Keine Hebammen – ein familienpolitisches Desaster

Die Entwicklung, dass Geburt eine Zumutung ist und immer mehr Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, erhöht die Gefahr drastisch, dass eine eigentlich normale Geburtserfahrung zur traumatischen Krankenhaus-Erfahrung für Mutter und Kind werden!

Ich könnte mich über diesen gesellschaftlich bedingten automatischen Zuwachs an therapiebedürftigen Eltern und Kindern ja freuen, sichert es mir persönlich vielleicht eine ausgelastete Beratungstätigkeit – aber es wäre mir doch lieber, Eltern würden von Hebammen professionell betreut! Und Geburt würde als ein natürlicher Prozess des Lebens erfahren werden und Krankenhäuser sind dafür da, wozu sie wirklich gut sind: für den medizinischen Notfall! Geburt ist kein medizinischer Notfall und Ärzte sind denkbar schlecht ausgebildet, natürliche Geburten zu begleiten!

Das Verschwinden der Hebammen wird in Zukunft als eine familienpolitisches Desaster gehandelt werden, ersparen wir uns diese Erfahrung!

Die Geburt als Zumutung

Von Eva Schindele

Der Kaiserschnitt war bis vor 20 Jahren ausschließlich Notfällen vorbehalten. Heute wird eines von drei Kindern operativ geholt, mehr als die Hälfte ohne zwingende medizinische Indikation, aber zum Preis gesundheitlicher Risiken für Mutter und Kind. http://www.wdr5.de/sendungen/tiefenblick/am-anfang-des_lebens-vier-100.html

Lesenswert auch Unterwerfung – zur Situation der Hebammen von Herbert Renz-Polster

Veröffentlicht von

Katrin Paul

Baujahr 1969, Wildnisreisende, Pädagogin, Naturliebhaberin, Mutter und Ehefrau, Kitaleiterin, Qigonglehrerin, Projektmanagerin... immer daran interessiert, der Natur der Sache auf den Grund zu gehen und Weite in den Horizont zu bekommen. Meine Lieblingsthemen: Bewegte Meditation, Coaching zur Potentialentfaltung, Elterncoaching, Kita- und Schulfortbildungen zur Beziehungskompetenz und Umgang mit traumatisierten Kindern.