Meine Traumschule eröffnet

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Die Schule, die ich mitgegründet habe und dann noch bei uns auf dem Hof ihre ersten Schuljahre verbringt, wird am Samstag, den 7. Oktober 2017 nun feierlich eröffnet!

Wir sind stolz, dass wir es geschafft haben, unsere Visionen und Träume vom selbstbestimmten Lernen in der Natur und in sicheren Beziehungen ins Leben gerufen zu haben.

Am Nachmittag wird Tag der Offenen Tür auf unserem Hof/ im Schulgebäude sein und abends wird dann im Kulti laut gefeiert mit gaaanz viel toller Mucke… kommt doch vorbei und feiert mit!

Das Haus ist Programm

20170424_171013 (2)In dem von uns seit 3 Jahren sanierten altem Denkmal – dem Mirabellenhof in Biesenthal – ist nun Platz für Seminare, Teamsupervisionen und Workshops. Der Saal ist eröffnet und die Besonderheiten von Alt & Neu in dem Haus von 1756 laden ein, auch bei sich selbst zu schauen, was bewahrt werden soll und was erneuert werden muss. Das Haus ist also Programm…

 

 

http://mirabellenhof.de/index.php/teamsupervision-fortbildungen/

There is an abundance of good energy in the world

Welche Energie bringst Du in die Welt?
Dieser Text von Angela Halverson Bogo hat mich tief berührt und angesprochen, weil ich doch in der Alltagshektik oft in alte Muster verfalle, dass „Alles“ nicht reicht, die Zeit, das Geld usw.   – Eine schöne Erinnerung:  es ist Fülle und Überfluss da – jetzt leicht im Frühling in der Natur zu spüren – und ich bin eingeladen, das zu genießen!

This is for you! I am sending good energy right now as I write. There is an abundance of good energy in the world. By writing this I remind myself and I am inviting anyone who it speaks to, to notice. Notice the invitations to engage, to play, to be your truth, your love, to be real. There are a thousand moments a day to shift into awareness, awakeness, aliveness, gratitude. To shift by being the awareness, awakeness, aliveness, gratitude. By loving the self, taking care of the body, the inner child, to mother yourself, to do some tiny creative act. The struggle in life is over in the moment we act as the who we actually are. We are not victims. We are super powers incarnate.
A blessing is coming all the time. When I believe in goodness, a new world breaks through and beauty and possibility and support are everywhere. I received the original version of this message and re wrote it. Write your own if you wish. Is there something good, true or lovely you believe and can send out? Let if flow through you as you write and give it away to many, however many you want.
If you send to me I’ll be grateful. I don’t need you to, I don’t need anything! Be happy. You can ignore this message. It isn’t a test. You are god, source, life unfolding as this moment. What could you possibly need? Enjoy yourself.

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Nächste Workshops mit Angela hier

 

Das System verändern fängt bei mir selbst an

In vier Wochen startet die Weiterbildung „Neue Erziehungskultur leben – Verantwortung statt Gehorsam“. Eine Weiterbildung ohne  Fachvorträge und Hausarbeiten – sondern ein einjähriges, warmherziges, tragfähiges Coachingnetz für Deinen beruflichen und persönlichen Alltag.

Hier kannst Du persönliches Wachstum und Potenzialentfaltung ganz konkret an Dir selbst erleben, Hindernisse erkennen und neue Wege der Veränderung erfahren – das bieten die 6 Wochenenden mit je 2 Trainerinnen vom Deutsch-Dänischen Institut für Familientherapie und Beratung. Hier werden die Ideen großer Familientherapeuten wie Walther Kempler und Jesper Juul lebendig erfahrbar. Sozusagen Nachhilfe in Beziehungskompetenz, das Ausbildungsfach das bis heute kaum eine Rolle in pädagogischen und therapeutischen Berufen spielt und dennoch das Fundament gelingender Begegnungen im Berufsalltag ist.

Wie verändert man ein pädagogisches Denk- und Fühlsystem, dass äußerlich ganz modern daher kommt, aber innerlich noch auf vielen Grundsätzen aus dem 19. Jahrhundert basiert? Ja, es gibt keine Prügelstrafe mehr – aber das Anschreien von Kindern ist noch ganz normal vielen Schulen. Die pädagogischen Mittel sind subtiler und scheinbar freundlicher geworden – aber Lob und Strafe bleiben Formen von Manipulation, das ist den wenigsten Fachkräften und Eltern wirklich bewusst. Die neuen und jungen Werte von Integrität, Authentizität, Verantwortung und Gleichwürdigkeit sind gewünscht – aber nur wenige Menschen können sie umsetzen. Es wird Autorität mit Härte verwechselt oder Führungskompetenz abgelehnt, weil man nicht übergriffig sein möchte. So bleibt es bei Lippenbekenntnissen!

Einig sind sich die meisten, das sich noch was ändern muss – dass wir nur in wenigen Gemeinschaftseinrichtungen wirklich erleben, dass jedes Kind in seinem Sosein willkommen und respektiert ist. Dass wir kaum ahnen, welche Energien freigesetzt werden könnten, wenn wir nicht ständig mit Kontrolle und Regeldiskussionen beschäftigt wären. Welche Qualität sich in unseren Familien oder in Einrichtungen im Miteinander einstellen könnte. Kinder spüren diese neue Qualität des Miteinanders sofort und drücken die Entwicklung ihrer Eltern dann z.B. so aus:

„… In den letzten drei Jahren habe ich gelernt, „Ich will“ und „Ich will nicht“ zu sagen. „Ja“, wenn ich ja meine, und „Nein“, wenn ich nein meine. Doch, was so einfach klingt, ist in der Umsetzung ein langer Prozess. Denn die in meiner Herkunftsfamilie angeeigneten Muster bahnen sich immer wieder ihren Weg. Das bestätigt jeder Neurologe. Das ist biologisch. Aber abbaubar.

So überraschte mich unsere Tochter in diesem Sommer mit folgender Frage: „Kann Jesper Juul nicht auch die Leute in Korea beraten? Bei uns zu Hause hat es ja auch geklappt.“*

Das System ändert sich, wenn Du Dich änderst!
Investiere in Deine persönliche Entwicklung und Du wirst staunen, was möglich ist!

Beziehungskompetenz lautet das Zauberwort. Aber was ist das ganz genau?

Beziehungskompetenz – es geht um dich und mich und unsere Beziehung
Wenn es gut läuft, wenn ich mit sozial kompetenten Kindern zusammen bin, deren Integrität intakt ist, dann ist es leicht, beziehungskompetent zu sein. Dann geht es wie von selbst. Aber was passiert, wenn Philipp Sara haut?

In meinem Arbeitsalltag will ich gern ein gesundes und harmonisches pädagogisches Klima schaffen, wo die Kinder und ich uns wohl fühlen und „gedeihen“ können, wo ich das vermitteln kann, was ich gerne will. Aber was muss ich tun, wenn es Probleme gibt? Oder besser:

 Was passiert mit mir, wenn Phillip Sara schlägt?

 Was passiert mit mir, wenn ich nicht das tun kann, was ich gern tun will?

In solchen Situationen werde ich vielleicht wütend, bin irritiert, fühle mich machtlos, bin nervös, habe Zweifel, fühle mich unsicher, unterlegen oder ich fühle mich inkompetent. Ich habe Gefühle, die ich eventuell nicht mag oder auf die ich nicht wirklich stolz bin.

