusammenleben der Menschen bestimmt haben und die das Recht hatten, andere zu definieren und über deren Grenzen zu bestimmen. Vieles war dadurch einfacher und klarer als heute – aber der Preis dafür war Angst, Druck, Machtkampf und Anpassung.
Heute wollen wir uns respektvoll auf Augenhöhe in unseren Familien begegnen und ohne Angst und Druck in Kita/Schule zusammenarbeiten – aber wir sind gesellschaftlich unerfahren, wie das wirklich geht. Der bekannte dänische Familientherapeut Jesper Juul hat uns vier Werte an die Hand gegeben, die uns ein neues Zusammenleben ermöglichen. An diesem Abend soll es um den Wert der Integrität zwischen Menschen gehen. Was bedeutet es, in Beziehungen integer zu handeln? Was bedeutet es persönliche Grenzen zu haben und wie finde ich meine? Wie kann ich liebevolle Führung von Kindern übernehmen, ohne deren Integrität zu beschädigen – aber auch ohne, dass ich mich anpasse oder beliebig werde…. Wie kann ich streitende Kinder ermutigen Lösungen zu finden? Und ist gewaltfrei immer richtig? Ein inspirierender Abend rund um das Thema Integrität in Beziehungen.

Spiel trifft Arbeit

Warum wir eine Team-Fortbildung entwickelt haben, in der ganz viel gespielt wird?
Welche Kompetenzen üben wir durch Spielen?
Warum brauchen wir in einer neuen Beziehungskultur auf Vertrauensbasis die Fähigkeit Teamprozesse spüren und gestalten zu können?

Offensichtlich sind wir nicht die Einzigen, die die Zusammenhänge sehen – das freut uns!
Im März gibt es den Schnupper Workshop https://www.facebook.com/events/1088549661306012/

und diese Veranstaltung ist bestimmt auch inspirierend:

https://www.unternehmensdemokraten.de/spielt-ihr-narren-nkna19-was-hat-neue-arbeit-mit-spiel-zu-tun/?fbclid=IwAR2HYB04NCj-0sDRMQdomzn_EzGXHNk0kGAPBANQ_cFT-ogScPdVeQ_nSd0

Rückenstärkung für Fachkräfte

Es kursiert gerade unter LehrerInnen immer noch der Aberglauben, dass Supervision nur etwas für Versager ist… aber das Gegenteil ist der Fall. Professionalität erwerben Fachkräfte erst durch Reflektion ihrer Praxiserfahrungen in Einzel- und Teamsupervision – da gibt es keine Abkürzung!

Regelmäßige Supervisionen sollten in allen sozialen Einrichtungen (Kita, Schule usw.) ein MUSS sein – und zwar unabhängig von der aktuellen Problemlage!

Jedes Team sollte mindestens alle zwei Monate Teamsupervision erhalten, damit es bestmöglich und professionell arbeiten kann.

Es wäre wünschenswert, wenn sich alle PädagogInnen ein bis zwei Mal im Schuljahr eine Einzelsupervision gönnen – als Rücksenstärkung für einen sehr verantwortungsvollen Job.

Und es gibt die Möglichkeit, kollegiale Beratung zu etablieren. So kann man, nach einer Einführungszeit, auch ohne teuren Supervisor seinen pädagogischen Alltag reflektieren und verbessern.

Warum Beziehungskompetenz?

Die Menschheit ist nicht auf allen Gebieten gleich weit entwickelt und fortgeschritten. Während unsere Technik ein hohes Niveau hat, sind die meisten Menschen quasi Analphabeten in Sachen zwischenmenschliche Beziehungen!

Es fehlt gesamtgesellschaftlich an Wissen und Erfahrung, wie Beziehungen funktionieren, wie man eigene Beziehungsmuster erkennt und wie wir diese gestalten können. Deswegen gibt es auf dem Mirabellenhof immer wieder Seminare und Fortbildungen von beziehungskompetent.de, wo Du Beziehungskompetenz erwerben kannst.

