Wettbewerb an Schulen? Wer lernt hier mehr?

Wettbewerb gibt es ja eher zu viel als zu wenig, zumindest unter den SchülerInnen. Wie wäre es aber mit diesem Wettbewerb zwischen Lehrkräften und SchülerInnen: „Wer hat mehr gelernt dieses Schuljahr?“

Damit LehrerInnen von den SchülerInnen lernen können brauchen Sie Arbeit im Team, ein wertschätzendes Kollegium, Intervision und Supervision – Rahmenbedingungen, die dringend zum Standard für diesen anspruchsvollen Beruf werden sollten.

lehrerlernen

7 Veränderungen, die das deutsche Schulsystem revolutionieren

Dass es einige grundlegende Schwierigkeiten mit dem deutschen Schulsystem gibt, die man durch etwas Reform hier und da nicht in den Griff bekommt, spricht sich langsam herum. Dass schulisches Lernen auch anders und sehr befriedigend gestaltet werden kann, zeigen viele deutsche Reformschulen. Deren Erfahrungen inspirieren aber leider eher nicht das öffentliche Schulsystem und so kommt es zu einer Aufspaltung der Schullandschaft in sehr innovative und sehr traditionelle Schulen.

Der Zeitungsartikel über das öffentliche Schulsystem in einem kleinem, sehr speziellem Teil der Welt: „Schulen im Silicon Valley: Der Sternenhimmel ist das Ziel, nicht die Versetzung“  von Astrid Maier aus dem Spiegel ist wirklich beeindruckend. Darin beschreibt sie ein regionales Schulsystem, das sich in allen Punkten diametral von unserem deutschem unterscheidet:

  • das Personal ist ausgezeichnet (messbar an der Anzahl der Kinder, die dauerhaft gerne lernen!)
  • die Kinder sind von dem Schulbesuch begeistert, lernen und erfahren große Selbstwirksamkeit (während in Deutschland die Schullust ca. 3 Wochen nach der Einschulung tendenziell nur noch sinkt)
  • es gibt eine Willkommenskultur und ein sehr starkes Engagement, alle fremden Kinder zu integrieren (durch Hilfspersonen, Sprachhilfen usw.)
  • reiche, gebildete Eltern unterstützen die öffentliche Schule durch reichlich Spenden (statt eigene Privatschulen zu finanzieren, wie es der aktuelle Trend in Deutschland ist)

„Ausgezeichnete Lehrer, eine außergewöhnliche Willkommenskultur und sehr viel Geld – das allein sind aber noch nicht alle Zutaten, die das Schulsystem hier von allen anderen, die ich erlebt habe, unterscheiden. Die wichtigste Ingredienz gibt es nirgendwo zu kaufen: Es ist der Geist, der all das hier trägt.“

Von diesem Geist hätte ich gern auch mehr in Deutschland. Wir sind aus vielerlei Gründen in traditionellen Schulen sehr stark einer Fehlersuchkultur verhaftet, die unsere Schulkinder jeden Tag in ein  „Richtig/Falsch-Korsetts“ zwängt. Statt in den Kindern die Flamme der Begeisterung und des Experimentierens zu entzünden (dann macht man allerdings viele Fehler und begeht Irrwege…), wird bei uns täglich mit dem Rotstift gelehrt, dass es am besten ist keine Fehler zu machen. Diese Geisteshaltung der permanenten Bewertung verhindert die Entfaltung der individuellen Potentiale unserer Kinder sowie später einen gesamtgesellschaftlichen Innovationsgeist.

„Malinas Schuljahr in Palo Alto hat unserer ganzen Familie klargemacht, dass das Silicon Valley weniger ein Ort auf der Landkarte als vielmehr eine Geisteshaltung ist: Es gibt immer eine Gelegenheit, etwas Neues und hoffentlich Besseres zu erfinden. Jeder kann für sich beanspruchen, die Welt zu verändern. Und wenn mal etwas schiefgeht, dann fängt man eben noch mal von vorne an. Lisa hat mit den Kindern vor Kurzem auch das „Scheitern“ gelernt. Die Einstellung wird schon in der Vorschule vorgelebt. Innovation hat zuvorderst mit Psychologie zu tun.“

Statt dem Geist des Entdeckens und Stolperns finde ich in deutschen Durchschnittsschulen in der Regel folgende Symptome:

  • SchulleiterInnen laufen Gefahr ausgebrannt zu werden oder sind persönlich unglaubwürdig mangels Führungskompetenz
  • LehrerInnen sind EinzelkämpferInnen, kein Unterricht und keine Klassenführung im Team
  • Das Klima im Lehrerzimmer ist nicht wertschätzend und respektvoll
  • Lob, Belohnung und Kritik, Tests und Bewertungssdruck bestimmen im hohen Maße den Schulalltag
  • Jeder versucht sein Bestes dem Schulsystem gerecht zu werden oder es wird gemeckert – es gibt wenig systemischen Gestaltungsspielraum
  • Eltern werden als Bedrohung und Anstrengung erfahren, einige Elterngespräche machen viel Kopfschmerzen, die LehrerInnen haben keine feste Supervision für solche Themen
  • Es gibt keine Reflektion der LehrerInnen untereinander, WIE es ihnen persönlich an ihrer Schule geht, sondern nur, was als nächstes Projekt stattfinden soll oder was noch mehr geleistet werden soll
  • Es gibt LehrerInnen/SchülerInnen, mit denen weder das Lehrerteam noch die Klassengemeinschaft zurecht kommen und die man (heimlich) am liebsten los sein würde

Wie man den Geist im deutschen Schulsystem revolutionieren kann – ich weiss es nicht, es gibt keine einfachen Patentrezete. Idealerweise bringen SchulleiterInnen einen frischen Geist in die Schule und sollten dafür angemessen bezahlt werden und durch reichlich Führungscoaching unterstützt werden. Wenn LehrerInnen solche Art der klaren Führung (gewaltfrei, respektvoll, persönlich) am eigenen Leib erfahren, dann können sie diesen Geist in die Schulklasse tragen und sich (politische, finanzielle) Unterstützung von den Eltern holen  (statt in den Eltern den größten Feind zu sehen).

