beziehungskompetent.de Allgemein Verbindungsfähigkeit und der Abschied von Mißtrauen und Kontrolle

Verbindungsfähigkeit und der Abschied von Mißtrauen und Kontrolle

Dieses kleine Video von Charles Eisenstein hat mir die Augen geöffnet, wie direkt die Vertrauenskultur auf dem Grundgefühl fußt, dass wir alle miteinander verbunden sind und noch wichtiger – ich in mir mit allen mit meinen Anteilen, den bewußten und unbewußten, verbunden bin.

Die Vertrauenskultur verabschiedet sich von Mißtrauen und Kontrolle in den Menschen, aber sie hat eine Voraussetzung: Ich muss mich selbst in meiner Ganzheit spüren können. Wenn mich ein Grundgefühl bestimmt, dass ich nicht für meine Bedürfnisse und Grenzen sorgen kann, eine Art versteckte Opfermentalität, dann werde ich äußere Macht suchen – die Macht bestimmen zu können, die Macht entscheiden zu können, die Macht Dinge stoppen oder in Gang bringen zu können. Viele solcher Menschen landen in Leitungspositionen, denn da ist diese äußere Macht durch Hierarchie und Organisationskultur gegeben.

Auf diese äußeren Machtstrukturen kann ich erst verzichten, wenn ich mich selbst so gut in Verbindung mit mir und anderen fühle, dass ich die Erfahrung habe auch durch Beziehung und Verbundenheit, also durch Dialog und Kontakt, Dinge verändern zu können und für mich ausreichend gut gestalten zu können.

Es ist eine Art Selbstwirksamkeitserfahrung in Beziehung notwendig, damit wir darauf vertrauen können, dass zuerst ich selbst, dann in Folge auch die anderen, meine Grenzen und Bedürfnisse ernst nehmen und berücksichtigen. Und dass es nicht den jahrelang tradierten Widerspruch gibt, entweder ist es gut für mich oder für die Gruppe. Dies kann nur denken, wer sich unverbunden fühlt und noch nie gewagt hat zu erleben, wie sehr das Wohl des Einzelnen das Wohl der ganzen Gruppe fördert!