Die Workshops von Katrin Paul, beziehungskompetent.de sind fast alle praktisch orientiert – sie ermöglichen Begegnungen und Dialoge im Hier und Jetzt. Ich arbeite sehr gern mit internationalen ReferentInnen zusammen, z.B. Angela Haverson Bogo aus Norwegen und Claire Neger aus Dänemark, aber auch mit ReferentInnen aus dem Barnim, wie Nancy Franke vom Sonnenhof in Werneuchen. Sie alle vereint, dass sie auf hohem Niveau Präsenz, Authentizität und persönliche Verantwortung in Dein Leben bringen.

Die Workshops bieten einen geschützten Raum, muten leicht an, es wird ganz bestimmt viel und herzhaft gelacht und berühren doch alle menschlichen Tiefen und Höhen, so dass die Stunden sehr erfüllend und nachhaltig stärkend wirken.

Für PädagogInnen und TherapeutInnen: Unsere Persönlichkeit und unsere Fähigkeit Beziehungen zu gestalten sind die absolute Schlüsselqualifikation für alle Berufe im sozialen Bereich!

Wenn Du mehr über theoretische Hintergründe erfahren willst, warum ein stabile Beziehung zu Dir selbst entscheidend über Deinen kleinen Frieden aber auch den Weltfrieden ist, kannst Du hier Thomas Hübl sehen (in englischer Sprache, leider ohne Untertitel).

Beratung/Supervision

Persönliche Beratung/
Einzelsupervision für Fachkräfte im sozialen Bereich

Du kannst jeden Tag einen Schritt in eine neue Richtung wagen und Dir Rückenstärkung bei Deinen privaten oder beruflichen Herausforderungen holen!

Jedes Thema, das Du mitbringst, ist willkommen.

Wenn Du mit der klaren und unmittelbaren Rückmeldung von Pferden arbeiten willst, dann biete ich Dir als Erweiterung zur Beratung pferdegestütztes Coaching bei uns auf dem Hof an.  Diese Termine liegen zumindest im Winterhalbjahr vormittags oder am frühen Nachmittag.

 

Vereinbare einen Termin:

  • für eine Online-Beratung mit Skype
  • für eine persönliche Beratung auf dem Mirabellenhof

Kosten:

  • 75,00 Euro pro Stunde für Privatpersonen
  • 95,00 Euro für Leitungscoaching
  • 135,00 Euro pro Stunde für ein pferdegestütztes Coaching
  • eine steuerlich absetzbare Rechnung über Fallsupervision kann ich ggf. ausstellen

 

Ich freue mich auf Dich, Deine Perspektiven und Erfahrungen und auf einen gleichwürdigen Austausch!

Lass Dich ermutigen: Vereinbare ein Termin unter 0172/27 77 262 oder buero(at)mirabellenhof.de!

Neue Bildung fängt im Lehrer-Team an

Es braucht keine neue Bildungsreform, die noch mehr von den LehrerInnen verlangt und nichts wirklich am System ändert – es braucht eine grundsätzlich neue Idee von Bildung und wie wir bilden! Richard David Precht bringt es in seinen Vorträgen immer wieder auf den Punkt und ich kann mich dieser Sicht nur anschließen.

Aber im derzeitigen System sind LehrerInnen die Hände gebunden. Sie sind gefangen zwischen Lehrplanvorgaben, Kontrolle von oben und Ansprüchen der Eltern – wie sollen diese LehrerInnen ihren SchülerInnen Autonomie, Empathie und Kreativität lehren, was ja nur durch vorleben geht? Aber genau das sind die wichtigsten Schlüsselqualifikation in der automatisierten, globalen, sich rasant verändernden Gesellschaft von morgen.

Bildung für Autonomie und Selbstverantwortung bei den SchülerInnen braucht beziehungskompetente Lehrer-Teams, die selbst dies vorleben!

Ich selbst begleite Freie Schulen, die neue Schritte dahingehend wagen, Bildung neu zu denken und im Rahmen von Schule umzusetzen. Das ist nicht einfach, denn uns alle hat das alte Bildungssystem geprägt und es braucht ein radikales Umdenken – aber auch einen radikal neuen Fokus. Diesen habe ich hier mal bildlich vorgestellt:

Wenn LehrerInnen in Teams zusammenarbeiten und zuallererst bei sich selbst versuchen, Leidenschaft zu entwickeln, Autonomie und persönliche Verantwortung zu leben, Gleichwürdigkeit im Team zu üben usw. dann würden die Schulen sich langsam und organisch von selbst verändern.