Aber es bräuchte eben auch einen neuen Geist, den die SchulleiterInnen authentisch vorleben:

  • Der Glaube, dass der einzelne Mensch und das Wohlbefinden jedes einzelnen Lehrers wichtiger ist als das Funktionieren des Systems. Nicht Harmonie, aber wertschätzende Anerkennung unterschiedlicher Bedürfnisse im LehrerInnenteam wäre grundlegend.
  • Die Erfahrung, dass ein wertschätzendes Miteinander auf Augenhöhe Menschen glücklich macht und LehrerInnen wie Kinder dann in den einzelnen Details des Schulalltags sehr anpassungsfähig sind.
  • Die Erfahrung, dass es wichtiger ist WIE wir Dinge tun, als WAS und mit welcher ABSICHT. Gute Absichten sind eine grosse Falle für PädagogInnen, was zählt ist, ob die SchülerInnen sich wirklich wertgeschätzt fühlen und wirklich gerne lernen.
  • Die Erfahrung, dass wenn jeder einzelne Lehrer auf das hört, was ihm gut tut und seinen SchülerInnen lernen hilft, dieses dem ganzen System zu Gute kommt und es reifen lässt. Gute Anregungen, wie sich das im Alltag umsetzen lässt bietet das Buch von Helle Jensen „Hellwach und ganz bei sich“.
  • Dass jeder Mensch, der durch sein Verhalten nicht im Schulsystem „funktioniert“ ein wichtiger Anstoß für Veränderungen wäre.
    Dann wäre jedes einzelne Kind wichtig ist und keines wird im Namen des Schulsystems für  verloren erklärt werden. Wenn wir voraussetzen, dass Kinder sich von Natur aus hochkooperativ verhalten, dann sollten wir uns wirklich für die Gründe interessieren, warum Kinder die Kooperation aufgeben oder vermeintlich aufgeben. Herausfordernde Kinder brauchen nicht mehr Strenge oder mehr Regeln, sondern Lehrer, die sich Hilfe holen und gemeinsam mit diesen Kindern über sich hinaus wachsen und Dinge in Bewegung bringen.
  • Dass LehrerIn zu sein bedeutet, selbst immer weiter zu lernen, wie die eigene Persönlichkeit die Beziehungsqualität bestimmt, wie Lernen geht und vermittelbar ist.

 

Was kann ich tun, damit ein neuer Geist im deutschen Schulsystem wehen kann? Wenn wir an diesen 7 Punkten Einfluss nehmen, könnte es leichter werden, den hier und da schon vorhandenen Geist einer neuen Lernkultur flächendeckend zu verbreiten:

  1. Schulleitungen angemessen für ihre Führungsfunktion bezahlen und dann auch entsprechend hoch qualifizieren/weiterbilden in Führungskompetenz und Organisationsmanagement (Eltern könnten hier politisch Druck machen, es geht doch um die Ausbildung ihrer Kinder, die Zukunft der Gesellschaft!)
  2. LehrerInnen mit Fortbildungen & Supervision verwöhnen – viele Fortbildungen, regelmäßig Supervision (nicht nur im Notfall), viel Zeit für Intervision, Nachhilfe in Beziehungskompetenz (denn das wurde in der Ausbildung vernachlässigt)
  3. Freie Schulen staatlich fördern und anerkennen, da sie reformfreudiger und experimentierfreudiger sind und deswegen als Motor pädagogischer Entwicklung genutzt werden könnten. Die wichtigen Praxis-Erfahrungen allen Schulen Deutschlands zur Verfügung stellen (Lehreraustausch, s. nächster Punkt)
  4. Lehreraustausch – alle LehrerInnen hospitieren einmal jährlich in anderen Schulen und lassen sich durch fremde Schulkulturen inspirieren
  5. LehrerInnen arbeiten nur im Team (Eltern könnten viel mehr einfordern, dass Schulklassen immer von einem Team lerntechnisch begleitet werden, damit z.B. persönliche Vorlieben und Abneigungen eines Einzelnen nicht die Schullaufbahn des Kindes prägen)
  6. Schulleitung und Eltern behandeln LehrerInnen sehr wertschätzend – und verlangen dann dasselbe  von den LehrerInnen gegenüber den Kindern. Dies bedeutet, den LehrerInnen Fachkompetenz zuzusprechen und gleichzeitig auf Augenhöhe miteinander zu reden. Eltern mischen sich nicht in Angelegenheiten der Lehrkräfte, aber lernen persönliche Rückmeldung zu geben, wie es den Eltern und dem Kind in der Schule mit dem jeweiligen Lehrer/der Situation geht.
  7. Anspruchsvoll sein und Hilfe holen! Mir fällt auf, dass wir alle kulturell hohe Ansprüche an das gesellschaftliche Funktionieren/Anpassen von Menschen haben… nicht aber den gleichen hohen Anspruch, dass Systeme und Gemeinschaften auch die Werte leben, die sie predigen! Warum geben wir uns als Leitung, LehrerIn oder Elternteil zufrieden mit einem schlechten System? Mit der Einstellung, dass ich mir selbst Hilfe hole, falls ich an meine Grenzen komme, verändert sich alles. Dann, wenn ich meine eigenen Werte nicht umsetzen kann: wenn ich viel meckere, obwohl ich respektvoll sein will oder wenn ich Druck mache, obwohl ich doch Freiwilligkeit fördern will, wenn ich in Gesprächen ängstlich/wütend werde oder mein Standpunkt nicht vertreten kann ohne abwertend, beleidigend zu werden usw. Veränderungen fangen bei mir selbst an!