Oder vielleicht kenne ich mich gar nicht so gut aus mit meinen Gefühlen, bin gar nicht in der Lage, genau zu sagen, was ich fühle, sondern spüre tatsächlich nur ein deutliches Unbehagen. Aber auch diese Gefühle, die ich nicht wahrnehmen kann, verschwinden nicht einfach. Sie bleiben vielmehr im übertragenen Sinne heimatlos. Das hat zur Folge, dass sie sich bei den Kindern „platzieren“. Dann sind die Kinder allein damit. Und das ist ein Problem.

Wenn ich mich aber gut kenne und in der Lage bin, meine Gefühle zu identifizieren und zu benennen in einer solchen Situation, wenn Philipp Sara schlägt, dann weiß ich, dass das Auswirkungen hat auf mich und auf die Beziehung zu den Kindern. Es beeinflusst meine Stimmung und steht im Weg für einen guten Kontakt. Und das ist mein Anteil an diesem Problem.

Beziehungskompetenz heißt, seine Gefühle gut zu kennen. Es geht also auch darum, sich selbst gut zu kennen, sowohl die besten, als auch die weniger guten Eigenschaften. Die besten sind die, auf die wir stolz sind und die wir in unseren Lebenslauf schreiben. Aber was ist mit dem Zorn, den Irritationen oder der Machtlosigkeit usw.? Sind das die Gefühle, die wir eigentlich nicht haben dürfen oder die wir einfach beiseitelegen und möglichst ignorieren und verdrängen sollten? Oder sollten wir uns mit ihnen anfreunden und sie besser kennenlernen? Das ist in jedem Fall das, was ich empfehlen würde.

Wenn wir unsere Gefühle registrieren und anerkennen:
– laden wir Fehler und Verantwortung nicht auf die Kinder, was die Beziehung zu ihnen verändert.
– verändern sich die Gefühle und es gibt oft eine Erleichterung.
– bekommen wir eine nuancierte Sicht auf uns selbst und dies ist eine Voraussetzung für mehr und ebenfalls nuancierte Empathie.
– schaffen wir ein gutes Gegenmittel gegen Stress
– stärken wir unser Selbstgefühl und unsere Integrität
– bekommen wir Energie in dem Sinne, dass die Gefühle für uns anstatt gegen uns arbeiten.

Beziehungskompetenz heißt, sich selbst und andere zu sehen. Man kann sagen, wenn ich mich selbst sehen kann, habe ich bessere Voraussetzungen, um auch Sara und Philipp zu sehen. Und auf diese Weise kann ich ihnen helfen, ihre Selbsteinsicht und Beziehungskompetenz zu fördern, die notwendig ist, damit sie einen Weg finden, der ok ist für sie selbst und andere.

Manche können das einfach so. Sie haben offensichtlich ein angeborenes Talent. Aber die meisten von uns brauchen etwas Zeit, um dies zu lernen, oder besser, das zu trainieren. Denn Beziehungskompetenz ist nicht etwas, was man sich anlesen kann. Aber in der Regel kann man es lernen. Das ist meine Erfahrung!**

Es sind noch einige Plätze in dieser einmaligen Weiterbildung in Deutschland frei! Startwochenende ist 24. – 26.3.2017!
Hier geht es zu den Details der Weiterbildung.

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* FAZ-Artikel: Meine Erziehung zum Elternsein – http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bei-jesper-juul-meine-erziehung-zum-elternsein-12727704-p5.html?printPagedArticle=true#pageIndex_5

** (Kurt Rasmussen, 01.09.2015)

Die hilflosen Fachkräfte – Auszeit als Strafe in Kitas noch sehr gängig!

Heute war ich mit meiner Kollegin Corinna Simpson in einer ErzieherInnenfachschule und wir haben einen Thementag „Herausfordernde Kinder“ durchgeführt. Wir waren beeindruckt von der Vielfältigkeit und den Lebenserfahrungen der Quereinsteiger in diesem Beruf – und schockiert, was die angehenden ErzieherInnen aus Praktika für Erfahrungen mitbrachten. Die Strafe „Auszeit“, die von Pampers empfohlen auf Facebook ein Entrüstungssturm auslöste (#pampersauszeit) – gehört in sehr vielen Kitas in Berlin zum normalen Alltag! Es scheint die einzige Lösung, wenn Kinder sich nicht anpassen und funktionieren. Und PraktikantInnen sind dann zwar irritiert, aber trauen sich nicht, den gestanden ErzieherInnen zu sagen, daß wir heute wissen, daß Bestrafung von Kindern weder zum Ziel führt noch mit unseren Werten von Gleichwürdigkeit und Gewaltlosigkeit vereinbar ist. Es gibt viel bessere Alternativen, die zu einem tragfähigem Frieden für Groß und Klein führen – aber dafür ist es notwendig, die Kinderperspektive verstehen zu wollen und davon auszugehen, dass Kinder niemanden mit ihrem Verhalten ärgern oder nerven wollen. Wenn wir beobachten und zuhören, Ihnen bessere Alternativen für Ihre tieferen Bedürfnisse anbieten – nehmen sie diese gerne an.

Die Herausforderung für die Erwachsenen scheint dabei zu sein, dass bisher das Funktionieren wichtiger war als die Befindlichkeit jedes einzelnen. Wir dürfen lockerer sein, Regeln sind ein Richtlinie, kein Durchsetzungsmuss für Fachkräfte. Viel würde sich entspannen, wenn Fachkräfte persönliche Verantwortung übernehmen und statt mit Macht abstrakte Regeln durchzusetzen. Das bedeutet dem einzelnen Kind zu sagen: „Ich will nicht, dass Du andere verletzt. Worüber hast Du Dich so geärgert? Wie kann ich Dir helfen? Habe ich etwas nicht mitbekommen?“ (statt „Du weißt doch ganz genau, dass wir hier nicht schlagen, das ist unsere Regel und die Regeln müssen alle einhalten! Warum verstehst Du das denn einfach nicht?“)

Und statt sich Hilfe als Fachkraft zu suchen („Warum komme ich hier an meine Grenzen? Mir fällt nichts mehr ein, wo ist meine Kreativität?) gibt es dann noch den absurden Weg, daß die Eltern mehr auf ihre Kinder einwirken sollten, damit die ErzieherInnen nicht mehr so viele Probleme mit diesen Kindern haben. Das ist Abgabe von Verantwortung. Eltern können nicht die Hilflosigkeit von ErzieherInnen lösen. Meistens sind ja auch die Eltern von diesen Kindern hilflos und bräuchten dringend Unterstützung statt Druck. Diese Form von Elternarbeit hat nichts mit einer gleichwürdigen, tragfähigen Zusammenarbeit zwischen ErzieherInnen und Fachkräften zu tun!

Hilfreich wäre es, Fachkräfte zu ermächtigen, Ihre ganze Person und Authentizität einzubringen. „Wie kann ich Kinder stoppen ohne selbst verletzend zu werden?“  und  „Darf ich laut werden?“ waren Fragen, die aufkamen – denn laut sein wird so schnell mit Gewalt assoziiert. Aber Lautwerden, wenn ich leise nicht gehört werde, hat nichts mit gewalttätig sein zu tun. Gewalt entsteht, wenn es mir nicht möglich ist, die Verantwortung für meine Gefühle zu übernehmen und ich impulsiv schreie, dabei bin ich in mir selbst abgeschnitten von einem Teil meiner Persönlichkeit. Gewalt entsteht, wenn die Wut Oberhand gewinnt und eigenmächtig handelt.