Haupt

Zum Artikel von Precht geht es hierlang.

Das Haus ist Programm

20170424_171013 (2)In dem von uns seit 3 Jahren sanierten altem Denkmal – dem Mirabellenhof in Biesenthal – ist nun Platz für Seminare, Teamsupervisionen und Workshops. Der Saal ist eröffnet und die Besonderheiten von Alt & Neu in dem Haus von 1756 laden ein, auch bei sich selbst zu schauen, was bewahrt werden soll und was erneuert werden muss. Das Haus ist also Programm…

 

 

http://mirabellenhof.de/index.php/teamsupervision-fortbildungen/

Das System verändern fängt bei mir selbst an

In vier Wochen startet die Weiterbildung „Neue Erziehungskultur leben – Verantwortung statt Gehorsam“. Eine Weiterbildung ohne  Fachvorträge und Hausarbeiten – sondern ein einjähriges, warmherziges, tragfähiges Coachingnetz für Deinen beruflichen und persönlichen Alltag.

Hier kannst Du persönliches Wachstum und Potenzialentfaltung ganz konkret an Dir selbst erleben, Hindernisse erkennen und neue Wege der Veränderung erfahren – das bieten die 6 Wochenenden mit je 2 Trainerinnen vom Deutsch-Dänischen Institut für Familientherapie und Beratung. Hier werden die Ideen großer Familientherapeuten wie Walther Kempler und Jesper Juul lebendig erfahrbar. Sozusagen Nachhilfe in Beziehungskompetenz, das Ausbildungsfach das bis heute kaum eine Rolle in pädagogischen und therapeutischen Berufen spielt und dennoch das Fundament gelingender Begegnungen im Berufsalltag ist.

Wie verändert man ein pädagogisches Denk- und Fühlsystem, dass äußerlich ganz modern daher kommt, aber innerlich noch auf vielen Grundsätzen aus dem 19. Jahrhundert basiert? Ja, es gibt keine Prügelstrafe mehr – aber das Anschreien von Kindern ist noch ganz normal vielen Schulen. Die pädagogischen Mittel sind subtiler und scheinbar freundlicher geworden – aber Lob und Strafe bleiben Formen von Manipulation, das ist den wenigsten Fachkräften und Eltern wirklich bewusst. Die neuen und jungen Werte von Integrität, Authentizität, Verantwortung und Gleichwürdigkeit sind gewünscht – aber nur wenige Menschen können sie umsetzen. Es wird Autorität mit Härte verwechselt oder Führungskompetenz abgelehnt, weil man nicht übergriffig sein möchte. So bleibt es bei Lippenbekenntnissen!

Einig sind sich die meisten, das sich noch was ändern muss – dass wir nur in wenigen Gemeinschaftseinrichtungen wirklich erleben, dass jedes Kind in seinem Sosein willkommen und respektiert ist. Dass wir kaum ahnen, welche Energien freigesetzt werden könnten, wenn wir nicht ständig mit Kontrolle und Regeldiskussionen beschäftigt wären. Welche Qualität sich in unseren Familien oder in Einrichtungen im Miteinander einstellen könnte. Kinder spüren diese neue Qualität des Miteinanders sofort und drücken die Entwicklung ihrer Eltern dann z.B. so aus:

„… In den letzten drei Jahren habe ich gelernt, „Ich will“ und „Ich will nicht“ zu sagen. „Ja“, wenn ich ja meine, und „Nein“, wenn ich nein meine. Doch, was so einfach klingt, ist in der Umsetzung ein langer Prozess. Denn die in meiner Herkunftsfamilie angeeigneten Muster bahnen sich immer wieder ihren Weg. Das bestätigt jeder Neurologe. Das ist biologisch. Aber abbaubar.

So überraschte mich unsere Tochter in diesem Sommer mit folgender Frage: „Kann Jesper Juul nicht auch die Leute in Korea beraten? Bei uns zu Hause hat es ja auch geklappt.“*

Das System ändert sich, wenn Du Dich änderst!
Investiere in Deine persönliche Entwicklung und Du wirst staunen, was möglich ist!