 

Alle diese praktischen, sofort umsetzbaren Veränderungen würden auf eine langfristige Neubewertung und Neudefinition der Lehrerrolle zulaufen. Das Ziel des Handelns wäre neu, die Art und Weise des Handelns, die Art und Weise der Einbeziehung der eigenen Persönlichkeit als wichtiges Handwerkzeug der PädagogIn, das Entdecken der Grundqualifikation Beziehungskompetenz, die Bewertung der gesellschaftlichen Rolle des Berufes, die Ausbildungsanforderungen, die Führungsqualifikationen der SchulleiterInnen wären zentral und nicht mehr zufällige, ehrenamtliche Gabe, die Anforderungen an lebenslanges Weiterbilden…  und das würde meiner Meinung nach eine echte, sehr langfristige Schulrevolution von der Basis her in Gang setzen. Und die LehrerInnen könnten selbst bestimmen, wie sie sich entwickeln wollen statt noch mehr leisten zu müssen. Das wäre keine Reform von oben, das wäre ein neues Schulsystem!

Warum ich diesen Blog-Artikel schreibe? Meine Erfahrungen zeigen, dass Menschen all dies wollen und freudig umsetzen, wenn sie Hilfe bekommen, ihren Träumen zu folgen, ihre Berufung als PädagogIn wirklich zu leben und Hindernisse innen und außen ernst nehmen. Die guten Absichten sind allerorts da, zu wenig aber gibt es Ermutigung, Durchsetzungskraft und fachlich-finanzielle Unterstützung, die notwendigen, manchmal auch schmerzhaften Schritte anzugehen, die solche eine Schulsystemrevolution von innen erfordert. Genau deswegen lautet mein letzter Punkt: Anspruchsvoll sein – nicht den Traum aufgeben  – denn er ist machbar. Du musst nur lange genug suchen und Du findest Vorbilder, siehe z.B. dem Zeitungsartikel.

Katrin Paul – beziehungskompetent.de

 

 

 

Der bedeutsamste Bewusstwerdungsprozess der Menschheit

Also für diesen Filmclip würde ich ja 5 Daumen hoch geben und wir sollten alle so eine aufschlussreiche Genanalyse bekommen – vielleicht wäre es dann etwas einfacher uns an diese neue Selbstwahrnehmung zu gewöhnen: Wir sind keine isolierten Individuen und keine isolierten Länder. Wir haben mehr gemeinsam als uns trennt! Wir sind alle miteinander verbunden und wenn es einem Land auf der Welt schlecht geht, so beeinflusst das auch alle anderen Länder. Und wir können nur gemeinsam eine zukunftsfähige Welt gestalten, nicht im Alleingang.
 
Gerald Hüther schreibt in seinem Buch „Wer wir sind und was wir sein könnten“ auf Seite 19 genau dazu: „Vielleicht dauert es gar nicht mehr so lange, bis sich kaum noch jemand daran erinnern kann, dass es einmal eine Zeit gab, in der die Menschen, wenn „wir“ sagten, nicht alle Menschen meinten, die unseren Planeten bevölkern. Sind wir nicht schon längst mittendrin in diesem Prozess der Auflösung historisch gewachsener Grenzen zwischen menschlichen Gemeinschaften? Dann freilich würden wir gegenwärtig den wohl bedeutsamsten Bewusstwerdungsprozess erleben, den Menschen je durchlaufen haben.“
 
Ich denke, dieser Filmclip ist deshalb so grandios, weil er diesen globalen Bewusstwerdungsprozess im Kleinen zeigt und uns mitnimmt, die Welt ebenso mit dieser neuen Sichtweise zu sehen. Wir haben soviel Angst, etwas zu verlieren, aber tatsächlich können wir so viel mehr gewinnen, wenn wir in Verbundenheit leben.
 
Aus meiner Beratungspraxis weiss ich, dass die gute Absicht in Gemeinschaft zu leben nicht ausreicht. Wir müssen lernen, sicher in uns selbst zu ruhen, unseren eigenen Standpunkt gut vertreten zu können und auf eine Weise zu reden, dass andere uns zuhören können und nicht verletzt sind. Dies braucht Übung, z.B. in der Kitagruppe oder Schulklasse. Und es bedeutet, wenn wir spüren, dass es nicht so in unserer Gruppe ist, wie wir es uns erträumt haben, dass wir uns wirklich Hilfe holen für die Umsetzung (und uns nicht abtötenden Satz sagen: „Na, die Realität ist eben nun mal kein Zuckerschlecken…“).
 
Wenn sich also ein Kind nicht wohlfühlt in der Gruppe, dann sind wir wieder beim selben Thema wie der Filmclip: Es ist nicht sein Problem sondern unser alles als Gruppe. Und die ganze Gruppe gewinnt an Lebensqualität, wenn wir gemeinsam Lösungen finden. Wenn wir solche Prozesse am eigenen Leib erfahren durften, fällt es uns leichter die Chancen der grossen Krisen unserer Zeit zu sehen.
 

