Reinventing Organization in einer Schule

Präsentation IEC 2018 Katrin Paul:
Gründung einer Schule mit dem Organisationskonzept von Laloux

Die Freie Naturschule Barnim in Deutschland hat in nur 3 Jahren einen „Schuleröffnungs-Marathon hingelegt“ und viele Menschen inspiriert und angezogen. Das Konzept und die Art der Vertrauenskultur stößt auf große Resonanz bei Pädagogen, Eltern und anderen Einrichtungen.

Ich freue mich schon sehr, zum zweiten Mal auf eine ganz besondere Konferenz in Ungarn Ende Mai 2018 zu fahren. Diesmal werde ich eine Präsentation zeigen, wie die Freie Naturschule Barnim konzeptionell mit Selbstorganisation, Sinnorientierung und Beziehungskompetenz arbeitet. In der Präsentation werde ich als Mitgründerin und Prozessberaterin aufzeigen, was diese Schule von anderen freien Schulen unterscheidet, denn die Gründung erfolgte von vorneherein mit dem Gedanken die im Buch Reinventing Organizations beschriebenen Prinzipien ganzheitlicher, selbstorganisierter und sinnorientierter Arbeit zu verwirklichen.

Die Schule hat einen Schwerpunkt auf Naturmentoring im Sinne John Youngs. Kindern wird es z.B. ermöglicht, jederzeit drinnen oder draußen zu sein und es gibt Wildnispädagogen im Team. Das Lern- und Lehrverständnis des Naturmentorings bringt Synergien für Selbstorganisation der Schüler und Beziehungskompetenz der Lehrer.

Als hilfreiche Orientierung für eine Atmoshäre von Offenheit, Vertrauen und Verantwortung im Team, mit Kindern und Eltern hat sich die Arbeit mit den vier Werten von Jesper Juul und Helle Jensen herausgestellt: Jedes Verhalten sollte so integer, persönlich verantwortlich, authentisch und gleichwürdig wie möglich erfolgen. Ein großer Erfolgsfaktor für das Gelingen der Schule ist nach meiner Meinung die Maxime „Beziehung vor Inhalt“, die bisher konsequent in der Gründung und Anfangsphase der Schule gelebt wurde. Es bleibt eine Herausforderung diese Haltung nun auch im Schulalltag beizubehalten – ebenso, dass jeder gut auf seine Grenzen aufpasst und sich nicht wegen des großen Aufgabendrucks überlastet.

In der Präsentation wird es auch darum gehen, wie Führung durch Erwachsene und Selbstbestimmung der Kinder im Konzept dieser Schule zusammengehen können. Kinder dürfen nicht alles selbst entscheiden und sind doch frei in ihren Lernwegen. Statt mit Regeln und Konsequenzen arbeiten die Lehrer mit gleichwürdiger Führung und der Fähigkeit, Kontakt im Dialog herzustellen – Kompetenzen, die allerdings von den pädagogischen Fachkräften unbedingt Weiterbildungen und Supervision in Beziehungskompetenz erfordern.

Zur Zeit besuchen 15 Schüler die Freie Naturschule Barnim, in den nächsten Jahren wird die Schule auf ca. 100 Schüler in den Klassenstufen 1 bis 10 anwachsen und hoffentlich auch ein freies Abitur anbieten. Das Konzept wächst und reift jeden Tag durch das unglaubliche Engagement der angestellten Lehrer und auch der Eltern, die sich in der Aufbauarbeit der Räume, des Geländes und in der Öffentlichkeitsarbeit engagieren.

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Wer mehr über die Konferenz wissen will, hierlang.

Zu den aktuellen Veranstaltungen auf dem Mirabellenhof geht es hierlang.

 

 

Eine neue Art der Zusammenarbeit im Team – ein Bilderbuch für Erwachsene

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So harmonisch, wie wir uns das wünschen, läuft es oft nicht in der Teamarbeit – aber hier kommt die Abhilfe zu energiefressenden Konflikten! Das illustrierte Buch des Bestellers zur Neuerfindung von Organisationen wie Kitas, Schulen, Firmen usw. ist da!!!!

Hier findet sich anschaulich dargestellt, wie sinnorientierte Zusammenarbeit in Zukunft aussehen kann – sozusagen die bebilderte Hausbibel aller innovativen Einrichtungen, die sich von Erziehung zu einer Beziehungskultur entwickeln. Und das nicht nur in Bezug auf die Kinder oder SchülerInnen, sondern auch auf die Art und Weise der Zusammenarbeit der Erwachsenen im Team.

Dafür biete ich Einrichtungen Prozessbegleitung an, denn diese wunderbar erfüllende Art der Zusammenarbeit erfordert persönliches Wachstum aller Beteiligten – so ungewoht ist es in Deutschland trotz bester Absichten wirklich persönliche Verantwortung für seine Bedürfnisse zu tragen und integer zu agieren.

https://www.buch7.de/store/product_details/1026444350

„Willkommen zu einem Gespräch über die Organisationen der Zukunft.
Die ermutigende Botschaft von Reinventing Organizations ist bei vielen Lesern in der ganzen Welt auf Resonanz gestoßen. So konnte die Aufmerksamkeit von den Problemen im Management auf die neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit gelenkt werden, die sich heute zeigen. Dieser innovative Ansatz inspiriert tausende Organisationen – Unternehmen und gemeinnützige Initiativen, Schulen und Krankenhäuser – darin, sich zutiefst wirkungsvolleren, seelenvolleren und sinnvolleren Praktiken zuzuwenden.