Es ist möglich, laut zu werden und dabei verantwortlich zu sein, die Wut zu spüren, aber auch mich selbst dabei aushalten und akzeptieren zu können. Das haben viele Menschen vielleicht noch nie in ihrem Leben erleben dürfen – wir finden dazu kaum Vorbilder, aber wir können es lernen und trainieren.

Die Auszeit-Strafe ist ein Symptom der Hilflosigkeit von Eltern und Fachkräften. Es ist ein Anzeichen von Zerrissenheit zwischen den Werten im Kopf und der Angst im Bauch, denn die meisten würden darauf nicht bestehen, wenn sie nur wüssten, was sie stattdessen tun könnten. Wie sich Gewalt von starkem authentisch-persönlichem Verhalten unterscheidet, dass ist ein Feld, das Fachkräfte dringend mehr für sich erforschen müssten.

Wer sich mit mehr mit der Basiskompetenz Authentizität auseinandersetzen will, für den könnte unser Seminar „authentiv play“ oder Führungstraining für Fachkräfte genau das Richtige sein – denn um neue Handlungsspielräume zu erforschen, müssen wir üben können und ausprobieren dürfen…

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Spring ins Leben – oder bleib in Deiner Komfortzone!

Warum sind andere erfolgreich? Warum gelingt manchen alles leicht und andere mühen sich Ihr Leben lang? Warum kann Erfolg irgendwann ein Selbstläufer werden? Ist Erfolg nur gewinnorientierten Menschen vorbehalten und in sozialen Berufen oder mit Deiner Idee nicht möglich?

Ich kann diese Erfahrung, dass Du irgendwann den großen Schritt wagen musst, voll und ganz teilen und andere nur ermutigen, sich gute Sprung-Coaches zu suchen. Denn ich persönlich hätte den Sprung in mein echtes, authentisches Leben nicht ohne sehr viel Ermutigung und Stütze von meinen „MeisterInnen“  geschafft. Ich wäre verzagt am Rande stehen geblieben! Was hätte ich verpasst!

Wenn Du den Sprung wagen willst, aber Dir die Knie noch zu sehr schlottern – Beratung kann Dein Leben ändern! Hole Dir Hilfe beim Sortieren, was wichtig und unwichtig in Deinem Leben ist, welche Entscheidungen Dir Angst machen, welche Ängste Dich ausbremsen und wie Du Dein Potential in die Welt bringen kannst. Statt auf dein Leben zu verzichten kannst Du Dir Unterstützung holen, Dein Leben zu gestalten! Dies ist der erste Schritt an der Klippe und die Vorbereitung zum Sprung in erfülltes Leben.

Und wenn Du spielerisch springen willst – jeden Moment als Sprung ins volle Leben begreifst – im Workshop authentic play kannst Du gefahrlos ein Wochenende Springen üben – aber es könnte den Rest Deines Lebens nachhaltig verändern…

Dem Druck der Eltern folgen? Warum PädagogInnen ihre Fachkompetenz verlieren, wenn sie sich dem gesellschaftlichen Druck beugen

Ein hervorragender Artikel über Eltern, die nur das Beste wollen für ihre Kinder und am Ende genau dadurch Schaden anrichten! Eltern sind wie sie sind…aber warum spielen PädagogInnen das kranke Spiel mit? Warum ist der Elterndruck so mächtig und die fachliche Kompetenz von ErzieherInnen und LehrerInnen so leise in den eigenen vier Wänden der Institution? Ja, es wäre natürlich bequem, wenn sich Eltern entspannen könnten, ABER es ist genauso zielführend, wenn Fachkräfte sich selbst und die Angst der Eltern warmherzig ernster nehmen können. Dazu braucht es Stärkung der Beziehungskompetenz der Fachkräfte, damit sie integer und authentisch diesen „Druck-Eltern“ begegnen können!

 

https://www.welt.de/vermischtes/article152811110/Wenn-die-Foerderwut-der-Eltern-die-Kinder-krank-macht.html

 

Für eine neue Beziehungskultur in Kita & Schule

Für eine neue Beziehungskultur in Kita & Schule: Heute ist Preisverleihung in Zürich! Der Text spricht mir aus dem Herzen und ist wirklich eine knackige Zusammenfassung des neuen Paradigmas in der Erziehung:

„Wir von der Gofen Stiftung sind überzeugt, dass der Paradigmenwechsel in der Erziehung eine sehr wichtige Rolle spielt und haben uns aus diesem Grund entschlossen, mit der Verleihung eines Preises zur Bekanntmachung, Verbreitung und
Weiterentwicklung des neuen Paradigmas beizutragen…

Seit einigen Jahrzehnten findet im Bereich der Erziehung ein Paradigmenwechsel statt. Autoren wie Thomas Gordon, Jesper Juul, Remo Largo und Gerald Hüther haben neue
Arten des Umgangs mit Kindern beschrieben und international viel Anklang gefunden..

Das neue Paradigma
Das neue Paradigma ist vielschichtig und nicht immer leicht zugänglich. Die meisten von uns haben eine Erziehung erfahren, die auf anderen, z.T. entgegengesetzten Werten beruht und da wir durch unsere frühen Erfahrungen geprägt sind, erscheint unseine andere Art der Erziehung zuerst einmal fremd.

Die wichtigsten Punkte des neuen Paradigmas sind:

a. Das Kind ist kompetent
Früher war man der Überzeugung, dass das Kleinkind unfertig und unsozial ist und erst durch die Belehrung der Erwachsenen zu einem richtigen Menschen wird. Heute weiss man, dass Kinder von Geburt an Menschen sind, denen nur die Erfahrung fehlt. Sie
sollten deshalb weniger belehrt, als viel mehr ernst genommen werden.

b. Vom Gehorsam zur Verantwortung
Das Ziel des neuen Paradigmas ist, Kindern zu ermöglichen, nicht bedingungslos das
zu tun, was Erwachsene von ihnen verlangen, sondern selber, unter Begleitung von
Erwachsenen, zu lernen, selbständig zu denken und zu handeln, selber Verantwortung zu übernehmen, und selber Entscheidungen zu treffen. Was früher Subjekt – Objekt Beziehungen waren, sind heute Subjekt – Subjekt Beziehungen geworden.

c. Gleichwürdigkeit und Respekt
Die Beziehung zwischen Erwachsenem und Kind verändert sich grundlegend. Der Erwachsene ist nicht mehr a priori überlegen und weiss alles besser, er zwingt dem Kind nicht mehr seine Ansichten auf, sondern anerkennt die Art des Kindes, und
respektiert es als eigenständiges Individuum.

d. Von Erziehung zu Beziehung
Im neuen Paradigma fragt man sich nicht mehr, wie man das Kind am effektivsten erzieht, sondern wie man eine ehrliche Beziehung zu ihm aufbaut.

e. Von formeller Autorität zu persönlicher Autorität
Beim neuen Paradigma hat der Erwachsene nicht einfach nur wegen seines Alters und seiner Erfahrung Autorität, er muss sich die Autorität durch seine Persönlichkeit und eine kompetente Art der Führung „verdienen“.

