Neue Beziehungskultur braucht verbindliche Werte & Handlungsgrundsätze

Das Netzwerk Neue Beziehungskultur nimmt langsam Gestalt an.

Hier kannst Du schon mal starten und ausprobieren, während wir noch im Hintergrund an der Fertigstellung der Online-Kurse für „Neue Beziehungskultur im Team“ basteln.

Hol Dir meine sofort anwendbare, kompakte und anschauliche Vorlage für Handlungsgrundsätze – ohne die geht es nicht, wenn ihr auf Augenhöhe und mit flachen Hierarchien oder selbstorganisiert zusammenarbeiten wollt.


https://mailchi.mp/1e29e7b73f72/netzwerkneuebeziehungskultur

Das Netzwerk „Neue Beziehungskultur im Team“ startet bald

Im bald startenden Netzwerk Neue Beziehungskultur verbinde ich meine persönlichen Erfahrungen aus erlebnisorientierter Familienberatung, Körper- und Trauma-Arbeit mit den Erkenntnissen aus dem Reinventing Organizations Ansatz von Frederic Laloux. 

Das Netzwerk umfasst

  1. einen 6-teiligen Onlinekurs: Alles, was Du wissen musst, wenn Du von der Angst- in die Vertrauenskultur mit Deinem Team kommen willst.
  2. monatliches Online-Treffen zu Deinen Fragen und Erfahrungen – der Onlinekurs entwickelt sich im Dialog mit allen TeilnehmerInnen weiter!
  3. Inspiration, Hintergrundartikel, GastreferentInnen
  4. die pferdegestützte Teamfortbildung (extra kostenpflichtig), wenn Du die Theorie in die Praxis bringen willst

Hier kannst Du mehr erfahren und Dich in die Newletter-Liste eintragen, damit Du Start und Einsteiger-Angebote nicht verpasst!

https://mailchi.mp/1e29e7b73f72/netzwerkneuebeziehungskultur

Homeschooling-Inspiration für Eltern und Fachkräfte

Hier folgt eine bunte Mischung aus hilfreichen Artikeln, die für Entspannung statt Druck in der Coronakrise sorgen. Denn auch mich erreichen Beratungsanfragen vieler Eltern, die unglücklich sind, wie das Homeschooling von Lehrkräften gestaltet wird. 

Ich persönlich stelle fest, dass so viel andere Dinge in Bewegung kommen in meiner Familie und sich daraus ganz neue außerschulische Lernfelder auftun: meine (schon recht grossen) Kinder lernen gerade kochen, das finde ich grossartig. Sie brauchen dabei Anleitung und Experimentierfreiheit… etwas, das bei uns während des normalen Schul- und Berufsalltags gar nicht möglich war! Ich möchte Pädagoginnen ermutigen, immer wieder direkt mit Schülern und Eltern abzuklären, was jede Familie braucht und was Druck auslöst oder Stress in die Familien bringt.

Hier mal eine Übersicht an Feedback von Eltern, was nicht beim Homeschooling hilft:

Zuviel Druck, z.B. dass Aufgaben benotet werden und SchülerInnen zu Hause Angst bekommen. Oder moralische Appelle an die Arbeitsmentalität und ob Kinder sich die Osterferien verdient haben oder nicht…

zuviel Stoff, Arbeitsblätter und sinnlose Beschäftigungsaufgaben, die die Motivation der Lernenden kaputt machen. Es entsteht das Gefühl, sinnlose Aufgaben zu machen, die weder Wissen noch Fähigkeiten verbessern. Ein Grossteil von Schülern und Eltern klagen über Unverhältnismäßigkeit der Aufgaben!

zu wenig Beziehung, z.B. ein Telefonat oder ein Online-Meeting, um gemeinsam eine Geographieaufgabe zu lösen und wirklich in Kontakt mit den SchülerInnen zu sein. 


Rückmeldung ermöglicht Lernprozesse –
Erwartungen, Vorwürfe und Beschuldigungen führen zu noch mehr Stress!

Liebe Eltern,

scheut Euch nicht, an jeden einzelnen Lehrer/einzelne Lehrerin Feedback zu geben! Achtet darauf, dass ihr nicht sagt, was die Lehrkraft besser machen könnte, beschreibt einfach nur, wie etwas bei euch ankommt und was bestimmte Aufgaben oder Aussagen bei euch in der Familie auslösen. Das ist eine reine Information für die Lehrkräfte, achtet darauf, dass ihr keine Vorwürfe oder Erwartungen vermittelt – was die Pädagoginnen mit dieser Information dann machen, ist die Verantwortung der Pädagoginnen! Wer sich in seiner Arbeit und Mühe nicht wertgeschätzt fühlt, wird Euch nicht zuhören. Wer das Gefühl hat, die Eltern wissen alles besser, wird Euch nicht zuhören. Aber wenn ihr es schafft, wertfrei zu beschreiben, was Euch als Familie hilft und was nicht – und dann die Verantwortung den Pädagoginnen überlasst – das könnte Veränderung bewirken.


Bitte teilt auch fleissig die ddif-Hotline für Familienberatung, damit sich alle kostenfrei Unterstützung in diesen herausfordernden Zeiten holen können:


Leider gilt ja schon ohne Corona Krise bei den meisten Familien sehr viel Druck in Bezug auf Schule:

Nun ist es schon so:



Kreativität statt Homeschooling – Lasst eure Kinder laufen!