Beziehungskompetenz lautet das Zauberwort. Aber was ist das ganz genau?

Beziehungskompetenz – es geht um dich und mich und unsere Beziehung
Wenn es gut läuft, wenn ich mit sozial kompetenten Kindern zusammen bin, deren Integrität intakt ist, dann ist es leicht, beziehungskompetent zu sein. Dann geht es wie von selbst. Aber was passiert, wenn Philipp Sara haut?

In meinem Arbeitsalltag will ich gern ein gesundes und harmonisches pädagogisches Klima schaffen, wo die Kinder und ich uns wohl fühlen und „gedeihen“ können, wo ich das vermitteln kann, was ich gerne will. Aber was muss ich tun, wenn es Probleme gibt? Oder besser:

 Was passiert mit mir, wenn Phillip Sara schlägt?

 Was passiert mit mir, wenn ich nicht das tun kann, was ich gern tun will?

In solchen Situationen werde ich vielleicht wütend, bin irritiert, fühle mich machtlos, bin nervös, habe Zweifel, fühle mich unsicher, unterlegen oder ich fühle mich inkompetent. Ich habe Gefühle, die ich eventuell nicht mag oder auf die ich nicht wirklich stolz bin.

Oder vielleicht kenne ich mich gar nicht so gut aus mit meinen Gefühlen, bin gar nicht in der Lage, genau zu sagen, was ich fühle, sondern spüre tatsächlich nur ein deutliches Unbehagen. Aber auch diese Gefühle, die ich nicht wahrnehmen kann, verschwinden nicht einfach. Sie bleiben vielmehr im übertragenen Sinne heimatlos. Das hat zur Folge, dass sie sich bei den Kindern „platzieren“. Dann sind die Kinder allein damit. Und das ist ein Problem.

Wenn ich mich aber gut kenne und in der Lage bin, meine Gefühle zu identifizieren und zu benennen in einer solchen Situation, wenn Philipp Sara schlägt, dann weiß ich, dass das Auswirkungen hat auf mich und auf die Beziehung zu den Kindern. Es beeinflusst meine Stimmung und steht im Weg für einen guten Kontakt. Und das ist mein Anteil an diesem Problem.

Beziehungskompetenz heißt, seine Gefühle gut zu kennen. Es geht also auch darum, sich selbst gut zu kennen, sowohl die besten, als auch die weniger guten Eigenschaften. Die besten sind die, auf die wir stolz sind und die wir in unseren Lebenslauf schreiben. Aber was ist mit dem Zorn, den Irritationen oder der Machtlosigkeit usw.? Sind das die Gefühle, die wir eigentlich nicht haben dürfen oder die wir einfach beiseitelegen und möglichst ignorieren und verdrängen sollten? Oder sollten wir uns mit ihnen anfreunden und sie besser kennenlernen? Das ist in jedem Fall das, was ich empfehlen würde.

Wenn wir unsere Gefühle registrieren und anerkennen:
– laden wir Fehler und Verantwortung nicht auf die Kinder, was die Beziehung zu ihnen verändert.
– verändern sich die Gefühle und es gibt oft eine Erleichterung.
– bekommen wir eine nuancierte Sicht auf uns selbst und dies ist eine Voraussetzung für mehr und ebenfalls nuancierte Empathie.
– schaffen wir ein gutes Gegenmittel gegen Stress
– stärken wir unser Selbstgefühl und unsere Integrität
– bekommen wir Energie in dem Sinne, dass die Gefühle für uns anstatt gegen uns arbeiten.

Beziehungskompetenz heißt, sich selbst und andere zu sehen. Man kann sagen, wenn ich mich selbst sehen kann, habe ich bessere Voraussetzungen, um auch Sara und Philipp zu sehen. Und auf diese Weise kann ich ihnen helfen, ihre Selbsteinsicht und Beziehungskompetenz zu fördern, die notwendig ist, damit sie einen Weg finden, der ok ist für sie selbst und andere.