Den Preis bekommt Jean-Paul Munsch für sein Schulmodell für öffentliche Schulen, die diese Werte umsetzen! Herzlichen Glückwunsch und dass viele Kitas & Schulen diesen Weg gehen mögen! Mittwoch, 28. September findet um 20.00h im Weissen Wind in Zürich die Preisverleihung statt.

Wie das Schulmodell genau aussieht? Hier zum vorherigen Blogartikel zu diesem Thema
Zu Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte rund um das neue Paradigma siehe auch alle Veranstaltungen von „beziehungskompetent in Kita & Schule“ auf dem Mirabellenhof.

 

ein neues Organisationsmodell für öffentliche und freie Schulen

Ich habe schon in einigen Blogartikeln von den neuen Möglichkeiten für Kitas und Schulen berichtet. Hier endlich mal leicht verdaulich, aber sehr fundiert, ein Videomitschnitt meines Kollegen Jean-Paul Munsch, wie die Zukunft der Schulorganisaiton ausssehen kann:

Sinnorientiert arbeiten,
Energie frei setzen fürs Lernen,
Bürokratie überwinden durch persönliche Verantwortung!

Vertrauenskultur aufbauen – ein Entwicklungsprozess für Kitas, Schulen, soziale Einrichtungen und Vereine!

Hier geht es zu meinen Angeboten!

 

Die Teenagerfamilie

Hier empfehle ich den Themenabend meiner Kollegin Corinna Simpson:

 

Pubertät ist keine Rebellion, sondern ein notwendiger Lebensabschnitt der Jugendlichen, um die Werte, die sie von uns Eltern 12 – bis 13 Jahre vermittelt bekamen, zu überprüfen und in das eigene Leben einzubinden oder rauszuwerfen.

Es ist eine natürliche und notwendige Entwicklung, die ein Kind durchlaufen muss, um erwachsen zu werden. Es kann gelingen diese 4 -6 Jahre nicht irgendwie zu „überleben“, sondern als fruchtbaren, konstruktiven Teil des Lebens aller Familienmitglieder und der Entwicklung der Familie als Einheit zu gestalten.

Am Montag, den 12.09. findet in der RumBa von 19.00 bis ca 21.30 Uhr der familylab.de Themenabend

                                                                                Die Teenagerfamilie
statt.



http://familylab.de/berlin–12092016-die-teenagerfamilie.asp

Anmeldungen sind noch bis Donnerstag, 08.09. möglich. Der familylab-Abend kostet 12,– €

Für einen guten Start ins Familienleben

Hiermit empfehle ich ganz wärmstens die Kurse vom Zentrum für Achtsamkeit & Familie (Anne Hackenberger) in Berlin:

++++ Mindful Birthing Intensive in Berlin 22.9.-25.9.16 ++++

Natürlich Eltern werden und sein. Dieser Kurs bereitet Dich umfassend auf die Geburt, das Elternsein und eine tiefgreifend veränderte Lebenssituation vor.

Damit der Kurs stattfinden kann, dürfen noch ein paar Anmeldungen hinzukommen. Daher teilt gerne diesen Post, damit noch mehr (werdende) Eltern und ihre Kinder von der Kraft der Achtsamkeit profitieren können.

Wie kann ich neue Gedanken und Glaubenssätze in mein Leben wirklich integrieren?

Kennst Du das Gefühl, nach einem guten Buch, nach einem schönen Kontakt mit Freunden oder einem hilfreichen Coaching wie neu beflügelt durch die Welt zu schauen und zu gehen? Und dann sickert nach und nach der Alltag wieder durch, und die Inspiration schwindet und du verlierst wieder die Basis in Dir und fällst in die alten Muster, Ängste oder Zwänge zurück?

Wie kann ich neue Gedanken und Glaubenssätze in mein Leben wirklich integrieren? Wie kommen sie vom Kopf in den Bauch?

Meine Erfahrung ist es, dass es keinen anderen Weg gibt, sich selbst zu entwickeln, als täglich einen kleinen Schritt zu tun. Du wirst nicht plötzlich DIE Erleuchtung haben und alles wird anders. Du musst täglich ÜBEN, wie Du gut mit Dir selbst und authentisch und verantwortungsvoll sein kannst. Du brauchtst unbedingt einen praktischen Übungsweg, der Dir immer wieder ermöglicht, in Kontakt mit Dir selbst zu kommen und Deine innere Weisheit und Deine Selbstheilungskräfte täglich anzuzapfen.

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Ich schätze die Bücher von Eva Maria Zurhorst sehr. Keine Autorin hat es bisher geschafft, in so einfacher und deutlicher Weise zu beschreiben, was in Beziehungen passiert und wie Du selbst alles veränderst, wenn Du Dich selbst veränderst. Deshalb kann ich das Buch „Liebe Dich selbst und es ist egal, wen Du heiratest“ nur so allerwärmstens empfehlen.

Und weil Gelesenes zwar schnell eingängig ist, aber unsere dauerhaften, sehr alten Beziehungsmuster allein nicht durchbrechen kann, ist es eine gute Idee, es langsam durch stetige Anwendung in der Praxis in das Unbewusste sacken zu lassen. Dies geht z.B. in dem ich täglich oder mindestens einmal die Woche mir eine Hörmeditation gönne, in der ich entspannt in meinen Körper fühlen kann und mich mit diesem auf neue Art verbinden kann. Auch die von mir geliebten Sheng Zhen Gong-Bewegungsmeditationen sind ein hilfreicher Weg, sich selbst jeden Tag an die Ganzheit zu erinnern und durch tägliches „im Bewegungs-Moment bei sich sein“ sich selbst zu entwickeln.

 

Weil viele Klienten fragen, möchte ich hier vorstellen,
was meine persönliche Lieblingshörmeditation ist:4120+8gulhL._AA300_

Liebe dich selbst: Sich selbst annehmen und dadurch die Liebe zu anderen entdecken

Die Hörübung ist ca.25 Minuten lang (leider inmitten Text eingebaut und nicht direkt ansteuerbar). Mit etwas Übung findet man den Einstieg. Mir hilft die angenehme Stimme von Eva-Maria Zurhorst mich in meinen Körper fallen zu lassen. Entgegen dem Ratschlag in der Übung mache ich es lieber im Liegen als im Sitzen, aber das ist ja reine Geschmackssache.

Was ist anders als bei anderen Hörmeditationen? Die wunderbare Einladung am Anfang, sich eine Frage oder eine Thema zu suchen, dieses dann loszulassen und eine Antwort zu finden, ohne etwas zu tun oder zu ändern! Hier gibt es die Einladung eine Erfahrung mit sich selbst zu machen, die jedes Mal aufs Neue mit Deinen ganz aktuellen Fragen oder Nöten „funktioniert“. Für mich präsentiert diese Art des Umgangs mit mir selbst, eine hohe Form der körperlichen Präsenz, der Selbstliebe und Selbstempathie, die mir im Alltag ohne Achtsamkeit leicht verloren geht. Ich bin jedesmal wie verwandelt, wenn ich ans Ende gelange und wünschte mir, der Zustand würde ewig anhalten. Aber erfahrungsgemäß braucht es nur einen stressigen Tag und schon brauche ich ein Update 😉

„Eva-Maria und Wolfram Zurhorst präsentieren ein Beziehungs-Begleitprogramm, mit dem jeder über Visualisierungen und energetische Übungen im praktischen Alltag tiefgreifende Transformation und Heilung in seiner Partnerschaft erfahren kann… Allein dadurch, dass wir für Heilung und Transformation in unserem Inneren sorgen, heilt auch unsere Partnerschaft. Einzige Bedingung: Wir widmen uns diesem Wandlungsprozess engagiert und regelmäßig im Alltag.“

Amazon-Link zum Hörbuch

Pädagogen, die die Welt verändern

Danke für den Hinweis auf diese inspirierende, großartige Rede eines Lehrers. Unbedingt Zeit nehmen und hineinhören, insbesondere wenn Du Ideen brauchst, wie man die Welt zu einer Besseren macht!