Die Tage können anstrengend werden, wenn Familien aufeinander hocken. Und dann sollen die Eltern auch noch Lehrer sein. Der Neurobiologe Gerald Hüther rät zur Entspannung – und zur Beschäftigung mit Dingen, die in kaum einer Schule gelehrt werden.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/kreativitaet-statt-homeschooling-lasst-eure-kinder-laufen.1008.de.html?dram:article_id=473589


„Am Ende wird die psychische Gesundheit unserer Kinder wichtiger sein als ihre akademischen Fähigkeiten“ 
(Zitat aus dem Schreiben des französischen Bildungsministerium – siehe ganzen unten)

Brief einer deutschen Mutter (Quelle Facebook)

An das Schulministerium, an die Bildungsministerin Frau Karliczek, Bundesministerin für Familie Frau Giffey, an alle SchulleiterInnen, Lehrerinnen & Lehrer! 

Da scheint das französische Bildungsministerium unserem weit voraus zu sein. 

Ich bin Mutter von 2 schulpflichtigen Kindern (Grundschule, weiterführende Schule). Ich bin selbstständig und bange sehr um meine Existenz. Ich bin z.Zt. mit den Kindern alleine zu Hause und versuche den Schulaufgaben nachzukommen. 

Die zweite Woche „Quarantäne“ ist nun fast um und meine Kinder sind nun runter von der ersten Euphorie, die Freude über die Zwangsschulschliessung weicht nun der Realität und der Erkenntnis, dass das gar nicht so toll ist und dass das weit entfernt von Ferien ist. Denn sie spüren mittlerweile die Sorgen, Ängste. Die Kinder bekommen natürlich vieles mit. Sie beschäftigt das. 
Jetzt nach etwa 2 Wochen vermissen sie ihre Freunde, ihre Großeltern. Sie hören von Betroffenen. Sie sorgen sich, wenn ich raus muss. 
All die Emotionen muss und möchte ich jetzt begleiten und das braucht Zeit, Liebe und Ruhe. 
Ich bin selbst überlastet mit erweitertem Haushalt, mit Existenzsorgen, mit der ganzen Bürokratie…! 
Die Zeit, die ich dann noch habe widme ich gerne ganz meinen Kindern, ihren Ängsten und ihren Fragen. 
Wir lernen z.Zt. etwas über Viren, die Ausbreitung, über Epidemien und Pandemien. Wir belesen uns, wir kommunizieren. Warum trifft es gerade ältere Menschen, was sind Risikopatienten? 
Was gibt es da geschichtlich zu erfahren: die spanische Grippe 1918. 
Wir experimentieren gemeinsam zum Thema Hygiene. 
Aber vorallem reden wir über Zusammenhalt in solchen Krisen. 
Wir haben im Haus einen Zettel ausgehangen, bieten in der Not an, den hilfsbedürftigen Nachbarn etwas mit einzukaufen. 
Meine Kinder lernen etwas über die Wertschätzung der pflegerischen, sozialen Berufe. Sie sind erstaunt und empört, dass diese Berufsgruppen z.T. so schlecht bezahlt werden. 
Sie verstehen nicht, warum Frauen in so vielen Bereichen so viel leisten, aber schlechter bezahlt werden.

Kurzum: 
meine Kinder lernen momentan soooo viel Wichtiges, aber leider bleibt uns kaum Zeit Bruchrechnung, Wüstenformen ….etc zu vertiefen! 
Diese kompletten Aufgaben in allen Fächern, mal 2 Kinder, ist für mich nicht machbar! 
Aber, ständig bekomme ich emails mit Hinweisen, Verlinkungen zu Hausaufgaben-Plattformen…. und ja, das macht was mit mir: es macht MIR Druck abzuliefern, zu funktionieren. Es macht mir Sorge, mir stellt sich die Frage: wie wird das interpretiert, wenn am Ende der Krise, mein Kind nicht alle Mappen vollständig gefüllt hat, mit erledigten Hausaufgaben? 
Es wird gesagt, dass diese Aufgaben nicht in die Notenbeurteilung einfließt, aber in welcher Form wird es dann benötigt, beurteilt, verwertet? 

Ja, das macht Druck!!! 
Und, ich habe genug anderen Druck. 

Daher bitte ich alle Verantwortlichen des Schulsystems eine klare, deutliche Stellungnahme zu veröffentlichen, die uns Eltern den Druck nimmt (als Nicht-auf-Lehramt-Studierte-Eltern) den Lehrauftrag zu Hause dringend zu lockern! 
Oder die Aufgaben inhaltlich der momentanen Krise anzupassen, ohne Abliefernachweise. 

Meine nächste Frage: wie wird diese emotionale Zeit weiter im Unterricht verarbeitet/bearbeitet? Oder wird es nach der Krise ein Eiltempo im Nacharbeiten des verpassten Stoffs geben? Denn dann müsste ich mich auch jetzt schon darauf vorbereiten, dass es auch danach vermehrten Lerndruck geben wird!?

Auch könnte die Bundesregierung darüber nachdenken uns Müttern (betreuenden Eltern) ein GRUNDEINKOMMEN zu gewährleisten. 
Das würde mir schon viele Sorgen ersparen und ich könnte mich gezielter um die (schulische) Existenz meiner Kinder kümmern, weil dadurch meine Grundversorgung gesichert wäre.