Dokumentarfilm und Reportage – Praxisworkshop für pädagogische Fachkräfte

DOKUMENTARFILM UND REPORTAGE – EIN PRAXIS-WORKSHOP FÜR PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE 
Die Teilnehmer lernen in diesem Seminar, wie man dokumentarisches Arbeiten mit dem Medium Film/Video optimal in die (film-)pädagogische Arbeit integrieren kann und worauf dabei geachtet werden muss. Sie lernen die unterschiedlichen Phasen der Filmproduktion kennen und wie sie bereits mit einfachsten Mitteln in einer Doppelstunde einen kleinen Dokumentarclip erstellen können. In Kleingruppen aufgeteilt erstellen sie mit unterschiedlichster Technik – vom Handy über den Pocketcamcorder bis zu professioneller Broadcast-Technik – mehrere Kurzdokus zu bestimmten Themen, den Schnitt und die Nachvertonung inklusive.
Termine: 1,5 Tage: Freitag, 03.06.2016: 15:30 – 19:00 Uhr und Samstag, 04.06.2016: 10:00 – 18:00 Uhr
Kosten: 85 Euro
Anmeldung: kijufi – Landesverband Kinder- & Jugendfilm Berlin, info@kijufi.de, 030 609 51 369

 

Wie Kinder sehen lernen und besser schreiben können

Ich habe Robs Vortrag dazu auf dem Kongress in Ungarn 2106  gehört (IEC) und fand es sehr beeindruckend. Sein einfaches Handwerkszeug für Kinder, um vollständige Geschichten zu schreiben, hat sich wie ein Lauffeuer an seiner eigenen deutschen Grundschule verbreitet.
Man kann Kinder bitten an eine bestimmte Situation zu denken, dann ihnen die 4 Frageaspekte an die Hand geben und beantworten lassen und sie danach dazu eine Geschichte schreiben lassen, z.B. im Deutsch- oder Englischunterricht.
Die Kenntnis der 4 Quadranten (Inneres (ich), Äußeres (Verhalten), Gemeinschaft (Wir) und Situation/Umgebung) erleichtert die komplexe Wahrnehmung der Wirklichkeit und schult uns in Gemeinschaften ganz nebenbei, ganzheitlich zu agieren und zu reagieren.

Rob hat sein Arbeitsblatt dazu auf Englisch freigegeben, vielleicht mag es mal jemand auf Deutsch ergänzen oder für sich umarbeiten und daneben stellen…

 

Geburtsvorbereitungskurs Mindful Birthing Start 24. Mai 2016

Hier möchte ich auf einen sehr empfehlenswerten Kurs in Eberswalde hinweisen. Auch von Berlin aus gut mit dem RE zu erreichen!

Mindfulness Based Childbirth and Parenting (MBCP) ist ein achtsamkeitsbasierter Geburtsvorbereitungskurs, der werdende Eltern umfassend auf Schwangerschaft, Geburt und eine tiefgreifend veränderte Lebenssituation vorbereitet.

Eine Geburt ist wunder – und schmerzvoll zugleich. Durch das Erlernen von Achtsamkeit können wir eine völlig neue Beziehung zu körperlichem und emotionalem Schmerz aufbauen. Im MBCP Kurs nehmen wir den Geburtsschmerz genau unter die Lupe und lernen neue Wege im Umgang mit Angst und Schmerz ganz praktisch anzuwenden. Sie gewinnen Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten und finden heraus, was Ihnen unter der Geburt besonders hilfreich sein kann. Als werdender Vater lernen Sie Ihre Partnerin richtig zu verstehen und optimal zu unterstützen. Dadurch kann die Geburt schneller und komplikationsloser verlaufen und die ganze Familie das Wunder der Geburt voll auskosten.

Achtsamkeit gibt den werdenden Eltern aber auch den nötigen Halt um mit unvorhergesehenen Ereignissen besser zurecht zu kommen. Im Elternalltag kann Achtsamkeit als Schlüsselkompetenz dabei helfen, mit den großen Veränderungen der Familiengründung oder Erweiterung umzugehen und auch in Stresssituationen gelassener zu bleiben.

Der Kurs ist geeignet für alle Schwangeren/ Paare, die sich intensiv auf die Geburt und den neuen Lebensabschnitt vorbereiten wollen. Er ist auch geeignet für alle Eltern, die neue Wege für sich und mit ihren Kinder gehen möchten.

Inhalte:

  • Physiologie der Geburt
  • Umgang mit dem Wehenschmerz
  • Umgang mit Angst
  • Möglichkeiten wie der Partner unter der Geburt hilfreich sein kann
  • Gebärpositionen
  • Ursachen und Bedingungen rund um die Geburt
  • Stillen
  • Leben mit dem Neugeborenen
  • Wochenbett
  • Achtsamkeitsübungen für mehr Körperbewusstsein und leichte Yogaübungen zur körperlichen Vorbereitung
  • Achtsamkeitsübungen zum leichteren Umgang mit emotionalem und körperlichem Schmerz
  • Achtsamkeitsübungen zur Stressreduktion

MBCP 9-Wochen-Kurs

Zeiten: 24.5.-19.7.2016; Dienstags, 18-21 Uhr, Übungstag von 9:30-17:00 Uhr am 2.7. im Zentrum für Achtsamkeit Berlin-Mitte

Ort: ZAF – Zentrum für Achtsamkeit und Familie, Schillerstr. 15, 16225 Eberswalde

Preis: 260 Euro/Paar inkl. Begleitheft und Übungsmaterial

Infos und Anmeldung

Anne Hackenberger

Tel: 03334 2717807

Email: mail@achtsamkeit-und-familie.de

www.achtsamkeit-und-familie.de

Mütter sind heute unfreier als früher

Dies ist das Erfahrungsfazit von Mara Kowalewsky, Berlin, die seit 20 Jahren Schwangerenyoga unterrichtet und Geburtsbegleitung anbietet.