 

So reichhaltig, dass ich ein paar Notizen gemacht habe, frei nach Schnauze:

1. Du musst kein Experte sein, um etwas Sinnvolles für Menschen zu tun
2. Du musst in Kontakt mit Menschen sein und von Ihnen direkt im Alltag lernen, was sie bauchen
3. Ein neues Finanzmodell – eine Bank, die denen gehört, die sie nutzen
4. Den Armuts-Kreislauf durchbrechen – eine Bank, die arme Menschen die gesamte Schullaufbahn bis zum Akademiker finanziert
5. Wirtschaftspolitik und Entwicklungspolitik „ganz einfach“ – wenn Menschen über Bildung verfügen, können sie ihr Leben gestalten
6. Ein System, dass Armut produziert macht Menschen arm – ein System, dass Fülle und Potenzial produziert macht Menschen reich (ohne auf Spenden zu basieren!)
7. Wenn Du ein System entstehen lässt, dass Menschen ohne Zusatzkosten saubere Energie in die Häuser bringt – dann nutzen Menschen diese Gelegenheit gerne und alles verbessert sich
8. Business, das Probleme löst und Lebensqualität erhöht ist möglich (ohne auf Ausnutzung der Umwelt / anderer zu basieren)
9. Social-Business – löst gesellschaftliche Probleme (z.B. Unterernährung der Kinder), Firmen finanzieren sich selbst, Profite verbleiben in der Firma
10. „Angestellt sein“ ist eine veraltete Idee aus dem letzten Jahrhundert – wenn es keine Jobs gibt, fange an, welche zu erfinden.
11. Reale Erfahrung: Kinder der zweiten Generation sind hochgebildet, aber unfähig, selbst neue Systeme zu erschaffen
12. Was ist das für ein Erziehungssystem, dass Menschen produziert, die am Ende keine Gestaltungsideen für die Zukunft mehr haben??????
13. Menschen sind von Geburt her kreativ und gestaltend, wie können wir das erhalten? Wie können wir Kindern Energie geben statt Ihnen die Kreativität zu nehmen?
14. Wenn ich mir die Welt, die ich haben will, vorstellen kann, dann kann das Realität werden. Wenn ich keine Vision von meiner Zukunft habe, dann wird eine neue Zukunft nicht entstehen.
15. Vertrauen in die Menschen an der Basis ist der Schlüssel. Ein Finanzsystem, dass nicht Reiche reicher macht, sondern allen Menschen dient.
16. Wer aus Arbeitslosen Unternehmer macht, verändert die Welt!
17. Die Arbeitslosigkeit sollte arbeitslos werden – diese „Zivilisation“ ist ein Desaster! Die junge Generation sollte unser ganzes Vertauen und unsere ganze Unterstützung bekommen, eine neue Zivilisation zu erschaffen!

Authentizität üben – im Spiel!

Kinder brauchen Erwachsene, die sich selbst ernst nehmen und authentisch sind!

Authentizität ist einer der vier Werte nach Jesper Juul, die uns erfolgreich und befriedigend trotz aller Krisen durch unser Leben tragen. Authentizität ist ein wichtiger Fundamentbestandteil unserer Beziehungen, ob privat oder beruflich (s. auch das Buch von Jesper Juul: Vier Werte, die Kinder ein Leben lang tragen). Authentizität meint nicht, dass ich meine Wut jedem an den Kopf werfe und impulsiv allen meinen Bedürfnissen sofort nachgehe – das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Authentisch sein bedeutet, dass ich eine gute und tiefe Verbindung zu mir selbst habe, im Falle von Wut bedeutet dass, dass ich meine Wut als Abwehrreaktion auf meinen Schmerz kenne und auch mit dem Schmerz verbunden bleibe. Dass ich Verantwortung für meine Gefühle übernehme und mich selbst beruhigen kann – dann kann ich authentisch zeigen, wie wütend ich bin, wie tief mein Schmerz ist und erwarte doch nicht, dass der andere meine Gefühle auflöst.

Bis vor Kurzem, war es gesellschaftlich noch verpönt, authentisch zu sein. Es wurde die soziale Höflichkeit gelehrt und belohnt (sag ich möchte und nicht ich will, sag schön Bitte/Danke, zeig nicht wie du das Geschenk wirklich findest/lass Dir von der Oma ein Schmatzer aufdrücken, auch wenn Du es eklig findest usw.) Nun gibt es eine radikale Wende und wir hören oder haben schon selbst erfahren, dass wir mit authentischen Beziehungen viel glücklicher sein können als mit Beziehungen, die auf Rollen und Masken beruhen.

Aber es ist nicht leicht, die frühkindlich erworbenen Haltungen und die berechtigte Vorsicht, die wir als Kinder gelernt haben, hinter uns zu lassen.
Warum? Weil viele Eltern und PädagogInnen aus meiner Generation, die selbst Eltern hatten, die nicht gut für sich sorgen konnten, es gelernt haben, mehr auf das Gegenüber zu achten als auf sich selbst. Wenn ich Eltern hatte, die leicht oder unvorhersehbar „austickten“ oder für die ich als Kind „emotional sorgen“ musste – dann fällt es mir selbst als Erwachsene schwer, zuerst mich wahrzunehmen. 100% Aufmerksamkeit tut keinem Kind gut, weder in der Familie noch in Kita oder Schule. Kinder brauchen Erwachsene, die ihre eigenen Gefühle genauso ernst nehmen wie die der anderen.

Für mich persönlich war dies vor einigen Jahren psychologisches Neuland – wie geht das genau: mich selbst wirklich ernst nehmen? Meine Wünsche anmelden und eine Reaktion bekommen – ohne sofort in die Opfer- oder Täterrolle zu schlüpfen, um die Situation zu kontrollieren?

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Ironischerweise nehmen wir Erwachsene
uns genau dann ernst,
wenn wir noch spielen können
oder wieder spielen lernen.

Spielen wurde lange Zeit psychologisch und pädagogisch unterschätzt. Das Spiel ist die höchste Form der Verbindung mit anderen Menschen. In dem Moment, in dem wir uns mit unserer Einzigartigkeit begegnen gibt es eine tiefe Verbindung, physisch, emotional und spirituell, diese ist körperlich, freudvoll und leicht. Angelas Leidenschaft ist die Beschäftigung mit dem Idioten oder Narren (the Fool Story). Hier kannst Du mehr darüber erfahren (auf englisch).