Darf gerne geteilt und beklatscht 😜😂 werden!

Ich wünsche ALLEN weiterhin viel Kraft, Liebe & vorallem Gesundheit!!! ❤️🍀🌷☀️😷🌈

gesendet an: 
poststelle@msb.nrw.de
bmbf@bmbf.bund.de
info@spd-neukoelln.de

—————————————-
✉️ Schreiben des französischen Bildungsministeriums an alle Eltern :

Liebe Eltern mit schulpflichtigen Kindern

Möglicherweise neigen Sie dazu, einen minutengenauen Zeitplan für Ihre Kinder zu erstellen. Sie haben große Hoffnungen auf stundenlanges Lernen, einschließlich Online-Aktivitäten, wissenschaftlichen Experimenten und Buchberichten. Sie beschränken die Technologie, bis alles erledigt ist! Aber hier ist die Sache …

Unsere Kinder haben genauso viel Angst wie wir jetzt. Unsere Kinder können nicht nur alles hören, was um sie herum vor sich geht, sondern sie spüren auch unsere ständige Spannung und Angst. Sie haben so etwas noch nie erlebt. Obwohl die Idee, 4 Wochen lang nicht zur Schule zu gehen, großartig klingt, stellen sie sich wahrscheinlich eine lustige Zeit wie Sommerferien vor, nicht die Realität, zu Hause gefangen zu sein und ihre Freunde nicht zu sehen. 

In den nächsten Wochen werden die Verhaltensprobleme Ihrer Kinder zunehmen. Ob es Angst, Wut oder Protest ist, dass sie die Dinge nicht normal machen können – es wird passieren. Sie werden in den kommenden Wochen weitere Anfälle, Wutanfälle und oppositionelle Verhaltensweisen sehen. Dies ist normal und wird unter diesen Umständen erwartet.

Was Kinder jetzt brauchen, ist sich wohl und geliebt zu fühlen. Fühlen, dass alles gut wird. Und das könnte bedeuten, dass Sie Ihren Zeitplan auseinander reißen und Ihre Kinder ein bisschen mehr lieben müssen. Kekse backen und Bilder malen. Spielen Sie Brettspiele und schauen Sie sich Filme an. Machen Sie gemeinsam ein wissenschaftliches Experiment oder finden Sie virtuelle Ausflüge in den Zoo. Starten Sie ein Buch und lesen Sie gemeinsam als Familie. Kuscheln Sie sich unter warme Decken und tun Sie nichts.

Machen Sie sich keine Sorgen, dass sie in der Schule rückwärts gehen. Jedes Kind ist in diesem Boot und alles wird gut. Wenn wir wieder im Unterricht sind, werden wir alle den Kurs korrigieren und sie dort treffen, wo sie sind. Lehrer sind Fachexperten! Wähle keine Kämpfe mit deinen Kindern, weil sie nicht rechnen wollen. Schreien Sie Ihre Kinder nicht an, dem Programm nicht zu folgen. Setzen Sie keine 2 Stunden Lernzeit ein, wenn sie sich dagegen wehren.

Wenn ich Ihnen eines überlassen kann, dann ist es das Folgende: Am Ende wird die psychische Gesundheit unserer Kinder wichtiger sein als ihre akademischen Fähigkeiten. Und was sie in dieser Zeit fühlten, wird ihnen noch lange erhalten bleiben, nachdem die Erinnerung an das, was sie in diesen vier Wochen getan haben, längst verschwunden ist. Denken Sie jeden Tag daran.

Bleibt sicher.

(Gesehen bei Facebook)
Nachtrag: selbst wenn es nicht vom franz. Ministerium ist, wäre es dennoch zu schön….wenn sich die Regierungen in der Form äußern könnten. 
Vllt hätte jemand nen Quellen-Verweis!?


Reden hilft – Hotline für Familien

Ein kleines Hilfsangebot meines Ausbildungsinsituts, wo ich auch selbst mitmache, speziell auch für Familien. Sagt es bitte weiter…

Reden hilft!
Wir sind Familientherpeutinnen und -therapeuten und wir wollen jetzt dazu beitragen, dass Familien, Paare und Einzelpersonen in diesen Tagen übers Telefon Ansprechpartner*innen finden, weil reden hilft egal, was los ist. Wir haben die vierjährige Ausbildung am ddif (Deutsch-Dänisches Institut für Familientherapie und Beratung) absolviert oder absolvieren sie gerade.
Sie können uns anrufen, wenn die Luft brennt, aber auch, wenn Sie gerade einen Moment Ruhe haben und über Ihre Lage und die Situation in der Familien laut nachdenken möchten.

ddif Hotline – Reden hilft! 030 / 81 45 25 90
Reden Sie mit uns!
Anonym und wann Sie wollen
Wir sind von 6:00 Uhr morgens bis 12:00 nachts am Telefon.

Und unsere Bitte an alle: leiten Sie diese Nachricht an möglichst viele Menschen weiter, damit unsere ddif Hotline denen in die Hände fällt, die sich gerade gebrauchen können.
Alles Gute vom ddif Hotline Team – reden hilft!

Online- und Telefonberatung

Trotz Corona-Pandemie geht mein Beratungsangebot weiter!