Das kleine Interview zeigt auf, wie leicht schwangere Frauen heute in die Funktions-Maschinerie von Ärzten und Krankenhäusern geraten. Aber es geht auch um die inneren Bilder, die schwangere Mütter leiten, z.B. möglichst schnell wieder in den Beruf zurückzukehren.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/-muetter-sind-heute-unfreier-als-frueher–23870112

 

 

Der Elternabend zum Buch: Leitwölfe sein

Meine Erziehung zum Elternsein –
wie ich gelernt habe Leitwolf in meiner Familie zu sein“

Der Elternabend zum Buch: Leitwölfe sein2016_Cover_Leitwoelfe_sein

Was Eltern im Beruf gelingt, bereitet zu Hause oft Schwierigkeiten: Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen, auch Unpopuläres durchsetzen. Fehlende Vorbilder und die Angst, ihren Kindern Schaden zuzufügen, hindern Eltern daran, ihre Führungsrolle in der Familie auszufüllen.

In seinem neuen Buch definiert der Familientherapeut Jesper Juul die Führung innerhalb der Familie neu und bietet Lösungen, die durch Gleichwürdigkeit und ein zeitgemäßes Autoritätsverständnis die Balance in der Familie herstellen. Wie Mütter und Väter sich ihren Wunsch nach Stärke und Geborgenheit erfüllen und den Kindern liebevolle Orientierung geben. Neue Sichtweisen auf Familie unterstützen sie darin, einen Führungsstil zu entwickeln, an dem alle wachsen: Kleinkind, Teenager und nicht zuletzt die Eltern selbst.

Beim Elternabend zum Buch gebe ich Einblicke in meinen persönlichen Entwicklungsweg. Beispielhaft kann ich an meiner eigenen Familiengeschichte erläutern, wie vorbildlos Eltern sind, die als Kind selbst nur autoritäre oder antiautoritäre Führungsstile ihrer Eltern kennengelernt haben und nun „alles anders machen wollen“. Und welche Einsichten und Erfahrungen ich gemacht habe auf dem Weg zu liebevoller Führung und Gleichwürdigkeit in meiner Familie.

 

Gern biete ich Ihnen diesen Elternabend in Ihrer Kita oder Schule an.
Im Barnim gibt es auch die Möglichkeit im Anschluss daran in einer Reihe von „Leuchtturmwärtergesprächen“ Eltern einmal monatlich einen Gesprächskreis anzubieten, in dem gemeinsam Fragen rund um Familienalltag reflektiert werden können.

 

Nächste Termine:

  • im Familienzentrum „alte schmiede“, Spittastraße 40, 10317 Berlin-Lichtenberg am Donnerstag, den 30. Juni 2016, 19.30 Uhr

 

 

 

Vortrag und Workshop „Kriegsenkelin – Von seelischen Trümmern in Friedenszeiten“

Ich bin berührt über die starken Rückmeldungen zu meinem sehr persönlichen Vortrag und Workshop „Kriegsenkelin – Von seelischen Trümmern in Friedenszeiten“ (ganz in Anlehnung an die Bücher von Sabine Bode und Bettina Alberti).
Es ist mir gelungen, ein übersichtliches Schaubild zu erstellen, wie Traumatisierungen unserer Eltern bis in meine Generation wirken.
Viele haben mich angesprochen und mir erzählt, sie erkennen sich so gut wieder darin – und gefagt, was sie tun könnten für sich?
Es ist meiner Meinung nach wichtig, dass es Raum und Zeit gibt, z.B. in einigen Beratungssitzungen oder einem Wochenendseminar, die so bewegenden Familiengeschichten zu teilen und einen neuen empathischen Blick auf sich selbst zu bekommen. Fast alle älteren TeilnehmerInnen berichteten, dass sie als Kinder in emotionaler Hinsicht für die Eltern gesorgt haben. Dies ist eine Umkehr der natürlichen Rollen – Kinder schützen ihre Eltern vor emotionalem Schmerz und verlernen dabei, für sich selbst zu sorgen. Erst vor dem Hintergrund dieser Zusammenhänge können wir Selbstgefühl und Mitgefühl für uns selbst aufbringen – es ist nie zu spät Selbstliebe zu lernen, insbesondere wenn wir als Kind nicht das bekommen haben, was unsere Eltern uns gerne gegeben hätten, aber nicht konnten.
Gerne stehe ich auch für diese Themen in Online-Beratungen zur Verfügung!

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Frühlingstestwoche für Online-Beratungen

Der Frühling ist unaufhaltsam und alles in der Natur bekommt neue Energie und Kraft!

 

Für alle kleinen und großen Blockaden im Berufsalltag bietet die Online-Beratung per Skype eine gute Gelegenheit Deine Lebenskraft wieder in Fluss zu bringen!

  • Unangenehme KollegIn – was kann ich tun?
  • Herausfordernde Kinder – wie achte ich auf meine Kraft?
  • Zwischen allen Stühlen: Rahmenlehrplan, Schulleitung, Eltern – wo bin ich?
  • Abschied von Lob & Tadel – wie kann ich ohne Belohnung und ohne Drohungen durch den Kita/Schulalltag führen?
  • Kopfschmerzen vor dem Elterngespräch – wie kann ich heikle Themen ansprechen?
  • Probleme mit der ErzieherIn/LehrerIn – wie kann ich als Elternteil meine Interessen respektvoll vertreten?

Welche Frage Dich auch beschäftigt, Du bestimmt das Thema und findest Deinen persönlich stimmigen Weg!

Vom 14. – 18. März 2016  ist Frühlingstestwoche – jede Stunde Onlineberatung statt 70,00 Euro zum Frühlingsschnupperpreis von 25,00 Euro!!!!

Begrenzete Termine:

Mo, 14.3.2016 –  11.00 bis 12.00 Uhr und 16.00-17.00 sowie 19.30 bis 20.30 Uhr
Mi, 16.3.2016 –  16.00-17.00 sowie 19.30 bis 20.30 Uhr
Do, 17.3.2016 – 16.00-17.00 sowie 19.30 bis 20.30 Uhr

Wenn Du Skypen kannst, dann melde Dich mit Deinem Wunschtermin bei katrin@mirabellenhof.de an – ich gebe Dir dann Bescheid, ob der Termin frei ist.