Manche können das einfach so. Sie haben offensichtlich ein angeborenes Talent. Aber die meisten von uns brauchen etwas Zeit, um dies zu lernen, oder besser, das zu trainieren. Denn Beziehungskompetenz ist nicht etwas, was man sich anlesen kann. Aber in der Regel kann man es lernen. Das ist meine Erfahrung!**

Es sind noch einige Plätze in dieser einmaligen Weiterbildung in Deutschland frei! Startwochenende ist 24. – 26.3.2017!
Hier geht es zu den Details der Weiterbildung.

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* FAZ-Artikel: Meine Erziehung zum Elternsein – http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bei-jesper-juul-meine-erziehung-zum-elternsein-12727704-p5.html?printPagedArticle=true#pageIndex_5

** (Kurt Rasmussen, 01.09.2015)

Spring ins Leben – oder bleib in Deiner Komfortzone!

Warum sind andere erfolgreich? Warum gelingt manchen alles leicht und andere mühen sich Ihr Leben lang? Warum kann Erfolg irgendwann ein Selbstläufer werden? Ist Erfolg nur gewinnorientierten Menschen vorbehalten und in sozialen Berufen oder mit Deiner Idee nicht möglich?

Ich kann diese Erfahrung, dass Du irgendwann den großen Schritt wagen musst, voll und ganz teilen und andere nur ermutigen, sich gute Sprung-Coaches zu suchen. Denn ich persönlich hätte den Sprung in mein echtes, authentisches Leben nicht ohne sehr viel Ermutigung und Stütze von meinen „MeisterInnen“  geschafft. Ich wäre verzagt am Rande stehen geblieben! Was hätte ich verpasst!

Wenn Du den Sprung wagen willst, aber Dir die Knie noch zu sehr schlottern – Beratung kann Dein Leben ändern! Hole Dir Hilfe beim Sortieren, was wichtig und unwichtig in Deinem Leben ist, welche Entscheidungen Dir Angst machen, welche Ängste Dich ausbremsen und wie Du Dein Potential in die Welt bringen kannst. Statt auf dein Leben zu verzichten kannst Du Dir Unterstützung holen, Dein Leben zu gestalten! Dies ist der erste Schritt an der Klippe und die Vorbereitung zum Sprung in erfülltes Leben.

Und wenn Du spielerisch springen willst – jeden Moment als Sprung ins volle Leben begreifst – im Workshop authentic play kannst Du gefahrlos ein Wochenende Springen üben – aber es könnte den Rest Deines Lebens nachhaltig verändern…

Dem Druck der Eltern folgen? Warum PädagogInnen ihre Fachkompetenz verlieren, wenn sie sich dem gesellschaftlichen Druck beugen

Ein hervorragender Artikel über Eltern, die nur das Beste wollen für ihre Kinder und am Ende genau dadurch Schaden anrichten! Eltern sind wie sie sind…aber warum spielen PädagogInnen das kranke Spiel mit? Warum ist der Elterndruck so mächtig und die fachliche Kompetenz von ErzieherInnen und LehrerInnen so leise in den eigenen vier Wänden der Institution? Ja, es wäre natürlich bequem, wenn sich Eltern entspannen könnten, ABER es ist genauso zielführend, wenn Fachkräfte sich selbst und die Angst der Eltern warmherzig ernster nehmen können. Dazu braucht es Stärkung der Beziehungskompetenz der Fachkräfte, damit sie integer und authentisch diesen „Druck-Eltern“ begegnen können!

 

https://www.welt.de/vermischtes/article152811110/Wenn-die-Foerderwut-der-Eltern-die-Kinder-krank-macht.html

 

Die Teenagerfamilie

Hier empfehle ich den Themenabend meiner Kollegin Corinna Simpson:

 

Pubertät ist keine Rebellion, sondern ein notwendiger Lebensabschnitt der Jugendlichen, um die Werte, die sie von uns Eltern 12 – bis 13 Jahre vermittelt bekamen, zu überprüfen und in das eigene Leben einzubinden oder rauszuwerfen.

Es ist eine natürliche und notwendige Entwicklung, die ein Kind durchlaufen muss, um erwachsen zu werden. Es kann gelingen diese 4 -6 Jahre nicht irgendwie zu „überleben“, sondern als fruchtbaren, konstruktiven Teil des Lebens aller Familienmitglieder und der Entwicklung der Familie als Einheit zu gestalten.