Wie geht das Miteinander in Paaren und Familien zu Zeiten von Quarantäne? Hole Dir Rückenstärkung!

Wie kann es genügend Raum für jeden geben? Wie können wir unterschiedliche Bedürfnisse verhandeln? Wie können Eltern Kinder gleichwürdig behandeln ohne die Führung abzugeben? Wie geht liebevolle Führung, wenn die Kinder streiten? Wie können Erwachsene ihre Konflikte konstruktiv austragen? Bin ich jetzt Hilfslehrer und muss Schulaufgaben mit den Kindern machen? Wie gehe ich mit mit Existenzsorgen um? Wieviel Wahrheit braucht mein Kind über die Pandemie?

Terminanfragenper Email unter beziehungskompetent@mirabellenhof.de
Beratung online per Skype/Zoom oder per Telefon.
Kosten 70,00 Euro/Stunde.

Beratung per Telefon

Liebe Eltern, Liebe pädagogische Fachkräfte,

in Zeiten von Corona-Pandemie ist es sinnvoll zu Hause zu bleiben, dadurch den Verlauf der Pandemie zu verlangsamen und so möglichst allen Menschen, die medizinisch notwendige Hilfe zukommen zu lassen.

Dadurch entstehen für uns alle neue Herausforderungen!

Bei mir entfallen viele Familienberatungen und Teamsupervisionen. Ich biete daher als Ersatz telefonische Beratung oder Beratung per Skype an.

Termine vorrangig Mo, Di, Do und Fr 9 Uhr und auf Anfrage.

Büro Mirabellenhof
Frau Gallrein, Tel. 0152 / 284 769 60
Email beziehungskompetent@mirabellenhof.de

Kosten sind 70,00 Euro/Stunde für Eltern-/Einzelberatung und
80,00 Euro/Stunde für Supervision pädagogischer Fachkräfte.

 

Teambuilding zum Schulstart

Gemeinsam starten –
erfrischend & ermutigend

  • Ihr möchtet etwas gemeinsam im Team / teamübergreifend erleben?
  • Ihr sucht etwas, dass alle MitarbeiterInnen vereint?
  • Ihr wünscht Euch nachhaltig in die gemeinsame cokreative Arbeit zu kommen?
  • Ihr glaubt, dass ohne gute Beziehungsarbeit keine effektive inhaltliche Zusammenarbeit möglich ist?
  • Ihr habt keine Lust, gleich in der ersten Arbeitswoche nur Probleme und Herausforderungen zu wälzen?
  • Ihr wisst, dass die größte Gefahr in sozialen Berufen das Burn-Out ist und wollt gemeinsam ein Zeichen setzen und aktiv spüren, wie es anders gehen kann?

Wie – hier geht es lang
https://mirabellenhof.de/index.php/event/teambuilding-zum-schuljahres-start/

Gesetze der Selbstorganisation

  1. Selbstorganisation braucht den ganzen Menschen, ansonsten ist kollektive Intelligenz nicht möglich. Jeder Mensch braucht Schulungen, wie es sich anfühlt, als ganzer Mensch präsent zu sein. Jeder Mensch braucht Beziehungskompetenz über seine Muster, wann er präsent ist und wann abgeschnitten von seiner Ganzheit, praktische Kenntnis in welchem Zustand sich das eigene Nervensystem gerade befindet.
    Tipp: Authentisches Spiel ist eine leicht-sinnige Form seine Ganzheit zu erforschen
  2. Jeder Mensch muss Selbst-Verantwortung und Selbst-Führung lernen, da es keinen Chef gibt, der führt! Selbstverantwortung ist die uns gesellschaftlich am unvertrauteste Eigenschaft – wir alle sind zu überverantwortlichem Handeln erzogen worden (was will und braucht der andere, wie kommt das beim Anderen an, kann der Andere das Aushalten…)
    Selbstverantwortung bedeutet zu wissen, was ich will und welche Gefühle/Gedanken/Bedürfnisse in mir sind. Selbstverantwortung ist das Gegenteil von Schuld verteilen – auf andere (weil Du das gemacht hast, geht es mir nicht gut) oder auf sich selbst (ich müsste so viel mehr machen).
    Selbstverantwortung bedeutet in einem Team, zu seinem Bedürfnis zu stehen und für sich zu sorgen und nicht Strukturdebatten, Richtig/Falsch-Diskussionen, wer macht das? Es müsste aber das getan werden! Erläuterungen zu führen.
    Abbau äußerer Struktur braucht starke innere Struktur!