 

 

 

 

Kann man Empathie kaufen? Und wenn ja, wo?

Warum gute Freunde schlechte Berater sind
und es sich lohnt Empathie zu „kaufen“!

 

In einem kleinen Film (siehe unten) wird der Unterschied zwischen Empathie und Sympathie erklärt. Sympathische Freunde sind unentbehrlich im Leben. Und doch haben sie meistens einen grossen Nachteil: sie wollen uns aus lauter Sympathie helfen, aber ihre Hilfe ist oft der Versuch zu trösten. Trost ist – wie im Film unten so schön dargestellt – das Anmalen der dunklen Sorge mit etwas hellerer Farbe. Trost ist das Gegenteil von emapthischer Teilnahme! Empathie bedeutet: ich sehe den anderen, erkenne was ihn bewegt und kann mitfühlen, weil ich ähnliche Gefühle von mir kenne. Das ist kein Mitleid, sondern geteiltes Leid. Viele Menschen glauben, das Mitfühlen ohne Lösungsidee (=Empathie) das tatsächliche Leid des Anderen noch verschlimmert, weil es ja eben kein Lösungsansatz bietet, sondern nur aussagt: Ich sehe, wie es Dir geht und wie Du leidest. Wir klettern sozusagen gemeinsam hinunter ins schwarze Loch der subjektiven Ausweglosigkeit.
Wir können übrigens nur so empathisch sein, wie wir unseren eigenen Schmerz zulassen können – sollte ein ähnlicher Schmerz bei uns unbewusst sein, werden wir uns mit Abwehrreaktionen selbst schützen. Dann sind wir wirklich froh, wenn wir das Thema wechseln können oder werden wütend, warum der Andere denn nicht endlich dies oder jenes tut… Genau deswegen kommen auch die besten Freunde schnell an ihre persönlichen Grenzen, während ein empathischer Berater es wagen kann sich mit dem Anderen zusammen in die existenziellen Tiefen des Lebens hinabzubegeben.

Die Erfahrung zeigt, dass Empathie Menschen hilft, aktiv ihre eigenen Lösungswege zu finden. Mit jemanden zusammen in seinem eigenen schwarzen Loch der Angst, Panik oder Wut oder Depression zu sitzen hat eine andere Nachwirkung als wenn wir dort alleine festsitzen. Oft finden wir erst die Kraft unser eigenes schwarzes Loch richtig anzuschauen, wenn uns jemand darin beisteht. Und oft findet sich dann bei diesen Nachforschungen auch ein Ausgang aus der scheinbaren Ausweglosigkeit. Genau deswegen ist es meiner Meinung nach eine lohnende Investition, sich bei Unsicherheiten und Ausweglosigkeiten empathische Beratung zu gönnen. Freunde können auffangen, Beratung kann Perspektiven verändern!

„Empathie ist die stärkste Währung der Welt“ ist ein berühmtes Zitat von Jesper Juul – und doch wissen die wenigsten genau, was Empathie ist und vor allen Dingen, wo ich es mir selbst kaufen kann. Das Buch: „Miteinander – wie Empathie Kinder stark macht“ ist da ein guter Einstieg. Und an Einzelpersonen, Familien und pädagogische Fachkräfte die herzliche Einladung, sich bei schwierigen Situationen (privat oder beruflich) Berater und Coaches zu suchen, die Ihnen empathisch beistehen auf Ihrem Weg zeitgemäße Werte wie Respekt und Verantwortung zu leben. Wenn Ihnen Konflikte die Nerven rauben oder Sorgen schlaflose Nächte machen und die guten Ratschläge der Freunde nicht mehr weiterhelfen, dann ist es Zeit, sich Empathie zu „kaufen“ als Investition in die eigene Gestaltungskraft des Lebens. Wenn Sie nicht mehr Produkt der Umstände sein wollen müssen Sie lernen die Umstände zu ändern. Und das erste Zaubermittel dafür heisst Empathie finden- jemand, der wirklich ihre Lage verstehen kann und ihre Wünsche in Worte fassen kann, jemand, der Ihnen hilft mit sich selbst ganz in Verbindung zu kommen.

Wie erkenne ich einen empathische/n BeraterIn? Vielleicht am ehesten daran, dass er oder sie sich nicht als Expertin sieht und schon die Lösung für alle Ihre Probleme kennt! Er/Sie hat kein „einfaches“ Zaubermittel in der Tasche (etwas mehr Disziplin, etwas mehr von diesem Programm oder jene Methode, die bei allen wirkt…).

  • Wenn Sie empathische Beratung kostenlos testen wollen, können Sie sich von einer Ausbildungsgruppe des Deutsch-Dänischen Instituts beraten lassen.
    Sie werden dann unter direkter Anwesenheit von sehr erfahrenen Trainern des Instituts beraten. Zur „Beratung für Alle“ geht es hierlang.
  • Günstige Beratungen gibt es auch bei Absolventen, die in der Endphase der Ausbildung des DDifs Beratung und Therapie in eigener Regie anbieten und dazu regelmäßig Supervision bekommen –  Liste hier.
  • Eine Liste der mir bekannten BeraterInnen finden Sie hier
  • Empathische Online-Beratung per Skype gibt es hier

Und hier nun der Film über Empathie und Sympathie, leider sehr schnell in Englisch gesprochen, aber die Bilder sprechen auch für sich…

 

 

Erfahrungen einer Scheidungsanwältin

Das hört sich erstmal schrecklich trocken an, aber dieses Interview porträtiert eine wirklich kernige Frau und ihre knackigen Einsichten.
Sehr lesenswert, auch wenn gerade keine Scheidung in Sicht ist…

Ehe und Liebe haben nicht viel miteinander zu tun, wenn man Ihnen so zuhört.
Ich sage immer, das Gesetz regelt die Ehe, und da steht von der Liebe kein Wort.
Es ist keine Voraussetzung, dass Menschen sich in Liebe verbinden müssen. Man hat doch nicht geheiratet, weil man sich liebt.