Passend zur Bedeutung des Spiels für die Qualität unseres Lebens gibt es nun auch das neue Buch von André Stern:

Wer praktisch erleben will, wie wundervoll begeisternd, lebendig und bildend es ist, in Gemeinschaft „spielend zu sein“ – der ist herzlich eingeladen dies in diesem Workshop zu erfahren. Spielen ermöglicht absolut präsent und authentisch zu sein – Qualitäten, die wir nicht nur als Kinder sondern gerade auch als Erwachsene und speziell als PädagogInnen dringend brauchen.

Gemeinschaft gestalten

Viele Menschen entdecken heute die Vorteile gemeinschaftlichen Lebens – es gibt Baugemeinschaften, Hausgemeinschaften, berufliche Netzwerke, Lebensprojekte auf dem Land, religiöse Gemeinschaften und vieles mehr.

In allen diesen Gemeinschaften können Menschen erleben, wie es ist, wenn Synergieeffekte auftreten, wenn man sich getragen fühlen darf und wenn statt Einzelkampf neue, gemeinsame und kreative Formen des Zusammenlebens entstehen.

Aber je größer die Gemeinschaft, desto unterschiedlicher auch die Bedürfnisse ihrer einzelnen Mitglieder. Wie diese aushandeln und zu tragfähigen Lösungen kommen? Wie kann der Prozess des Lösung-Finden als respektvoll und gleichwürdig erlebt werden und welche Voraussetzungen brauchen die Einzelnen, um in und mit der Gemeinschaft stark zu werden (statt Einer auf Kosten Anderer)?

Wie funktioniert es wirklich im Alltag, wenn wir uns gleichwürdig, also auf Augenhöhe, begegnen? Wenn wir wirklich in Beziehung gehen, im Dialog warmherzig Unterschiede erkunden und uns nicht mehr auf berufliche/organisatorische Rollen berufen, sondern persönliche Verantwortung und innere Autorität entwickeln?

Meiner Erfahrung nach braucht es

  • Organisationsmodelle, die auf  Vertrauen, organisches Wachstum und Transparenz aller Prozesse setzen
  • Beziehungskompetenz und Bereitschaft für innere Wachstumsprozesse bei jedem Einzelnen

Beides bedingt sich wechselseitig. Organisationen oder Menschen beginnen an irgendeinem Punkt und entwickeln sich.

Leidenschaftlich gern biete ich Gruppen Begleitung, fachliche Unterstützung und Supervision bei diesen Prozessen an!

Zum warmwerden hier ein Video zum Hineinschnuppern. Bitte nicht durch die Begriffe Arbeit und Unternehmen abschrecken lassen, es geht hier nicht um spezielle Unternehmensstrategien, sondern um eine neue Art des Miteinander-Seins. Die Prinzipien für sinnorientierte Zusammenarbeit gelten gleichermaßen für Unternehmen als auch für Non Profit Organisationen oder Lebensgemeinschaften ohne Wirtschaftszweck.

Wettbewerb an Schulen? Wer lernt hier mehr?

Wettbewerb gibt es ja eher zu viel als zu wenig, zumindest unter den SchülerInnen. Wie wäre es aber mit diesem Wettbewerb zwischen Lehrkräften und SchülerInnen: „Wer hat mehr gelernt dieses Schuljahr?“

Damit LehrerInnen von den SchülerInnen lernen können brauchen Sie Arbeit im Team, ein wertschätzendes Kollegium, Intervision und Supervision – Rahmenbedingungen, die dringend zum Standard für diesen anspruchsvollen Beruf werden sollten.

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7 Veränderungen, die das deutsche Schulsystem revolutionieren

Dass es einige grundlegende Schwierigkeiten mit dem deutschen Schulsystem gibt, die man durch etwas Reform hier und da nicht in den Griff bekommt, spricht sich langsam herum. Dass schulisches Lernen auch anders und sehr befriedigend gestaltet werden kann, zeigen viele deutsche Reformschulen. Deren Erfahrungen inspirieren aber leider eher nicht das öffentliche Schulsystem und so kommt es zu einer Aufspaltung der Schullandschaft in sehr innovative und sehr traditionelle Schulen.

Der Zeitungsartikel über das öffentliche Schulsystem in einem kleinem, sehr speziellem Teil der Welt: „Schulen im Silicon Valley: Der Sternenhimmel ist das Ziel, nicht die Versetzung“  von Astrid Maier aus dem Spiegel ist wirklich beeindruckend. Darin beschreibt sie ein regionales Schulsystem, das sich in allen Punkten diametral von unserem deutschem unterscheidet:

  • das Personal ist ausgezeichnet (messbar an der Anzahl der Kinder, die dauerhaft gerne lernen!)
  • die Kinder sind von dem Schulbesuch begeistert, lernen und erfahren große Selbstwirksamkeit (während in Deutschland die Schullust ca. 3 Wochen nach der Einschulung tendenziell nur noch sinkt)
  • es gibt eine Willkommenskultur und ein sehr starkes Engagement, alle fremden Kinder zu integrieren (durch Hilfspersonen, Sprachhilfen usw.)
  • reiche, gebildete Eltern unterstützen die öffentliche Schule durch reichlich Spenden (statt eigene Privatschulen zu finanzieren, wie es der aktuelle Trend in Deutschland ist)

„Ausgezeichnete Lehrer, eine außergewöhnliche Willkommenskultur und sehr viel Geld – das allein sind aber noch nicht alle Zutaten, die das Schulsystem hier von allen anderen, die ich erlebt habe, unterscheiden. Die wichtigste Ingredienz gibt es nirgendwo zu kaufen: Es ist der Geist, der all das hier trägt.“

Von diesem Geist hätte ich gern auch mehr in Deutschland. Wir sind aus vielerlei Gründen in traditionellen Schulen sehr stark einer Fehlersuchkultur verhaftet, die unsere Schulkinder jeden Tag in ein  „Richtig/Falsch-Korsetts“ zwängt. Statt in den Kindern die Flamme der Begeisterung und des Experimentierens zu entzünden (dann macht man allerdings viele Fehler und begeht Irrwege…), wird bei uns täglich mit dem Rotstift gelehrt, dass es am besten ist keine Fehler zu machen. Diese Geisteshaltung der permanenten Bewertung verhindert die Entfaltung der individuellen Potentiale unserer Kinder sowie später einen gesamtgesellschaftlichen Innovationsgeist.