Am Montag, den 12.09. findet in der RumBa von 19.00 bis ca 21.30 Uhr der familylab.de Themenabend

                                                                                Die Teenagerfamilie
statt.



http://familylab.de/berlin–12092016-die-teenagerfamilie.asp

Anmeldungen sind noch bis Donnerstag, 08.09. möglich. Der familylab-Abend kostet 12,– €

Für einen guten Start ins Familienleben

Hiermit empfehle ich ganz wärmstens die Kurse vom Zentrum für Achtsamkeit & Familie (Anne Hackenberger) in Berlin:

++++ Mindful Birthing Intensive in Berlin 22.9.-25.9.16 ++++

Natürlich Eltern werden und sein. Dieser Kurs bereitet Dich umfassend auf die Geburt, das Elternsein und eine tiefgreifend veränderte Lebenssituation vor.

Damit der Kurs stattfinden kann, dürfen noch ein paar Anmeldungen hinzukommen. Daher teilt gerne diesen Post, damit noch mehr (werdende) Eltern und ihre Kinder von der Kraft der Achtsamkeit profitieren können.

Wie kann ich neue Gedanken und Glaubenssätze in mein Leben wirklich integrieren?

Kennst Du das Gefühl, nach einem guten Buch, nach einem schönen Kontakt mit Freunden oder einem hilfreichen Coaching wie neu beflügelt durch die Welt zu schauen und zu gehen? Und dann sickert nach und nach der Alltag wieder durch, und die Inspiration schwindet und du verlierst wieder die Basis in Dir und fällst in die alten Muster, Ängste oder Zwänge zurück?

Wie kann ich neue Gedanken und Glaubenssätze in mein Leben wirklich integrieren? Wie kommen sie vom Kopf in den Bauch?

Meine Erfahrung ist es, dass es keinen anderen Weg gibt, sich selbst zu entwickeln, als täglich einen kleinen Schritt zu tun. Du wirst nicht plötzlich DIE Erleuchtung haben und alles wird anders. Du musst täglich ÜBEN, wie Du gut mit Dir selbst und authentisch und verantwortungsvoll sein kannst. Du brauchtst unbedingt einen praktischen Übungsweg, der Dir immer wieder ermöglicht, in Kontakt mit Dir selbst zu kommen und Deine innere Weisheit und Deine Selbstheilungskräfte täglich anzuzapfen.

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Ich schätze die Bücher von Eva Maria Zurhorst sehr. Keine Autorin hat es bisher geschafft, in so einfacher und deutlicher Weise zu beschreiben, was in Beziehungen passiert und wie Du selbst alles veränderst, wenn Du Dich selbst veränderst. Deshalb kann ich das Buch „Liebe Dich selbst und es ist egal, wen Du heiratest“ nur so allerwärmstens empfehlen.

Und weil Gelesenes zwar schnell eingängig ist, aber unsere dauerhaften, sehr alten Beziehungsmuster allein nicht durchbrechen kann, ist es eine gute Idee, es langsam durch stetige Anwendung in der Praxis in das Unbewusste sacken zu lassen. Dies geht z.B. in dem ich täglich oder mindestens einmal die Woche mir eine Hörmeditation gönne, in der ich entspannt in meinen Körper fühlen kann und mich mit diesem auf neue Art verbinden kann. Auch die von mir geliebten Sheng Zhen Gong-Bewegungsmeditationen sind ein hilfreicher Weg, sich selbst jeden Tag an die Ganzheit zu erinnern und durch tägliches „im Bewegungs-Moment bei sich sein“ sich selbst zu entwickeln.

 

Weil viele Klienten fragen, möchte ich hier vorstellen,
was meine persönliche Lieblingshörmeditation ist:4120+8gulhL._AA300_

Liebe dich selbst: Sich selbst annehmen und dadurch die Liebe zu anderen entdecken

Die Hörübung ist ca.25 Minuten lang (leider inmitten Text eingebaut und nicht direkt ansteuerbar). Mit etwas Übung findet man den Einstieg. Mir hilft die angenehme Stimme von Eva-Maria Zurhorst mich in meinen Körper fallen zu lassen. Entgegen dem Ratschlag in der Übung mache ich es lieber im Liegen als im Sitzen, aber das ist ja reine Geschmackssache.