Hat man nicht?
Nach den Begriffen des bürgerlichen Rechts nicht. Nur weil man sich liebt, könnte man auch so zusammenleben.
Wenn man heiratet, erwartet man diese rechtliche Bindungswirkung. Und die ist völlig unabhängig von der Liebe.
Natürlich, man hält die Ehe leichter aus, wenn einem der andere wenigstens sympathisch ist. Aber Geschäftsgrundlage der Ehe ist die Liebe nicht.

Weiterlesen hier:

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/44191

Dieses Buch hat mich inspiriert!

Das neue Buch von Jesper Juul gab es schon länger als Hörbuch – und es hat mich auf vielen Ebenen inspiriert. Nicht zuletzt habe ich danach meinen Flyer für Elterncoaching entwickelt, lange bevor das Buch nun solche Wellen schlägt!!!

 

Führung und Vertrauen: der Schlüssel für starke Familien

Was Eltern im Beruf gelingt, bereitet zu Hause oft Schwierigkeiten: Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen, auch Unpopuläres durchsetzen. Fehlende Vorbilder und die Angst, ihren Kindern Schaden zuzufügen, hindern Eltern daran, ihre Führungsrolle in der Familie auszufüllen.

In seinem neuen Buch definiert der berühmte Familientherapeut die Führung innerhalb der Familie neu und bietet Lösungen, die durch Gleichwürdigkeit und ein zeitgemäßes Autoritätsverständnis die Balance in der Familie herstellen. Wie Mütter und Väter sich ihren Wunsch nach Stärke und Geborgenheit erfüllen und den Kindern liebevolle Orientierung geben – Jesper Juuls kreative Vorschläge unterstützen sie darin, einen Führungsstil zu entwickeln, an dem alle wachsen: Kleinkind, Teenager und nicht zuletzt die Eltern selbst.

Autor: Jesper Juul

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FlyerLeitwolf

 

 

 

 

Hier geht es zu meine Leitwolf-Beratungsangeboten für Familien!

Und in Arbeit ist auch ein Familienseminar mit Führungstraining mit Pferden zum Thema Leitwolf in der Familie sein. Wer daran Interesse hat, bitte nicht verpassen, sich für den Newsletter anzumelden…

Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen

Zwei wichtige Begriffe und viele kennen nur den letzten. Den Unterschied zwischen Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sollten aber alle PädagogInnen kennen. Im folgenden Artikel hat das Jesper Juul recht anschaulich erklärt. Unsere Bildungskultur ignoriert bisher völlig die Ebene des Selbstwertgefühls und setzt einseitig auf Lob und Bestärkung für Selbstvertrauen. Loben ist nicht generell schlecht, aber lange nicht so wirksam wie viele glauben. Und viele Situationen brauchen kein Lob, sondern Anerkennung. Denn Anerkennung – das „Gesehen werden“  – ist ein Grundbedürfnis des Menschen, nicht das Lob für Leistung.

https://www.facebook.com/notes/familylabde/selbstvertrauen-und-selbstwertgef%C3%BChl-auszug-aus-dem-interview-mit-jesper-juul-ge/958157514238343

VERRÜCKT? NA UND!

Diese informative aber auch sehr warmherzige Webseite empfehle ich allen Lehrkräften & SchülerInnen zum Schmökern!
 
 
Ein Auszug:
Jugendliche in seelischer Not: Was Sie als Lehrkraft tun können
Lehrkräfte fühlen sich oft unsicher, was Schüler und seelische Krisen angeht: Wie spricht man so etwas an? Was kann ich überhaupt tun? Und wo sind meine Grenzen? Die Schule ist schließlich keine diagnostische oder therapeutische Einrichtung und Lehrer sind keine Therapeuten. In der „kleinen Welt“ Schule findet Leben statt. Und das verlangt nach Antworten auf Lebensfragen!
Täglich gibt es Störungen im Unterricht durch Schüler, die auffallen, weil sie laut und unruhig sind. Oder Schüler bereiten Anlass zur Sorge, weil sie allzu auffällig unauffällig sind. Doch nicht alles, was aus der Norm fällt ist, „gestört“.
– Ermutiger sein
– Was Schülern mit seelischen Erkrankungen auf jeden Fall hilft
 
mehr auf der Webseite: http://www.verrueckt-na-und.de
 
Onlineberatung & Einzelfallsupervision zu solchen und anderen Themen:
Katrin Paul – beziehungskompetent.de

Die härteste Währung der Welt muss sich ändern – von Geld zu Empathie!

Menschlichkeit entsteht, wenn wir in Verbindung mit unserer inneren Natur sind.
Die äußere Natur und Tiere können für uns Lehrer sein – wie für diese beeindruckende Frau!
Integer und weise erscheint sie mir und es ist wohltuend, ihr einfach nur zuzuhören!
Ein kleiner Vorgeschmack auf ein globales Leben, in dem Empathie – das Miteinander – die härteste Währung der Welt wäre (statt Geld wie zur Zeit).
So viele unserer Probleme beruhen darauf, dass Geld und Angst die Welt regiert, die Lösung kann meiner Meinung nur sein, daß jeder bei sich selbst anfängt: Vertrauen leben lernen und Beziehungskompetenz aufbauen! Lernen in der kleinsten Gemeinschaft, in der Familie, wirklich miteinander auszukommen statt nebeneinander oder in Streit zu leben; Lernen, in Kita & Schule gemeinschaftliches Miteinander zu erleben ohne Gewalt, Zwang und Druck der Anpassung. Lernen in Deutschland gemeinsam politische Wege zu finden, mit den Herausforderungen der Zeit umzugehen.