„Malinas Schuljahr in Palo Alto hat unserer ganzen Familie klargemacht, dass das Silicon Valley weniger ein Ort auf der Landkarte als vielmehr eine Geisteshaltung ist: Es gibt immer eine Gelegenheit, etwas Neues und hoffentlich Besseres zu erfinden. Jeder kann für sich beanspruchen, die Welt zu verändern. Und wenn mal etwas schiefgeht, dann fängt man eben noch mal von vorne an. Lisa hat mit den Kindern vor Kurzem auch das „Scheitern“ gelernt. Die Einstellung wird schon in der Vorschule vorgelebt. Innovation hat zuvorderst mit Psychologie zu tun.“

Statt dem Geist des Entdeckens und Stolperns finde ich in deutschen Durchschnittsschulen in der Regel folgende Symptome:

  • SchulleiterInnen laufen Gefahr ausgebrannt zu werden oder sind persönlich unglaubwürdig mangels Führungskompetenz
  • LehrerInnen sind EinzelkämpferInnen, kein Unterricht und keine Klassenführung im Team
  • Das Klima im Lehrerzimmer ist nicht wertschätzend und respektvoll
  • Lob, Belohnung und Kritik, Tests und Bewertungssdruck bestimmen im hohen Maße den Schulalltag
  • Jeder versucht sein Bestes dem Schulsystem gerecht zu werden oder es wird gemeckert – es gibt wenig systemischen Gestaltungsspielraum
  • Eltern werden als Bedrohung und Anstrengung erfahren, einige Elterngespräche machen viel Kopfschmerzen, die LehrerInnen haben keine feste Supervision für solche Themen
  • Es gibt keine Reflektion der LehrerInnen untereinander, WIE es ihnen persönlich an ihrer Schule geht, sondern nur, was als nächstes Projekt stattfinden soll oder was noch mehr geleistet werden soll
  • Es gibt LehrerInnen/SchülerInnen, mit denen weder das Lehrerteam noch die Klassengemeinschaft zurecht kommen und die man (heimlich) am liebsten los sein würde

Wie man den Geist im deutschen Schulsystem revolutionieren kann – ich weiss es nicht, es gibt keine einfachen Patentrezete. Idealerweise bringen SchulleiterInnen einen frischen Geist in die Schule und sollten dafür angemessen bezahlt werden und durch reichlich Führungscoaching unterstützt werden. Wenn LehrerInnen solche Art der klaren Führung (gewaltfrei, respektvoll, persönlich) am eigenen Leib erfahren, dann können sie diesen Geist in die Schulklasse tragen und sich (politische, finanzielle) Unterstützung von den Eltern holen  (statt in den Eltern den größten Feind zu sehen).

Aber es bräuchte eben auch einen neuen Geist, den die SchulleiterInnen authentisch vorleben:

  • Der Glaube, dass der einzelne Mensch und das Wohlbefinden jedes einzelnen Lehrers wichtiger ist als das Funktionieren des Systems. Nicht Harmonie, aber wertschätzende Anerkennung unterschiedlicher Bedürfnisse im LehrerInnenteam wäre grundlegend.
  • Die Erfahrung, dass ein wertschätzendes Miteinander auf Augenhöhe Menschen glücklich macht und LehrerInnen wie Kinder dann in den einzelnen Details des Schulalltags sehr anpassungsfähig sind.
  • Die Erfahrung, dass es wichtiger ist WIE wir Dinge tun, als WAS und mit welcher ABSICHT. Gute Absichten sind eine grosse Falle für PädagogInnen, was zählt ist, ob die SchülerInnen sich wirklich wertgeschätzt fühlen und wirklich gerne lernen.
  • Die Erfahrung, dass wenn jeder einzelne Lehrer auf das hört, was ihm gut tut und seinen SchülerInnen lernen hilft, dieses dem ganzen System zu Gute kommt und es reifen lässt. Gute Anregungen, wie sich das im Alltag umsetzen lässt bietet das Buch von Helle Jensen „Hellwach und ganz bei sich“.
  • Dass jeder Mensch, der durch sein Verhalten nicht im Schulsystem „funktioniert“ ein wichtiger Anstoß für Veränderungen wäre.
    Dann wäre jedes einzelne Kind wichtig ist und keines wird im Namen des Schulsystems für  verloren erklärt werden. Wenn wir voraussetzen, dass Kinder sich von Natur aus hochkooperativ verhalten, dann sollten wir uns wirklich für die Gründe interessieren, warum Kinder die Kooperation aufgeben oder vermeintlich aufgeben. Herausfordernde Kinder brauchen nicht mehr Strenge oder mehr Regeln, sondern Lehrer, die sich Hilfe holen und gemeinsam mit diesen Kindern über sich hinaus wachsen und Dinge in Bewegung bringen.
  • Dass LehrerIn zu sein bedeutet, selbst immer weiter zu lernen, wie die eigene Persönlichkeit die Beziehungsqualität bestimmt, wie Lernen geht und vermittelbar ist.

 

Was kann ich tun, damit ein neuer Geist im deutschen Schulsystem wehen kann? Wenn wir an diesen 7 Punkten Einfluss nehmen, könnte es leichter werden, den hier und da schon vorhandenen Geist einer neuen Lernkultur flächendeckend zu verbreiten:

  1. Schulleitungen angemessen für ihre Führungsfunktion bezahlen und dann auch entsprechend hoch qualifizieren/weiterbilden in Führungskompetenz und Organisationsmanagement (Eltern könnten hier politisch Druck machen, es geht doch um die Ausbildung ihrer Kinder, die Zukunft der Gesellschaft!)
  2. LehrerInnen mit Fortbildungen & Supervision verwöhnen – viele Fortbildungen, regelmäßig Supervision (nicht nur im Notfall), viel Zeit für Intervision, Nachhilfe in Beziehungskompetenz (denn das wurde in der Ausbildung vernachlässigt)
  3. Freie Schulen staatlich fördern und anerkennen, da sie reformfreudiger und experimentierfreudiger sind und deswegen als Motor pädagogischer Entwicklung genutzt werden könnten. Die wichtigen Praxis-Erfahrungen allen Schulen Deutschlands zur Verfügung stellen (Lehreraustausch, s. nächster Punkt)
  4. Lehreraustausch – alle LehrerInnen hospitieren einmal jährlich in anderen Schulen und lassen sich durch fremde Schulkulturen inspirieren
  5. LehrerInnen arbeiten nur im Team (Eltern könnten viel mehr einfordern, dass Schulklassen immer von einem Team lerntechnisch begleitet werden, damit z.B. persönliche Vorlieben und Abneigungen eines Einzelnen nicht die Schullaufbahn des Kindes prägen)
  6. Schulleitung und Eltern behandeln LehrerInnen sehr wertschätzend – und verlangen dann dasselbe  von den LehrerInnen gegenüber den Kindern. Dies bedeutet, den LehrerInnen Fachkompetenz zuzusprechen und gleichzeitig auf Augenhöhe miteinander zu reden. Eltern mischen sich nicht in Angelegenheiten der Lehrkräfte, aber lernen persönliche Rückmeldung zu geben, wie es den Eltern und dem Kind in der Schule mit dem jeweiligen Lehrer/der Situation geht.
  7. Anspruchsvoll sein und Hilfe holen! Mir fällt auf, dass wir alle kulturell hohe Ansprüche an das gesellschaftliche Funktionieren/Anpassen von Menschen haben… nicht aber den gleichen hohen Anspruch, dass Systeme und Gemeinschaften auch die Werte leben, die sie predigen! Warum geben wir uns als Leitung, LehrerIn oder Elternteil zufrieden mit einem schlechten System? Mit der Einstellung, dass ich mir selbst Hilfe hole, falls ich an meine Grenzen komme, verändert sich alles. Dann, wenn ich meine eigenen Werte nicht umsetzen kann: wenn ich viel meckere, obwohl ich respektvoll sein will oder wenn ich Druck mache, obwohl ich doch Freiwilligkeit fördern will, wenn ich in Gesprächen ängstlich/wütend werde oder mein Standpunkt nicht vertreten kann ohne abwertend, beleidigend zu werden usw. Veränderungen fangen bei mir selbst an!

