Keine Hebammen – ein familienpolitisches Desaster

Die Entwicklung, dass Geburt eine Zumutung ist und immer mehr Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, erhöht die Gefahr drastisch, dass eine eigentlich normale Geburtserfahrung zur traumatischen Krankenhaus-Erfahrung für Mutter und Kind werden!

Ich könnte mich über diesen gesellschaftlich bedingten automatischen Zuwachs an therapiebedürftigen Eltern und Kindern ja freuen, sichert es mir persönlich vielleicht eine ausgelastete Beratungstätigkeit – aber es wäre mir doch lieber, Eltern würden von Hebammen professionell betreut! Und Geburt würde als ein natürlicher Prozess des Lebens erfahren werden und Krankenhäuser sind dafür da, wozu sie wirklich gut sind: für den medizinischen Notfall! Geburt ist kein medizinischer Notfall und Ärzte sind denkbar schlecht ausgebildet, natürliche Geburten zu begleiten!

Das Verschwinden der Hebammen wird in Zukunft als eine familienpolitisches Desaster gehandelt werden, ersparen wir uns diese Erfahrung!

Die Geburt als Zumutung

Von Eva Schindele

Der Kaiserschnitt war bis vor 20 Jahren ausschließlich Notfällen vorbehalten. Heute wird eines von drei Kindern operativ geholt, mehr als die Hälfte ohne zwingende medizinische Indikation, aber zum Preis gesundheitlicher Risiken für Mutter und Kind. http://www.wdr5.de/sendungen/tiefenblick/am-anfang-des_lebens-vier-100.html

Lesenswert auch Unterwerfung – zur Situation der Hebammen von Herbert Renz-Polster

Wenn Schüler auf der Nase herumtanzen…

Früher hieß es, man müsse als Lehrer hart durchgreifen, damit Schüler einem „nicht auf der Nase rumtanzen“. Man dürfe (besonders am Anfang) nicht zu weich sein, da sonst Autoritätsverlust drohe. Heute verliere ich als Lehrer an Autorität bzw. an Glaubwürdigkeit, wenn ich mich hinter meiner Lehrerrolle verstecke und Gehorsam einfordere. Machtkämpfe und Grenzüberschreitungen sind in der klassischen Lehrer-Schüler-Beziehung die Folge. Lehrer müssen ihren Führungsstil heute neu und unabhängig vom Verhalten anderer bestimmen. Zu führen bedeutet für mich, auch in herausfordernden Phasen denjenigen Werten Geltung zu verleihen, die ich in ruhigen Zeiten in mein inneres Koordinatensystem eintrug. Der Lehrer von heute ist aufgefordert, sich als Person zu zeigen und Verantwortung für sich und die Qualität des Miteinanders zu übernehmen.

INSPIRATION FÜR ELTERN UND PÄDAGOGEN auf Facebook

 

Besser kann ich es auch nicht sagen! Aber zufügen, dass es in Werneuchen, nördlich von Berlin, nun die Möglichkeit gibt ein Intensivcoaching für PädagogInnen mitzumachen. Haupttrainer sind Pferde, die sehr klar unser Verhalten spiegeln und mit denen wir wunderbar unsere Führungskompetenz erweitern können. Begleitet von mir und Nancy Franke wird es dann auch gleich einen Transfer in die pädagogische Praxis anhand eigener Fallbeispiele geben. Mehr Infos unter Workshops mit Pferden oder unter

www.horse-personal-coaching.de/…/t…/respektvoll-fuehren.html

 

Gewaltfreiheit – starke Aktion

Für Gewaltfreiheit – starke Aktion.
Gewalt ist auch verletzende Sprache: Meckern, Schimpfen, Anschreien, Vorwürfe, Verachtung. Viele Kinder erleben es täglich in Kita und Schule, dass Pädagogen an ihre Grenzen kommen und Kinder dafür mit gewalttätiger Sprache verantwortlich machen.
Verantwortung als Erwachsener tragen bedeutet, dass ich spüren können muss, wann ich mich hilflos oder wertlos fühle und dies dann authentisch ausdrücke (z.B. „jetzt weiss ich wirklich nicht mehr weiter) statt den Schmerz wegzuschimpfen. Das hört sich einfach an, ich habe aber noch keinen Erwachsenen im Coaching erlebt, dem dies beim ersten Mal ohne tiefste Rührung und Tränen im Gesicht gelang, weil es tiefste Ängste in uns anspricht so zu handeln.