Was ist anders als bei anderen Hörmeditationen? Die wunderbare Einladung am Anfang, sich eine Frage oder eine Thema zu suchen, dieses dann loszulassen und eine Antwort zu finden, ohne etwas zu tun oder zu ändern! Hier gibt es die Einladung eine Erfahrung mit sich selbst zu machen, die jedes Mal aufs Neue mit Deinen ganz aktuellen Fragen oder Nöten „funktioniert“. Für mich präsentiert diese Art des Umgangs mit mir selbst, eine hohe Form der körperlichen Präsenz, der Selbstliebe und Selbstempathie, die mir im Alltag ohne Achtsamkeit leicht verloren geht. Ich bin jedesmal wie verwandelt, wenn ich ans Ende gelange und wünschte mir, der Zustand würde ewig anhalten. Aber erfahrungsgemäß braucht es nur einen stressigen Tag und schon brauche ich ein Update 😉

„Eva-Maria und Wolfram Zurhorst präsentieren ein Beziehungs-Begleitprogramm, mit dem jeder über Visualisierungen und energetische Übungen im praktischen Alltag tiefgreifende Transformation und Heilung in seiner Partnerschaft erfahren kann… Allein dadurch, dass wir für Heilung und Transformation in unserem Inneren sorgen, heilt auch unsere Partnerschaft. Einzige Bedingung: Wir widmen uns diesem Wandlungsprozess engagiert und regelmäßig im Alltag.“

Amazon-Link zum Hörbuch

Gemeinschaft gestalten

Viele Menschen entdecken heute die Vorteile gemeinschaftlichen Lebens – es gibt Baugemeinschaften, Hausgemeinschaften, berufliche Netzwerke, Lebensprojekte auf dem Land, religiöse Gemeinschaften und vieles mehr.

In allen diesen Gemeinschaften können Menschen erleben, wie es ist, wenn Synergieeffekte auftreten, wenn man sich getragen fühlen darf und wenn statt Einzelkampf neue, gemeinsame und kreative Formen des Zusammenlebens entstehen.

Aber je größer die Gemeinschaft, desto unterschiedlicher auch die Bedürfnisse ihrer einzelnen Mitglieder. Wie diese aushandeln und zu tragfähigen Lösungen kommen? Wie kann der Prozess des Lösung-Finden als respektvoll und gleichwürdig erlebt werden und welche Voraussetzungen brauchen die Einzelnen, um in und mit der Gemeinschaft stark zu werden (statt Einer auf Kosten Anderer)?

Wie funktioniert es wirklich im Alltag, wenn wir uns gleichwürdig, also auf Augenhöhe, begegnen? Wenn wir wirklich in Beziehung gehen, im Dialog warmherzig Unterschiede erkunden und uns nicht mehr auf berufliche/organisatorische Rollen berufen, sondern persönliche Verantwortung und innere Autorität entwickeln?

Meiner Erfahrung nach braucht es

  • Organisationsmodelle, die auf  Vertrauen, organisches Wachstum und Transparenz aller Prozesse setzen
  • Beziehungskompetenz und Bereitschaft für innere Wachstumsprozesse bei jedem Einzelnen

Beides bedingt sich wechselseitig. Organisationen oder Menschen beginnen an irgendeinem Punkt und entwickeln sich.

Leidenschaftlich gern biete ich Gruppen Begleitung, fachliche Unterstützung und Supervision bei diesen Prozessen an!

Zum warmwerden hier ein Video zum Hineinschnuppern. Bitte nicht durch die Begriffe Arbeit und Unternehmen abschrecken lassen, es geht hier nicht um spezielle Unternehmensstrategien, sondern um eine neue Art des Miteinander-Seins. Die Prinzipien für sinnorientierte Zusammenarbeit gelten gleichermaßen für Unternehmen als auch für Non Profit Organisationen oder Lebensgemeinschaften ohne Wirtschaftszweck.