 

Alle diese praktischen, sofort umsetzbaren Veränderungen würden auf eine langfristige Neubewertung und Neudefinition der Lehrerrolle zulaufen. Das Ziel des Handelns wäre neu, die Art und Weise des Handelns, die Art und Weise der Einbeziehung der eigenen Persönlichkeit als wichtiges Handwerkzeug der PädagogIn, das Entdecken der Grundqualifikation Beziehungskompetenz, die Bewertung der gesellschaftlichen Rolle des Berufes, die Ausbildungsanforderungen, die Führungsqualifikationen der SchulleiterInnen wären zentral und nicht mehr zufällige, ehrenamtliche Gabe, die Anforderungen an lebenslanges Weiterbilden…  und das würde meiner Meinung nach eine echte, sehr langfristige Schulrevolution von der Basis her in Gang setzen. Und die LehrerInnen könnten selbst bestimmen, wie sie sich entwickeln wollen statt noch mehr leisten zu müssen. Das wäre keine Reform von oben, das wäre ein neues Schulsystem!

Warum ich diesen Blog-Artikel schreibe? Meine Erfahrungen zeigen, dass Menschen all dies wollen und freudig umsetzen, wenn sie Hilfe bekommen, ihren Träumen zu folgen, ihre Berufung als PädagogIn wirklich zu leben und Hindernisse innen und außen ernst nehmen. Die guten Absichten sind allerorts da, zu wenig aber gibt es Ermutigung, Durchsetzungskraft und fachlich-finanzielle Unterstützung, die notwendigen, manchmal auch schmerzhaften Schritte anzugehen, die solche eine Schulsystemrevolution von innen erfordert. Genau deswegen lautet mein letzter Punkt: Anspruchsvoll sein – nicht den Traum aufgeben  – denn er ist machbar. Du musst nur lange genug suchen und Du findest Vorbilder, siehe z.B. dem Zeitungsartikel.

Katrin Paul – beziehungskompetent.de

 

 

 

Der bedeutsamste Bewusstwerdungsprozess der Menschheit

Also für diesen Filmclip würde ich ja 5 Daumen hoch geben und wir sollten alle so eine aufschlussreiche Genanalyse bekommen – vielleicht wäre es dann etwas einfacher uns an diese neue Selbstwahrnehmung zu gewöhnen: Wir sind keine isolierten Individuen und keine isolierten Länder. Wir haben mehr gemeinsam als uns trennt! Wir sind alle miteinander verbunden und wenn es einem Land auf der Welt schlecht geht, so beeinflusst das auch alle anderen Länder. Und wir können nur gemeinsam eine zukunftsfähige Welt gestalten, nicht im Alleingang.
 
Gerald Hüther schreibt in seinem Buch „Wer wir sind und was wir sein könnten“ auf Seite 19 genau dazu: „Vielleicht dauert es gar nicht mehr so lange, bis sich kaum noch jemand daran erinnern kann, dass es einmal eine Zeit gab, in der die Menschen, wenn „wir“ sagten, nicht alle Menschen meinten, die unseren Planeten bevölkern. Sind wir nicht schon längst mittendrin in diesem Prozess der Auflösung historisch gewachsener Grenzen zwischen menschlichen Gemeinschaften? Dann freilich würden wir gegenwärtig den wohl bedeutsamsten Bewusstwerdungsprozess erleben, den Menschen je durchlaufen haben.“
 
Ich denke, dieser Filmclip ist deshalb so grandios, weil er diesen globalen Bewusstwerdungsprozess im Kleinen zeigt und uns mitnimmt, die Welt ebenso mit dieser neuen Sichtweise zu sehen. Wir haben soviel Angst, etwas zu verlieren, aber tatsächlich können wir so viel mehr gewinnen, wenn wir in Verbundenheit leben.
 
Aus meiner Beratungspraxis weiss ich, dass die gute Absicht in Gemeinschaft zu leben nicht ausreicht. Wir müssen lernen, sicher in uns selbst zu ruhen, unseren eigenen Standpunkt gut vertreten zu können und auf eine Weise zu reden, dass andere uns zuhören können und nicht verletzt sind. Dies braucht Übung, z.B. in der Kitagruppe oder Schulklasse. Und es bedeutet, wenn wir spüren, dass es nicht so in unserer Gruppe ist, wie wir es uns erträumt haben, dass wir uns wirklich Hilfe holen für die Umsetzung (und uns nicht abtötenden Satz sagen: „Na, die Realität ist eben nun mal kein Zuckerschlecken…“).
 
Wenn sich also ein Kind nicht wohlfühlt in der Gruppe, dann sind wir wieder beim selben Thema wie der Filmclip: Es ist nicht sein Problem sondern unser alles als Gruppe. Und die ganze Gruppe gewinnt an Lebensqualität, wenn wir gemeinsam Lösungen finden. Wenn wir solche Prozesse am eigenen Leib erfahren durften, fällt es uns leichter die Chancen der grossen Krisen unserer Zeit zu sehen.
 

Dokumentarfilm und Reportage – Praxisworkshop für pädagogische Fachkräfte

DOKUMENTARFILM UND REPORTAGE – EIN PRAXIS-WORKSHOP FÜR PÄDAGOGISCHE FACHKRÄFTE 
Die Teilnehmer lernen in diesem Seminar, wie man dokumentarisches Arbeiten mit dem Medium Film/Video optimal in die (film-)pädagogische Arbeit integrieren kann und worauf dabei geachtet werden muss. Sie lernen die unterschiedlichen Phasen der Filmproduktion kennen und wie sie bereits mit einfachsten Mitteln in einer Doppelstunde einen kleinen Dokumentarclip erstellen können. In Kleingruppen aufgeteilt erstellen sie mit unterschiedlichster Technik – vom Handy über den Pocketcamcorder bis zu professioneller Broadcast-Technik – mehrere Kurzdokus zu bestimmten Themen, den Schnitt und die Nachvertonung inklusive.
Termine: 1,5 Tage: Freitag, 03.06.2016: 15:30 – 19:00 Uhr und Samstag, 04.06.2016: 10:00 – 18:00 Uhr
Kosten: 85 Euro
Anmeldung: kijufi – Landesverband Kinder- & Jugendfilm Berlin, info@kijufi.de, 030 609 51 369

 

Wie Kinder sehen lernen und besser schreiben können

Ich habe Robs Vortrag dazu auf dem Kongress in Ungarn 2106  gehört (IEC) und fand es sehr beeindruckend. Sein einfaches Handwerkszeug für Kinder, um vollständige Geschichten zu schreiben, hat sich wie ein Lauffeuer an seiner eigenen deutschen Grundschule verbreitet.
Man kann Kinder bitten an eine bestimmte Situation zu denken, dann ihnen die 4 Frageaspekte an die Hand geben und beantworten lassen und sie danach dazu eine Geschichte schreiben lassen, z.B. im Deutsch- oder Englischunterricht.
Die Kenntnis der 4 Quadranten (Inneres (ich), Äußeres (Verhalten), Gemeinschaft (Wir) und Situation/Umgebung) erleichtert die komplexe Wahrnehmung der Wirklichkeit und schult uns in Gemeinschaften ganz nebenbei, ganzheitlich zu agieren und zu reagieren.

Rob hat sein Arbeitsblatt dazu auf Englisch freigegeben, vielleicht mag es mal jemand auf Deutsch ergänzen oder für sich umarbeiten und daneben stellen…