  3. Jeder braucht Schulungen, wie der Beratungsprozess sich anfühlt und Selbstreflexion der persönlichen Muster, die förderlich und hinderlich für den Beratungsprozess sind. Kann ich es aushalten, Entscheidungen zu treffen und dass sich andere beschweren, weil diese nicht perfekt waren? Traue ich mich, mich sichtbar zu machen, Selbst-Verantwortung zu übernehmen? Traue ich mich, wenn nicht alle gleichermaßen einverstanden sind, will ich es allen recht machen?
  4. Jeder trifft Entscheidungen im Beratungsprozess – das ist gelebte Selbstverantwortung.
    Einige Menschen treffen sehr viele Entscheidungen (nach dem Beratungsprozess), einige sehr wenige (aber jeder sollte einige im Jahr treffen). Wenn einer nie den Beratungsprozess initiiert, dann braucht er/sie Hilfe oder Ermutigung oder Selbstorganisation ist für diesen Menschen nicht die richtige Organisationsform.
  5. Eine selbstorganisierte Organisation muss Konflikte lieben! und aktiv gestalten, aus Konflikten entsteht Wachstum und Verbesserung. Ein Diktat der Harmonie, wie es in vielen sozialen Einrichtungen unbewusst heimliches Gesetz ist, macht Selbstorganisation unmöglich!
  6. Jeder Mensch braucht Schulungen und Weiterbildungen zu Feedback und Konfliktlöseprozessen, es braucht Beziehungskompetenz, das bedeutet, jeder muss über sich selbst wissen, was ihm persönlich an Konflikten Angst macht und wie er diese konstruktiv gestalten kann.
  7. Wenn zwei Menschen in einen Konflikt kommen, muss sofort jemand anders aus der Gruppe die Führung übernehmen, z.B. moderieren und den Konfliktlöseprozess anbahnen und bis zum Ende !  durchführen. Der Konfliktlöseprozess ist erst beendet, wenn eine Lösung gefunden wurde! Sofern keine Lösung gefunden wird, geht der Konflikt immer eine Stufe weiter bzw. bezieht der Moderator externe Mediatoren ein, wenn sich dann immer noch keine Lösung findet, ist eine Zusammenarbeit nicht mehr sinnvoll.

 

Gute Vorsätze für Bildungseinrichtungen

Welchen guten Vorsatz eine Einrichtung 2020 hat, bei der Beziehungsqualität im Konzept verankert ist? Ich schlage vor, mindestens einen Teamtag „Zusammenarbeit auf Augenhöhe“ für das Team im Schuljahr! Ein Teamtag, an dem es nicht über die unendlichen Dinge geht, die noch zu tun sind, sondern an dem es nur darum geht, WIE ihr als Team arbeitet und arbeiten wollt. Mit diesem Angebot möchte ich PädagogInnen entlasten und einladen, sich Zeit & Raum für das zu nehmen, was im Hintergrund einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität ihrer täglichen Arbeit hat.

https://beziehungskompetent.de/teamtag-miteinander/

Konflikte im Team – Wann ist Zusammenarbeit nicht mehr sinnvoll?

In meiner Arbeit mit engagierten Kita- und Schulteams hat sich immer wieder herausgestellt, dass jenseits aller persönlichen Ab- und Zuneigungen es ein paar ganz grosse Stolpersteine gibt, die zu hohem Energieverlust, ständige Reibereien, ungelösten Konflikten und mangelnder Effizienz im Team führen.

Im pädagogischen Alltag hat die Erfahrung gezeigt, dass Pädagogen auf drei Ebenen Kompetenzen mitbringen müssen, damit ihnen ihr Beruf gelingt:

    1. fachliche Kompetenz (Wissen, Vermittlungswissen)
    2. eine bewusste pädagogische Haltung (will ich Erziehung oder Beziehung?, müssen Kinder zum Lernen gezwungen werden oder lernen sie intrinsisch?, brauchen Kinder Führung oder Selbstbestimmung?, braucht es Lob/Strafe oder Anerkennung? usw.)
    3. Beziehungskompetenz
      da Arbeit im Team und Lernen immer in zwischenmenschlichen Beziehungen stattfindet, entscheidet diese Kompetenz darüber, ob ich diese Beziehungen bewusst gestalten kann

Leider scheint es im Alltag oft so zu sein, dass eine rein fachliche Kompetenz der PädagogInnen ausreichend scheint. Nur dies ist Einstellungsvoraussetzung seitens des Schulamtes. Bis vor kurzem schien die pädagogische Haltung Privatsache zu sein und die Beziehungskompetenz ein Talent, dass einem zufällig gegeben wurde oder nicht.

Diese Einschätzung ändert sich langsam. Und ich kann allen pädagogischen Einrichtungen nur empfehlen, bei Einstellungsgesprächen auf alle drei Ebenen der Fachlichkeit gleichermaßen zu achten.

Es gibt Teams, in denen pragmatisch nebeneinanderher gearbeitet wird, aber eine echte Teamarbeit, in der Menschen cokreativ Neues entstehen lassen können und sich selbst in Wachstumsprozesse begeben – das ist nur möglich, wenn im Team die Menschen auf allen drei Ebenen der Fachlichkeit zusammenpassen.

Cokreativität & Selbstorganisation braucht ein Passung im Team auf allen 3 Ebenen der Fachlichkeit.

Damit müssen wir anerkennen, dass es bei jedem Einzelnen bestimmter persönlicher Voraussetzungen bedarf, damit aus einem Gegeneinander ein Miteinander im Team und mit den Kindern wird.

Niemand ist perfekt und auch ErzieherInnen und LehrerInnen sind nur Menschen, dennoch braucht es im pädagogischen Alltag berufliche Kompetenzen, die unabdingbar sind. Genau wie Arzt über medizinisches Wissen verfügen MUSS und dies nicht eine Frage des persönlichen Geschmacks sein darf.

Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht

Gilt diese Weisheit auch für moderne Teams? Dürfen Teams sich abgrenzen, klar sein und sagen: „Du bist ein wunderbarer Mensch, vielleicht sogar fachlich sehr kompetent, aber zur Zeit hast Du diese und diese Beziehungs-Kompetenz nicht und deshalb können und wollen wir nicht mir Dir zusammenarbeiten.“? Meine Standpunkt dazu ist JA. Dies braucht eine Einrichtung um klar zu sein und sinnorientiert zusammenarbeiten zu können.

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Unter der pädagogischer Haltung (Beziehung statt Erziehung) verstehe ich:

  • Die für die Organisation gültigen Werte. Nach meiner Empfehlung wären es  die vier Werte nach Jesper Juul: Integrität, Selbstverantwortung, Authentizität und Gleichwürdigkeit, diese Werte müssen wichtiger im Alltagshandeln sein als gutes Benehmen, Harmonie, Nettigkeit,  Ansehen, Strategie u.v.m.
  • Der Glaube, dass es persönliche Grenzen gibt und diese sinnvoll sind
  • Die Einstellung, das Kinder Führung auf Augenhöhe von Erwachsenen mit persönlichen Grenzen brauchen statt grenzenloser Freiheit
  • Die Einstellung, das ich als Erzieher/Lehrer auch nur Lernender bin, besonders in Bezug auf Selbstverantwortung und den Umgang mit meinen persönlichen Grenzen

 

Unter fachpersönlichen Beziehungskompetenzen verstehe ich:

  • Umgang mit Überforderung
    die Fähigkeit zu erkennen, wann ich überfordert bin = existenziell ängstlich/hilflos werde und innerlich aussteige und die Fähigkeit dazu wenigstens eine Meldung im Team zu machen/Rückmeldung von anderen dazu anzunehmen (denn Angst ist kein guter Handlungsgrund in einer Vertrauenskultur, aber das Reden über meine Angst kann ein
    wunderbarer Motor für Begegnung, Prozesse und Veränderungen sein)
  • Umgang mit Konflikten
    • Die Einstellung, das Konflikte zwar Angst machen, aber das ich meinen Mut zusammennehmen kann und aktiv in Konfliktlöseprozesse gehen kann. Dazu braucht es
      • die Fähigkeit jedes einzelnen, Verhalten und Person innerlich zu trennen und sein Verhalten verhandelbar zu machen.
      • den Mut, persönlich und konkret meine Perspektive zu schildern, Aussagen über mich zu machen und auch noch neugierig zu sein auf die Perspektive des Anderen (nicht entrüstet und empört, wie der andere so sein kann).
    • Es braucht unbedingte Ergebnisoffenheit für einen Dialog, keine Vorwegnahme der Lösung/Entscheidung.
      Bewertung und Interpretation von meiner Wahrnehmung zu trennen und zu mir zunehmen
      • den Mut, sich vom Richtig/Falsch-Denken und Moral zu lösen und nach innerer Stimmigkeit (Authentizität) zu suchen und diese auszudrücken – was immer für ein Gefühl/Gedanke da ist, ist subjektiv richtig und darf ausgesprochen werden! Dies bringt emotionale Wahrheit und Transparenz in Gruppen, es darf auch das Unmögliche (über mich selbst! – in persönlicher Sprache ) gesagt werden.
      Abschied vom Nett-Sein, sondern Liebe zu den vier Werten Jepser Juuls (Integrität, Selbstverantwortung, Authentizität und Gleichwürdigkeit)
      und die Erfahrung, dass diese Werte die Basis eines tiefen Miteinanders sind und Menschen zueinander, nicht auseinander bringen
      • den Mut, dass ich nicht von allen gemocht werden werden muss
      • den Mut, Fehler zu machen und dazu hinterher zu stehen
      • den Mut, sich nicht zu verbiegen, auch wenn man die/der Einzige ist, der…
      Präsenz in der Gruppe zeigen
      Den Mut, unbedingt präsent zu sein, Resonanz/Anerkennung zu geben und den Raum zu halten, was auch immer in der Gruppe passiert (jeder, der sich innerlich verabschiedet geht aus seiner persönlichen Verantwortung und wird Mit-Täter durch Nichts-Tun) – wenn dies nicht möglich ist, dann hat jeder einzelne die persönliche Verantwortung zu melden, dass er überfordert ist und Hilfe braucht
      Erfahrung mit Vertrauenskultur
      Vertrauenskultur braucht ein Mindestmaß an positiven Grunderfahrungen in andere Menschen / in persönliche Prozesse und Gruppenprozesse. Wer das nicht mitbringt, ist im Opfer/Tätermodus gefangen. Dann braucht es das Wissen/die Empathie der Anderen, dass zu grosse existenzielle Angst vor Ablehnung/Vernichtung in Beziehungen einen echten Kontakt, Begegnung und Dialog verhindert. Für diese Menschen muss zuerst emotionale Sicherheit hergestellt werden bevor eine Zusammenarbeit mit Dialog und offenen Konflikten überhaupt möglich ist.

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Es gibt Menschen, die diese Punkte nicht unterschreiben würden oder zwar unterschreiben, aber durch ihre tatsächlichen Handlungen alltäglich konterkarieren. Wir brauchen alle diese Fähigkeiten nicht perfekt zu können – aber wir brauchen die Einstellung, dass ich genau das lernen will – nicht theoretisch, sondern genau beim nächsten Konflikt. Ohne diesen Wunsch, mich dahin zu entwickeln hat Zusammenarbeit in einem Team keinen echten Sinn.