Paarberatung ist meistens Nachhilfe in Selbstliebe

WER SICH SELBST NICHT LIEBT
UND SEIN ALLEIN-SEIN NICHT GENIESSEN KANN;
WIRD AUCH FÜR ANDERE BALD UNGENIESSBAR

Wer es nicht genießen kann, mit sich selbst – ohne Ablenkung – allein zu sein, das heißt eine innige, fröhliche und liebevolle Beziehung zu sich selbst zu pflegen, der ist (noch) nicht in der Lage, mit einem anderen Menschen zu sein.
Dieser Mensch führt mit höchster Wahrscheinlichkeit eine sehr unbewusste Beziehung und belastet diese mit seinen eigenen nicht erledigten ‚Hausaufgaben‘.

Er wird seinen Partner immer wieder als willkommene Ablenkungsmöglichkeit von sich selbst benutzen. Er versucht, von ihm die Liebe, Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu bekommen, die er sich selbst (noch) nicht geben kann. Er verurteilt an seinem Partner das, was er selbst nicht sein will (aber auch ist) oder das, was er an Vater und Mutter der Kindheit verurteilte. Er macht seine ‚Liebe‘ davon abhängig, dass er Erwartungen an seinen Partner stellt und wenn der diese nicht erfüllt, ist es mit der Liebe vorbei. (Es war auch vorher schon KEINE Liebe) Er tut etwas für den Anderen, opfert sich vielleicht sogar für ihn auf (macht sich aber nicht bewusst, dass dafür etwas ‚zurück haben‘ will) und wundert sich, dass der andere ihm das nicht dankt, sondern ihn oft sogar verlässt. Er hat ein geringes Selbstwertgefühl und oft große Zweifel an seinem eigenen Wert.

Dies kann kein Partner ändern, sondern nur er selbst. An dieser Selbst-Verurteilung und Nicht-Wertschätzung seiner selbst scheitern die meisten Paarbeziehungen.
Ein Mensch, der sich selbst nicht liebt, kann keinen anderen Menschen lieben.

Robert Betz

Aus meiner Erfahrung aus Paarberatungen kann ich das nur unterstreichen. Es mangelt so oft nicht an Liebe für den anderen sondern an der Fähikgeit, sich selbst zu sehen und zu lieben.facebook_1443159950430

So oft ist es das Gefühl: „wenn der andere nur endlich das und das tun würde“ – und wir merken gar nicht, dass wir damit unsere Verantwortung abgeben und aus der direkten Begegnung gehen. In der Vorwurfshaltung ist es letztlich (unbewusst) sehr bequem,  weil ich weder mich selbst zeigen muss noch aushalten muss, dass ich vielleicht etwas will, das ich nicht bekomme.  Wir merken das Unbefriedigende daran erst, wenn sich über Wochen, Monate und Jahre nichts in der Beziehung ändert!  Leider haben wir fast alle in unserer Kindheit nicht gelernt, für uns zu sprechen (nur gegen andere). In Paar- oder Familienberatung können wir das lernen, was uns als Kind verboten war: Uns selbst lieben, uns echt zeigen, in Begegnung sein. Dies fühlt sich ungewohnt an – ist aber nahrhaft und verändernd.

 

Schwächen zeigen macht stark!

Eine Schule, die nicht Fehler sucht und Defizite in den Fokus stellt, braucht neue Lehrer: Menschen, die authentisch und konstruktiv mit ihren eigenen Schwächen umgehen können. Dazu braucht es Selbstgefühl und Empathie, doch damit sind wir alle in unserer eigenen Schullaufbahn höchstwahrscheinlich nicht verwöhnt worden.

Ich kann mich an eine typische Äußerung einer Lehrerin erinnern: „Das kann ich aber vor der Klasse nicht sagen!“ als sie authentisch sagte, wie es er ihr mit den Kindern geht. Das alte Bild der LehrerInnenrolle verhindert so echten Kontakt. Aber Kontakt ist Basis für eine Beziehung, in der Lernen stattfinden soll!

Wir müssten es also wagen, die LehrerInnenrolle neu zu erfinden: Wie ich als ganzer Mensch vor den Kindern stehen kann oder mit den Kindern durch den Tag gehen kann. Mit allen meinen Fähigkeiten und Grenzen. Wie ich selbstverantwortlich für meine Grenzen sorge, die ich in persönlicher Sprache ausdrücken und zeigen kann.

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Vom Wunder der Teamarbeit

Solange sich insbesondere LehrerInnen als Einzelkämpfer in ihren Klassen verstehen wird viel Potenzial gebunden. Erst Teamarbeit setzt Energien und Kreativität frei und lässt den Gestaltungsraum des Einzelnen um ein Vielfaches größer werden. Die einfachste Form der Teamarbeit in traditionellen Schulen sind zwei Klassen, die parallel im Unterrichtsstoff laufen und deren LehrerInnen dadurch Material, Ideen und Lösungsansätze zusammen entwickeln können.
Und das Mindeste an „Unterstützung durch ein Team“ wäre kollegiale Beratung/Supervision, die sich jede Lehrkraft regelmäßig gönnen sollte.

Als Inspiration dazu ein Artikel von Gerald Hüther: Ein Hirn ist gut, zwei und mehr sind besser. Der Neurobiologe Prof. Gerald Hüther glaubt fest daran, dass es sich in Gemeinschaft besser denkt. Wie Co-Kreativität entsteht und welcher Führungsstil wichtig ist, damit sich Potenziale entfalten, erklärt er im Gespräch mit André Boße.

http://www.karrierefuehrer.de/interview-mit-prof-dr-geral