Reinventing Organizations hat viele Menschen erreicht, aber nicht jeder hat die Zeit, ein 360 Seiten dickes Managementbuch zu lesen. Diese illustrierte Ausgabe vermittelt deshalb die Kernideen des ausführlichen Buches und beschreibt lebendig und fesselnd viele der konkreten Geschichten. Es kann gut sein, dass es Ihnen schwerfallen wird, dieses Buch wieder aus den Händen zu legen, und Sie es in einem Zug durchlesen. Wir heißen Sie willkommen zum Gespräch über die Organisationen der Zukunft!

„Eine stimulierende und inspirierende Lektüre!“
Robert Kegan, Harvard University

„Ein bahnbrechendes Buch.“
Ken Wilber, Autor von Eine kurze Geschichte des Kosmos

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Meine Traumschule eröffnet

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Die Schule, die ich mitgegründet habe und dann noch bei uns auf dem Hof ihre ersten Schuljahre verbringt, wird am Samstag, den 7. Oktober 2017 nun feierlich eröffnet!

Wir sind stolz, dass wir es geschafft haben, unsere Visionen und Träume vom selbstbestimmten Lernen in der Natur und in sicheren Beziehungen ins Leben gerufen zu haben.

Am Nachmittag wird Tag der Offenen Tür auf unserem Hof/ im Schulgebäude sein und abends wird dann im Kulti laut gefeiert mit gaaanz viel toller Mucke… kommt doch vorbei und feiert mit!

Für eine neue Beziehungskultur in Kita & Schule

Für eine neue Beziehungskultur in Kita & Schule: Heute ist Preisverleihung in Zürich! Der Text spricht mir aus dem Herzen und ist wirklich eine knackige Zusammenfassung des neuen Paradigmas in der Erziehung:

„Wir von der Gofen Stiftung sind überzeugt, dass der Paradigmenwechsel in der Erziehung eine sehr wichtige Rolle spielt und haben uns aus diesem Grund entschlossen, mit der Verleihung eines Preises zur Bekanntmachung, Verbreitung und
Weiterentwicklung des neuen Paradigmas beizutragen…

Seit einigen Jahrzehnten findet im Bereich der Erziehung ein Paradigmenwechsel statt. Autoren wie Thomas Gordon, Jesper Juul, Remo Largo und Gerald Hüther haben neue
Arten des Umgangs mit Kindern beschrieben und international viel Anklang gefunden..

Das neue Paradigma
Das neue Paradigma ist vielschichtig und nicht immer leicht zugänglich. Die meisten von uns haben eine Erziehung erfahren, die auf anderen, z.T. entgegengesetzten Werten beruht und da wir durch unsere frühen Erfahrungen geprägt sind, erscheint unseine andere Art der Erziehung zuerst einmal fremd.

Die wichtigsten Punkte des neuen Paradigmas sind:

a. Das Kind ist kompetent
Früher war man der Überzeugung, dass das Kleinkind unfertig und unsozial ist und erst durch die Belehrung der Erwachsenen zu einem richtigen Menschen wird. Heute weiss man, dass Kinder von Geburt an Menschen sind, denen nur die Erfahrung fehlt. Sie
sollten deshalb weniger belehrt, als viel mehr ernst genommen werden.

b. Vom Gehorsam zur Verantwortung
Das Ziel des neuen Paradigmas ist, Kindern zu ermöglichen, nicht bedingungslos das
zu tun, was Erwachsene von ihnen verlangen, sondern selber, unter Begleitung von
Erwachsenen, zu lernen, selbständig zu denken und zu handeln, selber Verantwortung zu übernehmen, und selber Entscheidungen zu treffen. Was früher Subjekt – Objekt Beziehungen waren, sind heute Subjekt – Subjekt Beziehungen geworden.

c. Gleichwürdigkeit und Respekt
Die Beziehung zwischen Erwachsenem und Kind verändert sich grundlegend. Der Erwachsene ist nicht mehr a priori überlegen und weiss alles besser, er zwingt dem Kind nicht mehr seine Ansichten auf, sondern anerkennt die Art des Kindes, und
respektiert es als eigenständiges Individuum.

d. Von Erziehung zu Beziehung
Im neuen Paradigma fragt man sich nicht mehr, wie man das Kind am effektivsten erzieht, sondern wie man eine ehrliche Beziehung zu ihm aufbaut.

e. Von formeller Autorität zu persönlicher Autorität
Beim neuen Paradigma hat der Erwachsene nicht einfach nur wegen seines Alters und seiner Erfahrung Autorität, er muss sich die Autorität durch seine Persönlichkeit und eine kompetente Art der Führung „verdienen“.

Den Preis bekommt Jean-Paul Munsch für sein Schulmodell für öffentliche Schulen, die diese Werte umsetzen! Herzlichen Glückwunsch und dass viele Kitas & Schulen diesen Weg gehen mögen! Mittwoch, 28. September findet um 20.00h im Weissen Wind in Zürich die Preisverleihung statt.

Wie das Schulmodell genau aussieht? Hier zum vorherigen Blogartikel zu diesem Thema
Zu Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte rund um das neue Paradigma siehe auch alle Veranstaltungen von „beziehungskompetent in Kita & Schule“ auf dem Mirabellenhof.

 

ein neues Organisationsmodell für öffentliche und freie Schulen

Ich habe schon in einigen Blogartikeln von den neuen Möglichkeiten für Kitas und Schulen berichtet. Hier endlich mal leicht verdaulich, aber sehr fundiert, ein Videomitschnitt meines Kollegen Jean-Paul Munsch, wie die Zukunft der Schulorganisaiton ausssehen kann:

Sinnorientiert arbeiten,
Energie frei setzen fürs Lernen,
Bürokratie überwinden durch persönliche Verantwortung!

Vertrauenskultur aufbauen – ein Entwicklungsprozess für Kitas, Schulen, soziale Einrichtungen und Vereine!

Hier geht es zu meinen Angeboten!