Ich kenne viele Menschen, die aus nachvollziehbaren Gründen zur Zeit nicht in der Lage sind, Konflikte aktiv anzugehen oder wahrzunehmen, wann ihr Nervensystem in den Panikmodus kommt. Oder das Menschenbild der handelnden Personen weicht zu weit voneinander ab und dieser tieferliegende Konflikt wird nicht transparent geklärt. Damit sind jenseits von Sympathie, Antipathie und persönlichem Stil berufliche Probleme in der Teamarbeit und in der Arbeit mit Menschen vorprogrammiert.

Wenn es uns nicht gelingt, diese Menschen einzuladen, sich auf den Weg zu machen diese Kompetenzen & Werte erwerben zu wollen (und das reicht schon), dann ist es fair und besser für alle Beteiligten nach dem Versuch darüber ausreichend in Dialog zu gehen, zu sagen: Eine Zusammenarbeit ist unter den gegebenen Bedingungen nicht sinnvoll und wir trennen uns im Guten.

 

Beziehungskompetenz mit Deinem Hund lernen

Letztes Jahr bin ich noch extra bis nach Hessen gefahren, um an einem solchen ungewöhnlichem Hundeseminar teilzunehmen… jetzt präsentiere ich stolz das erste MENSCH WIE HUND Seminar (inspiriert durch Maja Nowak) in Biesenthal, nur 35 km nördlich von Berlin!

„Wie findest Du zurück zu Deinen Potenzialen und damit zu Deiner Echtheit? Und wie kann Dein Hund Dich dabei unterstützen und Du daraufhin auch Deinen Hund? …. Eine respektvolle Beziehung und Kommunikation auf Augenhöhe sind das Ziel dieser Seminare. Ein Beziehungsfundament, auf dem eine wertschätzende und achtsame Verbindung wachsen kann. “
Simona Cappai, Verbund der Unabhängigen Wegbereiter Mensch wie Hund im Team von Maja Nowak

Hier kannst Du Videos von Maja Nowak und ihrem Ansatz sehen: www.youtube.com/user/DogInstitutBerlin/

Mehr Information & Anmeldung hierlang

Weitersagen und Interesse bekunden: www.facebook.com/events/535261710662279

Rückmeldekultur statt Beschwerdemanagement

Eltern-Team-Themenabend

„Rückmeldekultur statt Beschwerdemanagement“

Wenn für uns im Alltag der Schule die vier Werte für das Miteinander (von Jesper Juul und Helle Jensen) handlungsleitend sind, dann erscheint uns ein „Beschwerdemanagement“ nicht mehr der richtige Weg auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren.

Aber wie kann es dann gelingen, dass SchülerInnen, PädagogInnen und Eltern gut im Kontakt und Austausch sind? Wie können wir unsere verschiedenen Ansichten und Bewertungen miteinander thematisieren ohne eine hierarchische Instanz, die das „von oben“ regelt oder maßregelt? An wen wenden sich Eltern, wenn sie Not haben und die MentorIn des Kindes nicht als die geeignete AnsprechpartnerIn erscheint? Wie kann die Organisation sicher stellen, dass Rückmeldungen nicht folgenlos sind oder im Sande verlaufen? Und welche Kompetenzen brauchen PädagogInnen und Eltern, um den Mut zu authentischen Rückmeldungen aufzubringen?

Ein Eltern-Team-Themenabend für engagierte Kitas & Schulen, die gemeinsam auf Augenhöhe arbeiten wollen. Termine Di und Do Abends nach Absprache buchbar bei Katrin Paul unter buero@mirabellenhof.de.

Elternabend „Wieviel Wahrheit braucht mein Kind?“

Von kleinen Lügen, großen Lasten und dem Mut zur Aufrichtigkeit in der Familie. Viele Eltern sind unsicher, welche Wahrheiten sie ihren Kindern z.B. im Fall von Trennungen oder Schicksalschlägen mitteilen sollen. Viele kleine Lügen schleichen sich manchmal unbemerkt in den Alltag ein. Ist dies zum Schutz oder Schaden von Kindern? Was brauchen Kinder, um sich zu entwickeln? Welche Rolle spielt die Aufrichtigkeit, also die Authentizität der Eltern, für die kognitive Entwicklung ihres Kindes? Und wie können Eltern schmerzhafte Wahrheiten kindgerecht kommunizieren?

Buchtipp:

Abschied von Zeugnis und Bewertung in der Schule

Während andere Schulen im Zeugnisfieber sind und damit Kinder ungleichwürdig von oben nach unten bewerten, geht die Naturschule Barnim neue Wege des Lernens auf Augenhöhe und in Gemeinschaft.

Deswegen gibt es dort zwei Wochen lang die – glauben wir – im Format noch einmaligen Jahresabschlussgepräche für alle Schüler*innen und Lernbegleiter*innen! Inspiriert von Jesper Juuls Grundgedanken haben wir ein Feedback-Verfahren mit jeweils 3 einfachen Fragen (siehe Foto unten) entwickelt, das wertschätzend von Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen angewandt werden kann. In einem würdigen Rahmen, vor der ganzen Gemeinschaft, schätzt sich jeder selbst ein und hört, wie er von anderen wahrgenommen wird. Hierbei gibt es keine Kritik – die halten wir für gesundheitsschädlich – aber sehr wohl schöne wie unbequeme Sichtweisen, in persönlicher Sprache formuliert.


Es erfordert Mut, es ist aufregend und es ist eine einmalige gemeinschaftliche Erfahrung von selbstorganisierten Lern- und Lebenswegen.
Voraussetzung dafür ist die Ausbildung aller Lernbegleiter*innen in „persönlicher Sprache nach den vier Werten Jesper Juuls (integer, authentisch, verantwortlich und gleichwürdig)“ und ein hohes Maß an emotionaler Sicherheit, die die Erwachsenen für die ganze Gemeinschaft hersstellen können müssen – wir möchten ausdrücklich davor warnen, diese Grundidee „einfach so“ in anderen Kontexten anzuwenden! Es ist unsere Erfahrung, dass die Fähigkeit Selbst- und Fremdwahrnehmung vereinbaren zu können das Lernen & Leben sehr bereichert. Die Gespräche sind so verschieden wie die Menschen, aber alle gehen aufrechter, um ein ein „paar Zentimeter gewachsen“ aus diesen Gesprächen.

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Wer sich für die Ausbildung der Lernbegleiter*innen interessiert, dem empfehlen wir die Weiterbildung am Deutsch-Dänischen Insitut für Familienberatung in Berlin oder Teamfortbildungen von beziehungskompetent.de

 

Elternabend: integer handeln in Familie, Kita & Schule

Durch den gesellschaftlichen Wandel ist der Umgang mit unseren Grenzen in zwischenmenschlichen Beziehungen einer der Bereiche, die sich in den letzten Jahrzehnten am stärksten verändert haben. Durch den Abschied von Gehorsam und Anpassung brauchen wir eine neue Orientierung im Zusammenleben. Kinder wachsen heute immer angstfreier auf – das ist wunderbar. Und zeitgleich fällt auf, dass es immer mehr Kindern schwer fällt, andere Menschen respektvoll zu behandeln und sowohl auf die eigenen als auch auf die Grenzen anderer Acht zu geben. Es scheint so, dass die Angst weggefallen ist, aber etwas Neues noch nicht wirklich angekommen ist: Die Wahrnehmung der persönlichen Grenzen als Grundlage für Respekt und ein gutes Miteinander auf Augenhöhe ist bei Erwachsenen wie bei Kindern nur rudimentär entwickelt. Uns allen fehlen Vorbilder, wie man ohne Autoritätskultur respektvoll miteinander umgeht. Viele Eltern und PädagogInnen waren früher viel zu streng, heute sind viele viel zu nett. Wie können wir also neue Wege für ein tragfähiges Miteinander und liebevolle Führung unserer Kinder finden?
Ein Elternabend zum Thema „Integer handeln in Familie, Kita & Schule“ kann Eltern neue Wege aufzeigen, inspirieren und ermutigen.


Elternabend:

Mein Raum, meine Grenzen, meine Unversehrtheit
Integrität als wichtigster Wert für ein neues Miteinander in Familie & Kita/Schule

Früher gab es klare Rollenverteilungen und unantastbare Autoritäten, die das Zusammenleben der Menschen bestimmt haben und die das Recht hatten, andere zu definieren und über deren Grenzen zu bestimmen. Vieles war dadurch einfacher und klarer als heute – aber der Preis dafür war Angst, Druck, Machtkampf und Anpassung.
Heute wollen wir uns respektvoll auf Augenhöhe in unseren Familien begegnen und ohne Angst und Druck in Kita/Schule zusammenarbeiten – aber wir sind gesellschaftlich unerfahren, wie das wirklich geht. Der bekannte dänische Familientherapeut Jesper Juul hat uns vier Werte an die Hand gegeben, die uns ein neues Zusammenleben ermöglichen. An diesem Abend soll es um den Wert der Integrität zwischen Menschen gehen. Was bedeutet es, in Beziehungen integer zu handeln? Was bedeutet es persönliche Grenzen zu haben und wie finde ich meine? Wie kann ich liebevolle Führung von Kindern übernehmen, ohne deren Integrität zu beschädigen – aber auch ohne, dass ich mich anpasse oder beliebig werde…. Wie kann ich streitende Kinder ermutigen Lösungen zu finden? Und ist gewaltfrei immer richtig? Ein inspirierender Abend rund um das Thema Integrität in Beziehungen.

Spiel trifft Arbeit

Warum wir eine Team-Fortbildung entwickelt haben, in der ganz viel gespielt wird?
Welche Kompetenzen üben wir durch Spielen?
Warum brauchen wir in einer neuen Beziehungskultur auf Vertrauensbasis die Fähigkeit Teamprozesse spüren und gestalten zu können?

Offensichtlich sind wir nicht die Einzigen, die die Zusammenhänge sehen – das freut uns!
Im März gibt es den Schnupper Workshop https://www.facebook.com/events/1088549661306012/

und diese Veranstaltung ist bestimmt auch inspirierend:

https://www.unternehmensdemokraten.de/spielt-ihr-narren-nkna19-was-hat-neue-arbeit-mit-spiel-zu-tun/?fbclid=IwAR2HYB04NCj-0sDRMQdomzn_EzGXHNk0kGAPBANQ_cFT-ogScPdVeQ_nSd0